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News-Ticker zur Corona-Pandemie

Lauterbach rechtfertigt Impfpflicht in sensiblen Einrichtungen - Virologe Kekulé will Impfpflicht verschieben

Kabinett
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München/Oberbayern – Das Coronavirus sorgt in der Region, in Bayern, in Deutschland und der Welt noch immer für Einschränkungen im öffentlichen Leben. Die Entwicklungen am Donnerstag (27. Januar) im News-Ticker:

Die Fallzahlen im Überblick:

  • Covid-19-Fälle auf Intensivstationen in Bayern: 331 (Quelle/Stand: DIVI, 27. Januar, 6.05 Uhr)
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Rosenheim: 83,7% (Quelle/Stand: DIVI, 27. Januar, 6.15 Uhr)
  • Intensivbetten-Auslastung ILS Traunstein: 82,8% (Quelle/Stand: DIVI, 27. Januar, 6.15 Uhr)
  • 7-Tage-Inzidenz: Stadt Rosenheim 1835,2, Landkreis Rosenheim 1631,1, Landkreis Traunstein 1050,8, Landkreis Berchtesgadener Land 1187,8, Landkreis Mühldorf 1526,4, Landkreis Altötting 1158,0 (Quelle/Stand: RKI, 27. Januar, 3.47 Uhr)
  • Bislang infizierte Personen: Stadt Rosenheim 10.857, Landkreis Rosenheim 43.586, Traunstein 31.086, Berchtesgadener Land 18.048, Mühldorf 20.334, Altötting 16.270 (Quelle/Stand: RKI, 27. Januar, 3.47 Uhr)
  • Todesfälle: Stadt Rosenheim 103, Landkreis Rosenheim 661, Traunstein 315, Berchtesgadener Land 159, Mühldorf 262, Altötting 284 (Quelle/Stand: RKI, 27. Januar, 3.47 Uhr)
  • ServiceFälle Deutschland --- Fälle weltweit --- Überblick Risikogebiete

Update, 22.03 Uhr - Lauterbach rechtfertigt Impfpflicht in sensiblen Einrichtungen

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat die Mitte März greifende Corona-Impfpflicht für Personal in Einrichtungen wie Kliniken und Pflegeheimen gerechtfertigt. „Das Gesetz gilt. Es geht dabei um den Schutz derer, die besonders gefährdet sind“, sagte der SPD-Politiker der FAZ.

Konkrete Probleme betreffend, könne der Bund den Ländern helfen, ein einheitliches Vorgehen zu bestimmen - also wie damit umzugehen sei, wenn Personal ausfalle. „Was nicht geht, ist, dass die Impfpflicht in Pflegeheimen eines Landes gilt, ein paar Kilometer weiter aber nicht.“ Eine Verschiebung lehne er strikt ab.

Das von Bundestag und Bundesrat im Dezember beschlossene Gesetz legt fest, dass Beschäftigte in Einrichtungen mit schutzbedürftigen Menschen wie Pflegeheimen und Kliniken bis 15. März 2022 Nachweise als Geimpfte oder Genesene vorlegen müssen - oder ein Attest, nicht geimpft werden zu können. Arbeitgeber müssen die Gesundheitsämter informieren, wenn Nachweise nicht vorgelegt werden. Diese können dann die Beschäftigung in der Einrichtung untersagen. Unter Kommunen, Betreibern und den Ländern gibt es Bedenken wegen der Umsetzbarkeit.

Lauterbach sagte: „Es wird natürlich so sein, dass der eine oder andere radikale Impfgegner, der in der Pflege arbeitet, dann aussteigt. Dann stellt sich aber ohnehin die Frage, ob die Person für den Beruf überhaupt geeignet war.“ Dass medizinisches Personal wissenschaftliche Erkenntnisse leugne und sogar bereit sei, Patienten zu gefährden, könne nicht sein. Er glaube aber, dass die Widerstände unter Pflegekräften am geringsten seien. Viele Einrichtungen schauten eher auf Küchen- und Reinigungspersonal sowie die Verwaltung.

Update, 21.30 Uhr - Nun auch noch Corona-Fälle im deutschen Team nach EM-Rückkehr

Die Corona-Fälle in der deutschen Handball-Nationalmannschaft reißen auch nach der Rückkehr von der EM nicht ab. Wie der Deutsche Handballbund am Donnerstagabend mitteilte, sind Torwarttrainer Mattias Andersson und Spieler Fabian Wiede, der wegen der großen Anzahl von Corona-Fällen überhaupt erst nachgereist war, betroffen. Wiede wird somit den Füchsen Berlin zunächst auch nicht zur Verfügung stehen.

