Wie wird das Wetter am Einheitstag?

Landkreis - Nach längerer Abstinenz dürfen sich die meisten Arbeitnehmer mal wieder über einen Feiertag freuen. Doch wie wird das Wetter am langen Wochenende?

Schließlich liegt der letzte Feiertag mit Fronleichnam am 30. Mai dieses Jahres am heutigen Montag auch schon wieder 123 Tage zurück (außer für die Bayern und Saarländer, die vor 46 Tagen am 15. August mit Mariä Himmelfahrt einen offiziellen Feiertag hatten). So richtet sich der Blick nun auf den in 3 Tagen zu feiernden Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober. Dieser Donnerstag ist mit dem Freitag als möglichem Brückentag zudem auch gut für ein verlängertes Wochenende geeignet. Stellt sich die Frage, ob unser Altweibersommer-Hoch "Karin" bis dahin durchhält und uns weiterhin gutes Ausflugswetter garantiert?

Nun, auf den ersten Blick sieht es gut aus für den Feiertag. Viel Sonnenschein mit wenigen Wolken suggerieren uns die Wetterkarten für Deutschland und Regen- oder Schauersymbole fehlen gänzlich. Das zeigen uns alle zur Verfügung stehenden Wettermodelle. Sie liefern aber auch ein einheitliches Bild (passenderweise zum Einheitsfeiertag) mit einer Bewölkungszunahme im Westen und Südwesten, die vor allem zum Nachmittag greift. "Betroffen" sein werden davon im Wesentlichen das westliche Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und große Teile Baden-Württembergs. Aller Voraussicht nach sind die Wolken aber zunächst nicht so dicht, sodass der "schöne" Wettercharakter noch überwiegt.

Bei den Temperaturen bietet sich am Feiertag ein ähnliches Bild wie schon in den letzten Tagen. Hoch "Karin" hatte sich nämlich so über Skandinavien platziert, dass die Luftmassen zunächst mit einer nördlichen oder nordöstlichen Strömung aus Skandinavien oder Nordrussland zu uns gelangten. Mittlerweile hat durch die Ausdehnung des Hochs bis nach Mitteleuropa die Strömung auf Südost gedreht. Damit kommt die Luft aus dem mittleren Teilen Russland zu uns. Allen Ursprungsgebieten ist gemeinsam, dass die Luft dort nicht übermäßig warm ist. Bis Donnerstag ändert sich daran wenig, wobei "Karin" dann voraussichtlich über dem Baltikum liegt und somit die südöstliche Strömung über Deutschland noch aufrechterhält.

Konsequenz der Sache ist, dass wir uns weiterhin mit nur 11 Grad im Nordosten bis maximal 20 Grad im Südwesten begnügen müssen. Es gab schon Jahre und Wetterlagen, in denen vielerorts die 20 oder sogar die 25 Grad (etwa 2011) an einem 3. Oktober locker überschritten wurden. Absoluter Spitzenwert für diesen Tag sind die 30,8 Grad, die 1985 in Freiburg (Baden-Württemberg) gemessen wurden. In den Frühstunden am Donnerstag muss man sich dagegen ganz schön warm anziehen, Tiefstwerte von 8 bis -1 Grad sind auf jeden Fall "Jacken-tauglich". Etwas wärmer bleibt es lediglich an der Nordsee.

Schlägt unser Altweibersommer-Hoch "Karin" denn dann auch eine "Brücke" mit "schönem" Wetter bis zum Wochenende? Kurze Antwort: Nein! "Karin" zieht bis zum Wochenende nach Südosteuropa weiter und verliert weitgehend den Einfluss auf unser Wetter. Das, was sich mit den aufkommenden Wolken am Feiertag andeutet, setzt sich mit zunehmenden Bewölkungsanteilen und allmählich aufkommendem Regen und Schauern oder sogar einzelnen Gewittern bis zum Wochenende bei uns fort. So regnet es am Freitag zunächst in der Westhälfte, am Samstag und Sonntag dann überall zumindest zeitweise in Deutschland. Auch in dieser Hinsicht sind sich die Modelle ziemlich "einig".

Immerhin zeigen die Temperaturen bis zum Wochenende keinen Abwärtstrend, 12 bis 21 Grad sind von Freitag bis Sonntag als Höchstwerte zu erwarten. Die Nächte bleiben dann wieder frostfrei, weil es unter den Wolken nicht mehr so stark abkühlt. Auf winterliche Wettererscheinungen können die meisten von uns aber sicherlich noch ganz gut verzichten...

Pressemeldung Deutscher Wetterdienst

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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