Landratsamt über Stunden gesperrt

War Pfefferspray die Ursache für den Gasalarm in Ebersberg?

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Feuerwehr - Gefahrgutunfall
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Ebersberg - Atemprobleme, Schwindel und Kopfschmerzen - darüber klagten am Donnerstagmorgen ca. 30 Mitarbeiter des Ebersberger Landratsamtes. Anschließend wurde Gas-Alarm ausgelöst und das Gebäude evakuiert.

UPDATE, 16.38 Uhr: War es Pfefferspray?

Das Landratsamt Ebersberg wurde am Donnerstag bei einem Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungskräften evakuiert. 30 Menschen hatten Atemprobleme. Auch ein ABC-Zug der Münchner Berufsfeuerwehr war im Einsatz. Wie die Ebersberger Zeitung nun Kreisbrandrat Andreas Heiß zitiert, werde derzeit geprüft, ob es sich um Pfefferspray als Ursache handeln könnte. Auch Ärzte hätten inzwischen bestätigt, dass die Symptome der Betroffenen diese Vermutung unterstützen würde. Das Reizgas könne nach Angaben der Ermittler jedoch „nur sehr schwer nachträglich“ nachgewiesen werden, so die Ebersberger zeitung weiter.

Nach Informationen des Münchner Merkur klagten bereits am Mittwoch schon elf Mitarbeiter des Ebersberger Landratsamtes über gesundheitliche Probleme und Atemwegsreizungen. In solchen Fällen müsse Alarm der Kategorie „Massenanfall von Verletzten“ ausgelöst werden, sagt eine Sprecherin des Landratsamtes. Gegen den Vorwurf zu spät reagiert zu haben, verteidigt sich die Behörde: „Gestern Abend hatten wir wenige Fälle von Übelkeit oder Kopfschmerzen, die bei Bediensteten aufgetreten sind. Diese zeigten uns noch nicht an, dass ärztliche Hilfe notwendig sei“, sagt ein Sprecher gegenüber dem Münchner Merkur. 

Die Polizei hat in ihrer Pressemitteilung eine öffentlich zugängliche Toilette identifiziert. Dort war eine bisher unbekannte eingetrocknete Flüssigkeit gefunden worden.

UPDATE, 14.40 Uhr: Pressemitteilung der Polizei

Mehrere Beschäftigte des Landratsamtes Ebersberg klagten Donnerstagmorgen über Atemprobleme, Schwindel und Kopfschmerzen.

Daraufhin wurden Polizei und Feuerwehr informiert und das Gebäude evakuiert. Ca. 30 Mitarbeiter des Landratsamtes berichteten den eintreffenden Rettungskräften über Halsschmerzen, Augenreizungen, Übelkeit und leichte Schwindelanfälle. Sie wurden daraufhin in einem Nachbargebäude ambulant ärztlich versorgt.

Ausgangspunkt der Verletzungen dürfte nach ersten Feststellungen eine öffentlich zugängliche Toilette im Erdgeschoss des Gebäudes gewesen sein. Gefunden wurde dort eine bislang nicht identifizierte eingetrocknete Flüssigkeit. Die weitere Sachbearbeitung zur Aufklärung des Vorfalles wurde inzwischen der Kriminalpolizei Erding übertragen.

Vor Ort wurden rund 80 Feuerwehrkräfte der Feuerwehren Ebersberg, Eglharting, Kirchseeon, Forstinning, Oberndorf und Rettungskräfte, unterstützt vom ABC-Zug der Berufsfeuerwehr München, eingesetzt. Das Gebäude war über mehrere Stunde gesperrt und ist seit 13.40 Uhr wieder betretbar.

Bilder von der Evakuierung des Ebersberger Landratsames

Pressemitteilung Polizeipräsidium Oberbayern Nord

UPDATE, 13.40 Uhr:

Wie die Ebersberger Zeitung auf Facebook mitteilte, soll sich die Lage am Landratsamt entspannen. Das Unter- und Erdgeschoss können wieder betreten werden. Die Spezialisten der Feuerwehr seien noch in den oberen Stockwerken im Einsatz. Normaler Betrieb sei an der Behörde jedoch noch nicht möglich.

UPDATE, 12.15 Uhr:

Auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigte Michaela Grob, Pressesprecherin des Polizeipräsidium Oberbayern Nord den Einsatz am Landratsamt Ebersberg. Grob unterstützt derzeit die Pressesprecherin des Landratsamtes, da diese selber evakuiert wurde. "Heute Morgen um 9.43 Uhr ist der Einsatz am Landratsamt Ebersberg angelaufen", so Grob. "Die Feuerwehr wurde alarmiert, da mehrere Personen über Atembeschwerden, Kopfschmerzen und Schwindel klagten."

Alle Personen seien aus dem Gebäude gebracht worden. Etwa 20 Personen werden derzeit in einem benachbarten Gebäude ärztlich behandelt. Derzeit soll aber noch niemand ins Krankenhaus gebracht worden sein. 

"Das Landratsamt wird noch für mehrere Stunden nicht betretbar sein. Gerade befindet sich ein ABC-Zug im Gebäude, um die Ursache zu klären", so die Pressesprecherin.

Zu einem Brandalarm an einer Ebersberger Schule konnte Grob aktuell nichts sagen.

UPDATE, 12.00 Uhr:

Wie die Ebersberger Zeitung berichtet, ist mittlerweile ein ABC-Zug aus München angerückt. Offenbar habe es zudem auch noch um einen Brandmeldealarm an einer Ebersberger Schule gegeben.

Erstmeldung

Gasalarm im Ebersberger Landratsamt. Die Ebersberger Zeitung berichtet, dass es am Landratsamt Ebersberg offensichtlich einen Gasaustritt gebe. Der Grund dafür sei derzeit noch unklar.

Zahlreiche Personen leiden unter Atemproblemen. Wie die Zeitung weiter berichtet, ist die Feuerwehr mit schwerem Atemschutz im Gebäude in der Eichthalstraße unterwegs und organisiert momentan eine geordnete Evakuierung.

Quelle: rosenheim24.de

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