Noch am Abreisetag hatte Lukas Stutzke vom Bergischen HC ebenfalls einen positiven Befund erhalten. Die Zahl der insgesamt positiv auf das Coronavirus getesteten Personen aus der deutschen Delegation stieg damit auf 18. Immerhin konnten Marcel Schiller, Sebastian Heymann, Timo Kastening und Lukas Mertens nach DHB-Angaben ihre Quarantäne mit negativen Tests beenden.

Die deutsche Mannschaft hatte sich am Dienstagabend mit einem 30:29-Sieg aus dem EM-Turnier in der Slowakei und in Ungarn verabschiedet.

Update,20.38 Uhr - Kekulé: Impfpflicht für Klinik- und Pflegepersonal verschieben

Der Virologe Alexander Kekulé plädiert dafür, die Impfpflicht für Klinik- und Pflegepersonal zu verschieben. Für die sich ausbreitende Omikron-Welle komme die Impfpflicht im März viel zu spät, sagte Kekulé am Donnerstag MDR Aktuell. Wenn die Politik im November gehandelt hätte, wäre die Wirkung rechtzeitig gekommen.

Es zeige sich immer deutlicher, dass die Omikron-Variante leichtere Verläufe bei Infektionen auslöse. „Das macht keine Überlastung der Intensivstationen.“ Das Hauptproblem seien nun viele leichtere Fälle, bei denen zu diskutieren sei, ob sie überhaupt alle ins Krankenhaus müssten. Deshalb sollte seiner Meinung nach geprüft werden, ob die Impfpflicht für Personal zum richtigen Zeitpunkt komme. Er wäre dafür, die Übergangsfrist zu verändern.

Gekippt werden sollte die Impfpflicht für Berufstätige in Kliniken und Pflegeeinrichtungen aber nicht. „Ich finde, man darf und soll das von diesen Menschen abverlangen.“ Die Impfungen sollten spätestens wirksam sein, wenn die nächste größere Corona-Welle komme - er erwarte sie im Herbst.

Update, 19.51 Uhr - Corona-Fälle an Schulen innerhalb einer Woche deutlich gestiegen

Die Zahl der Corona-Infektionen an Schulen ist nach Daten der Kultusministerkonferenz (KMK) deutlich gestiegen. Wie am Donnerstag aus der wöchentlichen KMK-Statistik hervorging, waren in der vergangenen Woche deutschlandweit mehr als 147.000 Fälle unter Schülerinnen und Schülern bekannt. Mehr als 212.000 weitere waren in Quarantäne.

In der Woche zuvor - zwischen 10. und 16. Januar - waren rund 73.000 Corona-Infektionen registriert worden, 111.000 befanden sich demnach in häuslicher Quarantäne. Ein KMK-Sprecher bestätigte auf Anfrage der dpa einen deutlichen Anstieg, wies aber auf mögliche Doppelzählungen hin - sofern sich etwa eine Infektion oder Quarantäne auf beide Kalenderwochen erstreckte.

Update, 19.14 Uhr - 309 Neuinfektionen im Kreis Traunstein

Im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamtes Traunstein liegen derzeit 1.644 aktive Covid-19-Fälle vor .Seit der letzten Pressemitteilung am 26. Januarsind beim Staatlichen Gesundheitsamt 309 Neuinfektionen eingegangen.

Es liegen insgesamt 31.315 bestätigte Fälle vor, die seit Beginn der Pandemie positiv getestet wurden. Als genesen gelten mindestens 29.356 Personen (186 Personen mehr seit der Meldung vom 26. Januar).

Beim Gesundheitsamt Traunstein ist seit der letzten Pressemitteilung keine Todesmeldung eingegangen. Damit liegen im Landkreis Traunstein insgesamt 315 Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19-Erkrankungen vor.

In der Kalenderwoche 3 sind nach aktueller Meldelage 1690 neue Covid-19-Fälle beim RKI registriert worden. Von den 1690 Covid-19-Fällen waren 983 nicht oder nicht vollständig geimpft. Bei 707 Personen lag ein vollständiger Impfschutz vor.

