Ellmaierstraße: Linksabbiegespur fällt weg

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Keine Abbiegespur mehr in der Ellmaierstraße.

Rosenheim - Die Linksabbiegespur stadteinwärts von der Ellmaier- in die Kaiserstraße fällt weg – erst einmal probeweise. Zudem verändert die Stadt die Wegweisung.

Beide Maßnahmen sollen dazu führen, dass der Ludwigsplatz vom Durchgangsverkehr entlastet wird. Zwei Zebrastreifen kommen hinzu.

3,5 Millionen Euro hat der Ausbau des Ludwigsplatzes gekostet. Eines der angestrebten Ziele war, den Platz fußgängerfreundlicher zu gestalten. Dies ist in großen Teilen gelungen. Im Bereich zwischen Verkehrskreisel und Kaiserstraße allerdings herrscht massiver Fahrverkehr. Als „Platz“ nehmen Fußgänger auf dieser Strecke den Ludwigsplatz nicht wahr.

Die CSU-Fraktion hatte vor einem Jahr den Antrag gestellt, am Knoten Kaiser-/ Ellmaierstraße einen Linksabbiegepfeil anzubringen. Die Freien Wähler/UP regten weitere Maßnahmen an, um den Ludwigsplatz vom Schwer- und Durchgangsverkehr zu entlasten. Es wurde jedoch rasch klar, dass schon eine einzige Veränderung bei der Ampelschaltung gravierende Auswirkungen auf die gesamte Verkehrssituation rings um den Ludwigsplatz haben würde.

Deshalb nahm die Verwaltung den Bereich insgesamt unter die Lupe und kam zu dem Ergebnis: Es lässt sich nicht viel machen.

  • Ein Durchfahrtsverbot für Lkw müsste Ausnahmen für den Lieferverkehr enthalten. Damit wäre die Überwachung äußerst problematisch.
  • Eine Änderung der Vorfahrtsregelung an der Kreuzung Ellmaier-/Kaiser-/Frühlingstraße hätte keine Auswirkungen, weil zu den Hauptverkehrszeiten die Ampeln den Verkehr regeln.
  • Ein Linksabbiegepfeil an der Ampel von der Kaiserstraße in die Ellmaierstraße würde zu wesentlichen Verschlechterungen für den stadtauswärts fließenden Verkehr in der Kaiserstraße führen. Der Verkehr würde sich bis zum Ludwigsplatz zurückstauen.
  • Die Möglichkeit, die Kaiserstraße zwischen Salzstadel und Ellmaierstraße zur Einbahnstraße stadtauswärts zu erklären, würde für alle zu Umwegen führen, die von Norden her den Ludwigsplatz gezielt anfahren wollen. Kategorisch erklärte Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer: „Einbahnstraße? Niemals!“

Der Ausschuss folgte dem Vorschlag der Verwaltung, die Wegweisung neu zu regeln. Sie soll den Durchgangsverkehr in Zukunft über die Ellmaier- und Schönfeldstraße und nicht mehr über die Kaiserstraße und den Ludwigsplatz leiten.

Zusätzlich beantragte der CSU-Fraktionsvorsitzende Herbert Borrmann, die Linksabbiegespur von der Ellmaier- in die Kaiserstraße wegfallen zu lassen. Diese sei nicht wirklich notwendig. Wenn es nur noch eine Geradeaus- und eine Rechtsabbiegespur gebe, könne vor allem der Schwerlastverkehr besser nach rechts abfließen, der derzeit beim Abbiegen beide Spuren blockiert. Zweifel meldete SPD-Stadträtin Elisabeth Jordan an. Man hänge die ganze Erlenau ab und auch den Verkehr vom Klinikum, gab sie zu bedenken. Die Mehrheit hielt es aber für möglich, dass dieser Verkehr sich andere Wege sucht.

Für die Grünen/Bündnis 90 meinte Peter Rutz: „Wir reden hier über etwas, was sich prinzipiell nicht regeln lässt.“ In Wirklichkeit würden die vielen Parkplätze auf dem Ludwigsplatz den Parksuchverkehr anlocken. Mit der Abschaffung dieser Parkplätze zeigte sich der Ausschuss aber nicht einverstanden.

Gegen zwei Stimmen wurden die Maßnahmen beschlossen. Unabhängig davon stimmten die Stadträte dafür, in der Königstraße, vor allem zum Schutz der Schüler der Wirtschaftsschule Kalscheuer, und in der Innstraße in Nähe des Verkehrskreisels Zebrastreifen anzulegen. Es hat sich gezeigt, dass es in diesen Bereichen für Fußgänger schwierig ist, die Fahrbahnen zu überqueren.

re/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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