Leibniz-Preis 2012: Bayerische Forscher gewinnen

München - Elf herausragende Wissenschaftler werden im kommenden Jahr mit dem hochdotierten Leibniz-Preis 2012 ausgezeichnet. Zwei davon kommen aus Bayern.

Elf herausragende Wissenschaftler, darunter Matthias Mann und Barbara Wohlmuth aus Bayern, werden mit dem hochdotierten Leibniz-Preis 2012 ausgezeichnet. Der wichtigste Forschungsförderpreis wurde in unterschiedlichen Fachgebieten von der Arabistik bis zu Ozeanographie und Zelluläre Neurowissenschaft vergeben.

Unter den Preisträgern sind zwei Frauen. Dazu zählt Mathematikprofessorin Barbara Wohlmuth von der Münchner TU. Zweiter Preisträger aus dem Freistaat ist Matthias Mann, Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried bei München. Beide erhalten ein Preisgeld von je zweieinhalb Millionen Euro. Die Entscheidung traf der Hauptausschuss der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) am Donnerstag in Bonn.

Von den elf Preisträgern kommen fünf aus den Lebenswissenschaften, drei aus den Naturwissenschaften, zwei aus den Geistes- und Sozialwissenschaften und einer aus den Ingenieurwissenschaften. Verliehen werden die Preise am 27. Februar in Berlin.

„Der Leibniz-Preis ist die wichtigste und prominenteste Form der Einzelförderung durch die DFG, die wiederum nach wie vor das Rückgrat unserer Forschungsförderung insgesamt ist“, sagte DFG-Präsident Prof. Matthias Kleiner. Die Preisträger zeigten eindrucksvoll die Bedeutung der Grundlagenforschung und ihre Arbeiten legten Grundsteine für innovative wissenschaftliche Techniken oder für die Entwicklung neuer Impfstoffe und Therapien.

Alle Preisträger:

1. Prof. Michael Brecht, Neurophysiologie/Zelluläre Neurowissenschaft, Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin

2. Prof. Rainer Forst, Politische Philosophie/Theorie, Universität Frankfurt am Main

3. Prof. Gunther Hartmann, Klinische Pharmakologie/Angeborene Immunität, Universitätsklinikum Bonn gemeinsam mit

4. Prof. Christian Kurts, Immunologie/Nephrologie, Universitätsklinikum Bonn

5. Prof. Matthias Mann, Biochemie, Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried

6. Prof. Friederike Pannewick, Arabistik/Literatur, Theater, Ideengeschichte, Universität Marburg

7. Prof. Nikolaus Rajewsky, Systembiologie, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC), Berlin

8. Prof. Ulf Riebesell, Ozeanographie, Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-Geomar) an der Universität zu Kiel

9. Prof. Peter Sanders, Theoretische Informatik/Algorithmik, Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

10. Prof. Barbara Wohlmuth, Numerische Mathematik, Technische Universität München

11. Prof. Jörg Wrachtrup, Experimentelle Physik, Universität Stuttgart

dpa

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