Update, 18.42 Uhr - Versammlungsverbot im Kreis BGL hat Bestand

Das Landratsamt Berchtesgadener Land ist am Donnerstagvormittag (27. Januar) vom Verwaltungsgericht München darüber informiert worden, dass auch ein weiterer Eilantrag gegen die Allgemeinverfügung vom 14. Januar 2022 zu Beschränkungen für nicht angemeldete Versammlungen abgelehnt wurde. Nach Auffassung des Gerichts war der Antrag unbegründet und deshalb abzulehnen. Somit behält die Allgemeinverfügung auch für zukünftige Versammlungen ihre Gültigkeit. Verstöße gegen die Allgemeinverfügung stellen eine Straftat oder Ordnungswidrigkeit dar und können nach Art. 20, 21 BayVersG mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr bzw. Geldbuße bis zu 3.000 Euro bestraft werden.

Update, 18.22 Uhr - Corona-Lage im Kreis BGL

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land informiert, dass es seit Mittwoch (26. Januar) 288 weitere bestätigte COVID-19-Fälle im Landkreis gibt. Davon befanden sich 35 Personen als direkte Kontaktpersonen in Quarantäne. Die Gesamtzahl der seit März 2020 registrierten COVID-19-Fälle mit Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land steigt somit auf 18.336 (Stand RKI: 27. Januar, 0 Uhr). Nach derzeitigem Meldungsstand liegt der 7-Tage-Inzidenz-Wert für das Berchtesgadener Land bei 1.187,8 (Stand RKI: 27. Januar, 0 Uhr).

Aktuell gibt es 1.772 aktive COVID-19-Fälle im Landkreis. Derzeit gibt es insgesamt 596 Fälle in Einrichtungen im Landkreis Berchtesgadener Land, davon 86 in Alten- und Pflegeheimen, 65 in Gemeinschaftsunterkünften, 319 in Schulen, 124 in Kindergärten und 2 in Justizvollzugsanstalten. In den vergangenen 7 Tagen gab es insgesamt 1.263 neue COVID-19-Fälle.

In den Kliniken der Kliniken Südostbayern AG (KSOB) im Berchtesgadener Land werden aktuell 34 COVID-19-Patienten stationär behandelt. 28 Patienten davon haben ihren Wohnsitz im Landkreis Berchtesgadener Land. Derzeit wird in den Kliniken im Berchtesgadener Land kein Patient intensivmedizinisch betreut. Von den 34 im Berchtesgadener Land stationär behandelten Patienten sind 18 Personen vollständig geimpft. Von diesen 18 Patienten haben 17 Personen ihren Wohnsitz im Berchtesgadener Land und werden auf der Normalstation behandelt.

Mit Stand Mittwoch, 26. Januar 2022, 20:00 Uhr sind im Landkreis Berchtesgadener Land insgesamt 180.041 Impfungen durchgeführt worden. Diese verteilen sich auf 65.689 Erstimpfungen (61,85 %), 66.144 Zweitimpfungen (62,28 %), 47.619 Auffrischungsimpfungen (71,99 % aller Zweitgeimpften) und 589 Impfungen bei Unter-12-Jährigen (nur Impfzentrum).

Hinweis: In vielen Landkreisen sind derzeit statistisch mehr Zweit- als Erstimpfungen erfasst. Dieser Effekt kommt im Wesentlichen dadurch zustande, dass Impfungen mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson lange als abgeschlossene Impfung und damit als Zweitimpfungen erfasst wurden. Auch Personen, die nach überstandener COVID-19-Erkrankung eine Impfdosis erhalten haben, flossen in die Statistik der Zweitimpfungen mit ein.

Update, 17.29 Uhr - IfW: Sterberisiko in Pandemie unter populistischen Regierungen größer

Populistische Regierungen schneiden bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie einer Studie zufolge schlechter ab als nicht populistische. Die Übersterblichkeit, also die Zahl der Todesfälle oberhalb der auch ohne die Pandemie erwartbaren Todesfälle, ist demnach in populistisch regierten Ländern im Durchschnitt mehr als doppelt so hoch wie in anderen Ländern. Dies teilte das an der Untersuchung beteiligte Kiel Institut für Weltwirtschaft (IfW) am Donnerstag mit.

Die Übersterblichkeit liegt demnach in nicht populistisch geführten Ländern bei gut acht Prozent, in populistisch geführten bei knapp 18 Prozent. „Die Zahlen sind eindeutig – Populisten sind in der Corona-Pandemie die klar schlechteren Krisenmanager und für viele vermeidbare Tote in den von ihnen regierten Ländern verantwortlich”, resümierte Michael Bayerlein, der am IfW zu Populismus forscht. In einem internationalen Team wertete er das Krisenmanagement von 42 Ländern während der Pandemie im Jahr 2020 aus.

