LGS: Baubetriebshof macht großen Gewinn

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Viel Lob erhielt die Stadtgärtnerei in der Sitzung des Werkausschusses des Baubetriebshofes für die Bepflanzung der Verkehrsinseln wie hier am Parkhaus Schönfeldstraße - im Amtsdeutsch "Begleitgrün" genannt.

Rosenheim - Zufriedene Mienen bei den Mitgliedern des Werkausschusses des Baubetriebshofes: Die Gewinn und Verlustrechung wies für das Jahr, in dem die LGS stattfand, einen Gewinn von rund 420.700 Euro aus.

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Die Gewinn- und Verlustrechung wies für das Jahr, in dem die Landesgartenschau in Rosenheim stattfand, einen Gewinn von rund 420.700 Euro aus.

Das Ergebnis des städtischen Eigenbetriebs hat sich damit gegenüber der Planung um fast 460.000 Euro verbessert, berichtete Geschäftsführer Werner Oeckler. Dieser Einnahmenschub begann mit dem frühen und harten Wintereinbruch, durch den der Planansatz der Winterdiensterlöse überschritten wurde. Weiterhin haben Mitarbeiter die Möglichkeit der Altersteilzeit nicht, wie geplant, in Anspruch genommen; eine Rückstellung konnte wegen Verrentung aufgelöst werden. Auch die Neuberechnung der Pensionsrückstellungen führte zu einer Auflösung.

Auch die Hochbeeete (im Hintergrund) am kombinierten Fußgänger-/Radweg am Parkhaus In der Schmucken zwischen Landwehrstraße und Binderweg hat die Stadtgärtnerei liebevoll gestaltet.

Einen großen Anteil an der positiven Bilanz hatten die Leistungen für die Landesgartenschau GmbH in Höhe von rund 350.000 Euro. "Da war ein Haufen Sonderleistungen zu bewältigen", merkte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer an. Unter anderem wurde die komplette Buchhaltung der Landesgartenschau vom Baubetriebshof abgewickelt. Werkleiter Oeckler ist auch einer der beiden Geschäftsführer der GmbH. Die anteiligen Kosten wurden an die Landesgartenschau weiterberechnet.

Mit diesem Ergebnis konnte der Eigenbetrieb die Verlustvorträge der Vorjahre ausgleichen und wird voraussichtlich Ende 2012 schuldenfrei sein.

Bereits das Wirtschaftsjahr 2009 hat mit einem Gewinn von knapp 102.000 Euro geschlossen. Der Gewinn wurde gemäß der Eigenbetriebsverordnung mit dem Verlust aus 2006 verrechnet. Die Feststellung und Entlastung für den Jahresabschluss 2009 befürwortete der Ausschuss einstimmig. Der Wirtschaftsplan 2011 beinhaltet Gesamtinvestitionen von rund 540.000 Euro, davon 342.000 Euro für den Fuhrpark. Es wird mit einem Gewinn von 78.000 Euro gerechnet.

Ziel der Personalpolitik ist, die Kapazitäten an die saisonalen Schwankungen anzupassen und die Ausfallzeiten gering zu halten. Der Baubetriebshof arbeitet unter anderen Rahmenbedingungen als die Privatwirtschaft und beschäftigt seine Mitarbeiter im Normalfall bis zur Erreichung des Rentenalters. So kann der Personalbedarf nicht kurzfristig an eine geänderte Auftragslage angepasst werden. In Spitzenzeiten werden externe Dienstleistungen eingekauft. So wird auch beim Winterdienst das Räumen von Nebenstrecken an Landwirte vergeben. Heuer werden fünf Auszubildende eingestellt, davon vier in der Gärteneri und einer im Trockenbau, teilte Oeckler mit.

Der Bauhof wird nur auf Auftrag tätig, und die Aufträge kommen fast ausschließlich von der Stadtverwaltung. Aufgrund gesetzlicher Beschränkungen sei es nur sehr eingeschränkt möglich, zur besseren wirtschaftlichen Ausnutzung zusätzliche Aufgaben zu erledigen, erläuterte Oeckler. Es gebe auch nicht die Möglichkeit eines freien Zugangs zum Markt, da die Tätigkeit in neuen Aufgabenbereichen als unzulässig erachtet wird. In einigen Teilbereichen wie bei der Straßenreinigung findet eine Kooperation mit den Nachbargemeinden statt, so Bauhofleiter Oeckler. Bei der Streusalzlagerung arbeite man mit dem Landkreis zusammen und habe dort Lagerflächen angemietet.

Ein großes Lob kam von Oberbügermeisterin Gabriele Bauer an die Stadtgärtnerei für das "tolle Begleitgrün" in der Stadt, "zum Beispiel vor dem Parkhaus an der Schönfeldstraße". Dem schlossen sich die Ausschussmitglieder mit Beifall an.

In der nichtöffentlichen Situng ging es anschließend um die Beschaffung eines Müllfahrzeugs.

hh/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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