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Landtagswahl in Bayern

Blogs und Broschüren: Bayerns Grüne im Netz

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Umwelt, Gleichstellung, Integration - die Lieblingsthemen der Grünen auf der Seite der Landtags-Fraktion.

München - Bayerns Wahlkampf 2013 wird im Netz geführt: Nur wer gut vernetzt ist, kommt bei den Wählern an. Die Internet-Präsenz der Grünen: "immergrüne" Themen und politisches Grundwissen.

Auch Bayerns Grüne setzen High-Tech im Wahlkampf ein: An ihr bisher bestes Ergebnis bei der Landtagswahl 2008 kann die Partei nur anknüpfen, wenn ihre Botschaften beim Wähler ankommen - und dafür ist inzwischen das Internet einer der wichtigsten Kanäle. Webseiten über Parteiprogramm und Abgeordnete sowie schnelles Echo zum Tagesgeschehen in den sozialen Netzwerken entscheiden heute genauso über Wählerstimmen wie Reden oder Fernsehspots. Die Grünen in Bayern verpacken deshalb "grüne" Themen in Blogs und Broschüren - und liefern damit reichlich Material für eine politische Grundwissen-Stunde.

"Evergreens": Integration, Lebensmittel, Energiepolitik

"Machtzentrale" - Mit diesem Bildchen illustrieren die Grünen die Anschrift des bayerischen Landtags.

Statt auf Spitze setzt die Landtagsfraktion der Grünen auf Transparenz: Auf der Fraktions-Homepage werden alle Abgeordneten zusammen vorgestellt. Eine interaktive Karte hilft dabei, die Abgeordneten ihren Wahlkreisen zuzuordnen. Hinter jedem Link verberbergen sich ausführliche Informationen zu den einzelnen Personen, Bilder und Kontaktdaten. Selbst die Verwaltungs-Mitarbeiter sind penibel aufgelistet.

Transparent, aber nicht ganz so übersichtlich präsentiert sind auch die politischen Positionen: Info-Broschüren zu "immergrünen" Lieblingsthemen wie Integration, Lebensmittelqualität und Energiepolitik erläutern das Grundsatz-Programm, Blogs von Fraktionsmitgliedern informieren über Ereignisse wie den NSU-Prozess oder die Zukunft des Urheberrechts. Auf der Themen-Übersichtsseite sind zudem zu jedem Buchstaben im Alphabet meist mehrere Themen verlinkt. Wer noch mehr Informationen sucht, kann sich diese über die Facebookseite oder das eingebettete Twitter-Konto beziehen.

Die Webseite des bayerischen Landesverbands der Grünen gibt noch mal viel Grundunterricht in Demokratie: Vom Kreisverband bis zum Europaparlament wird die Parteistruktur erläutert. Das aktuelle Landtagswahl-Programm steht auf www.antragsgruen.de zur Diskussion - samt eingegangener Änderungsvorschläge. Im YouTube-Kanal der Grünen sind Amateur-Videos zu Aktionstagen wie "One Billion Rising" oder das Urwahlforum in voller Länge zu sehen.

"Energiewende: The Final Battle"

Grünen-Parteivorsitzende Theresa Schopper führt auf ihrer Internetseite ein Pressearchiv bis 2009. Aktueller ist ihre Facebook-Seite mit vielen Fotos. Twitter nutzt die Parteichefin in Bayern dagegen nur für private Korrespondenz: "Man müsste dann doch im Vatikan fragen, ob nicht die Vorhölle wieder eingeführt werden könnte" schreibt sie an den Pressesprecher der Grünen Unterfranken.

Ihr Kollege im Amt, Parteivorsitzender Dieter Janecek führt ein Blog und gibt seinen Artikeln markige Überschriften wie "Energiewende: The Final Battle". Sein Lieblingsthema mit 13 Posts: Münchens Olympia-Bewerbung. Grünen-Abgeordnete Claudia Stamm charakterisiert sich im Lebenslauf auf ihrer Homepage durch Zitate. Dabei kommt der erste Philosophie-Dozent genauso zu Wort wie die Hebamme aus dem Rückbildungskurs.

Margarete Bause stellt sie als einzige bayerische Politikerin ihr Team aus zwei PR-Referentinnen vor. Außerdem hat sich die Fraktionsvorsitzende bei ihrer Vita am Layout sozialer Netzwerke orientiert. Im Stil der Facebook-Timeline zeigt sie ihr Leben in Bildern, Kinderfotos inklusive. Den letzten großen Schritt datiert die Grünen-Spitzenkandidatin auf 2012 - Kochstunde mit einem Münchner Spitzenkoch.

Seitdem hat sich in Bayerns Politik einiges getan - und bis zur Landtagswahl am 15. September dürften viele Politiker noch kräftig nachposten. Auf dem neuesten Stand zu bleiben, ist für Wähler wie Politiker trotzdem kein Problem mehr - Webseiten und sozialen Netzwerken sei Dank.

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