Die Forschenden stuften dabei elf Regierungen als populistisch ein, darunter die in Polen, der Slowakei, Tschechien, Ungarn, Großbritannien, Brasilien und Indien. Ursächlich für die deutlich höhere Übersterblichkeit sei die bei vergleichbaren Infektionszahlen höhere Bewegungsaktivität der Bevölkerung in populistisch regierten Ländern, hieß es weiter. Zur Messung nutzten die Autoren Mobilitätsdaten von Google.

Für die höhere Mobilität macht das Autorenteam zwei Gründe aus. So erließen populistische Regierungen weniger Maßnahmen zum Infektionsschutz, besonders zur Kontaktbeschränkung. Zudem sei die Kommunikation populistischer Regierungen darauf ausgelegt, die Gefahren durch das Virus zu verharmlosen und wissenschaftliche Erkenntnisse zu diskreditieren. Dies halte die Bevölkerung davon ab, ihre Bewegungsaktivität von sich heraus einzuschränken.

Update, 16.39 Uhr - RKI hält Verbesserung der Corona-Meldesoftware für erforderlich

Bei der von Gesundheitsämtern genutzten Software zur Meldung von Corona-Fällen sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) Verbesserungen erforderlich. Dabei geht es „neben der Behebung von aktuellen Problemen in der Software auch um Verbesserungen der Benutzerführung, damit Vorgänge einfacher und schneller bearbeitet werden können“, teilte eine RKI-Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Darüber hinaus gehe es „um technische Ertüchtigungen, damit die großen Datenmengen insgesamt bewältigt werden können“. Das RKI sei in engem Austausch mit den Gesundheitsämtern und unterstützte entsprechend.

Mitarbeiter in etlichen Gesundheitsämtern hatten sich in den vergangenen Wochen darüber beschwert, dass die vom RKI bereitgestellte Software „SurvNet“ zum Teil so langsam auf Eingaben reagiere, so dass die Software oft unbrauchbar sei. Außerdem stürze die Software häufig ab. Das SurvNet-System wird von vielen der rund 400 Gesundheitsämtern verwendet, um ihre Daten an 16 Landesgesundheitsämter zu übermitteln. Dort werden die Daten noch einmal aufbereitet, bevor sie dann an das RKI gehen.

Update, 15.45 Uhr - EU-Behörde EMA gibt grünes Licht für Covid-Pille von Pfizer

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat grünes Licht gegeben für die Zulassung des Medikaments Paxlovid gegen Covid-19. Das Mittel des US-Herstellers Pfizer könne bei Patienten eine schwere Erkrankung nach einer Corona-Infektion verhindern, teilte die EMA am Donnerstag in Amsterdam mit. Nach der Zulassung ist dies das erste Medikament gegen Covid, das oral eingenommen werden kann. Die Pille gilt als sehr effektiv. Die EU-Kommission muss der Zulassung noch zustimmen, das aber gilt als Formsache.

Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wurden bereits eine Million Packungen Paxlovid geordert. „Das Mittel eignet sich insbesondere für die Behandlung ungeimpfter Risikopatienten.“ Nach Angaben von Pfizer soll das Mittel das Risiko von Krankenhauseinweisungen und Todesfällen bei Covid-19-Patienten um 89 Prozent senken.

Patienten nehmen nach Angaben des Herstellers fünf Tage lange zwei Mal täglich jeweils drei Tabletten ein. Der Wirkstoff Nirmatrelvir soll ein Sars-CoV-2-Protein hemmen und dadurch die Vermehrung des Virus stoppen. Zu möglichen Nebenwirkungen gehören eine Beeinträchtigung des Geschmackssinns, Durchfall, Bluthochdruck und Muskelschmerzen.

Update, 15.27 Uhr - So viele Menschen in Deutschland sind geboostert

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung hat eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. Mindestens 43 Millionen Menschen (51,7 Prozent) seien inzwischen geboostert, teilte das Robert Koch-Institut (RKI) am Donnerstag (27. Januar) mit. In Deutschland sind am Mittwoch (26. Januar) rund 458.000 Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht worden.

Mindestens 75,6 Prozent der Bevölkerung (62,9 Millionen Menschen) sind bislang einmal geimpft. Mindestens 73,7 Prozent der Bevölkerung (61,3 Millionen) haben nach RKI-Angaben einen vollständigen Grundschutz erhalten.

Nicht geimpft sind derzeit 24,4 Prozent der Bevölkerung (20,3 Millionen Menschen). Für 4,8 Prozent (vier Millionen) dieser Menschen im Alter von null bis vier Jahren steht bisher kein zugelassener Impfstoff zur Verfügung.

Auf dem RKI-Dashboard wird darauf hingewiesen, dass die Impfquoten als Mindestquoten zu verstehen sind, „da eine hundertprozentige Erfassung durch das Meldesystem nicht erreicht werden kann“. Das Robert Koch-Institut geht davon aus, dass die tatsächliche Impfquote um bis zu fünf Prozentpunkte höher liegt.

Update, 14.35 Uhr - Sicherheitsleute stehlen Blanko-Impfpässe aus Impfzentrum

Aus dem Impfzentrum des Rheingau-Taunus-Kreises sollen Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes massenhaft unausgefüllte Impfausweise und dazugehörige Aufkleber gestohlen haben. Die Formulare versahen sie mit gefälschten Stempeln und Unterschriften und verkauften sie, wie die Polizei in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Demnach stellten der 32 Jahre alte Hauptverdächtige und seine drei Komplizen zudem Bescheinigungen über nicht durchgeführte Corona-Schnelltests aus.

Wie viele gefälschte Impfpässe in den Handel gelangten, war den Angaben zufolge zunächst unklar. Bei Durchsuchungen in Bad Schwalbach stellten die Ermittler mehrere hundert Chargenaufkleber sicher. Sie waren den Betrügern zufällig am Mittwoch vergangener Woche (19. Januar) bei einer Drogen-Razzia in einer Shisha-Bar im rund 30 Kilometer entfernten Rüdesheim (beides Rheingau-Taunus-Kreis) auf die Spur gekommen.

Update, 13.39 Uhr - Regierung will Pool-Tests „so lange wie möglich“ halten

Ungeachtet erster Engpässe bei den Laborkapazitäten will Bayern sein System von Pool-Tests auf das Coronavirus bei Grund- und Förderschulkindern „so lange wie möglich“ aufrechterhalten. Das sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums auf eine entsprechende Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. In den vergangenen Tagen hatten einzelne Eltern die Pool-Tests ihrer Kinder als „im Labor nicht auswertbar“ ohne Ergebnis zurückerhalten.

Insgesamt ist das Ministerium mit dem Verfahren der Pool-Tests zufrieden. „Bayern ist bei der erfolgreichen Umsetzung von PCR-Pool-Testungen bundesweit an der Spitze“, betonte die Sprecherin. In der vergangenen Woche seien die Ergebnisse von mehr als 50.000 PCR-Pool-Tests und mehr als 45.000 Einzel-PCR-Tests mit einer Quote von 95 Prozent vor Unterrichtsbeginn des Folgetages an Schulen und Eltern übermittelt worden.

Die Kapazitäten für PCR-Tests sollen aber weiter gesteigert werden. Bereits in den vergangenen Wochen sei es gelungen, die Zahl der wöchentlichen PCR-Tests von rund 360.000 auf 486.000 zu erhöhen. „Weitere Steigerungen sind zu erwarten“, sagte die Sprecherin.

Update, 12.45 Uhr - Mönche in bayerischem Kloster vertrauen auf Gott statt Imfpung

Vier Franziskaner-Brüder lebten im Kloster Bogenberg an der berühmten Wallfahrtskirche im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen - alle vier infizierten sich mit dem Coronavirus. Einer von ihnen ist nun im Alter von 44 Jahren verstorben. Ein weiterer musste in einer Klinik beatmet werden. Geimpft sind die vier Pater nicht, wie die Bild berichtet, lehnen sie die Corona-Impfung grundsätzlich ab. „Die sind der Meinung, sie vertrauen halt auf Gott“, erklärte die Sekretärin der Klosterleitung auf die Frage, warum die Ordensbrüder nicht geimpft waren. Der im Alter von 44 Jahren verstorbene Mönch habe Vorerkrankungen gehabt. 

Das Bistum Regensburg sei von dieser Einstellung „nicht begeistert“, so die Dame weiter. Der Sprecher des Bistums Regensburg, Clemens Neck, erklärte auf Anfrage der Bild: „Der Generalvikar des Bistums Regensburg, Dr. Roland Batz, ermutigt dazu, sich impfen zu lassen.“ Man solle „den wissenschaftlich-medizinischen Fachmeinungen mit Vertrauen“ begegnen. 

Update, 11.56 Uhr - Wiener Universität sperrt ab März Ungeimpfte aus

Die Wirtschaftsuniversität (WU) in Wien stellt mit dem Start des Sommersemesters auf 2G um. Ab 1. März wird das Betreten der Uni für Studierende und Mitarbeiter nur mehr mit Corona-Impf- oder Genesungsnachweis möglich sein. Alle Lehrveranstaltungen und Prüfungen werden in Präsenz stattfinden. Für Ungeimpfte wird es keine Kompensationen oder Online-Angebote geben, nur die Möglichkeit semesterweiser Beurlaubung, erklärt Rektorin Edeltraud Hanappi-Egger im „Standard”.

Die WU bekenne sich als „Institution der Wissenschaft” zur Corona-Impfung - und 2G sei die „logische Konsequenz” aus der Impfpflicht, erläuterte Hanappi-Egger die Entscheidung des Senats. Bisher hat 2G nur eine Universität - nämlich die Uni Klagenfurt schon seit November - verfügt.

Update, 11.01 Uhr - Landkreis Altötting meldet 295 neue Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Altötting hat für seinen Zuständigkeitsbereich nun 295 neue Corona-Fälle gemeldet (Stand: 26. Januar, 16 Uhr). Damit haben sich seit Pandemie-Ausbruch insgesamt 16.270 Personen in Stadt und Landkreis Altötting mit dem Corona-Virus infiziert. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz im Kreis Altötting steht bei 1158,0.

Update, 10.12 Uhr - Inzidenz in Bayern steigt weiter stark

Die Corona-Inzidenz in Bayern steigt weiter stark an. Mit 1159 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche lag sie am frühen Donnerstagmorgen um 91 über dem Wert des Vortages, wie das Robert Koch-Institut mitteilte. Treiber des Anstiegs waren 34.193 weitere gemeldete Infektionen seit Mittwoch. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Corona seit Beginn der Pandemie stieg um 29 auf 20.391.

Die höchste Inzidenz in Bayern gibt es derzeit mit 2112 in Dachau. Es ist der erste Landkreis, der die Marke von 2000 überspringt. Dahinter folgen die Städte Rosenheim mit 1835,2 und München mit 1830,1. Die niedrigsten Inzidenzen gibt es in den Landkreisen Coburg mit 429,7 und Hof mit 489,8. Es sind auch die einzigen Landkreise in Bayern, in denen die Inzidenz noch unter 500 liegt.

Auch in den Krankenhäusern kommt die neue Corona-Welle inzwischen an. Mit Stand Mittwoch hatte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit 549 Krankenhauseinweisungen binnen sieben Tagen gemeldet, das sind 43 Prozent mehr als vor einer Woche. Die Zahl der belegten Intensivbetten stagniert seit einigen Tagen, nachdem sie seit Anfang Dezember gefallen war. Mit laut bundesweitem Intensivregister 334 Betten (Stand Donnerstag 7.05 Uhr) ist sie aber nicht einmal bei einem Drittel des Höchststandes in der Delta-Welle. Typischerweise gibt es allerdings eine Zeitverschiebung zwischen dem Verlauf der Inzidenzen und dem der Krankenhaus- und Intensiveinweisungen.

Update, 9.12 Uhr - Maskenverstöße bei Anti-Corona-Demo in München

Am Mittwochabend (26. Januar) war die Polizei in München mit etwa 850 Kräften im Einsatz, um bei mehreren Demonstrationen gegen die Corona-Regeln die Einhaltung der Infektionsschutzverordnung sowie der geltenden Allgemeinverfügung zu kontrollieren. So protestieren am Königsplatz rund 3000 Demonstranten gegen die aktuell gültigen Regeln. Am Wittelsbacherplatz versammelten sich neun Personen, um gegen die derzeitigen Einschränkungen zu protestieren.

Am Odeonsplatz demonstrierten rund 100 Menschen und warben für eine Impfung gegen Corona. Die Versammlungen an Wittelsbacher- und Odeonsplatz verliefen störungsfrei. Am Königsplatz mussten mehrere Personen auf Einhaltung der Abstände und die Maskentragepflicht hingewiesen werden. Einzelne Personen wurden wegen Verstößen nach dem Versammlungsgesetz angezeigt. In der Innenstadt im Bereich der Fußgängerzone konnten in der Summe um die 100 Personen in Kleingruppen festgestellt werden, die sich so gemeinsam fortbewegen wollten. Diese Personen stammten zum Teil auch von der Versammlung am Königsplatz. Die starke Präsenz der Polizei in der Innenstadt wirkte diesen Versuchen entgegen. Eine Person wurde wegen einer Sachbeschädigung angezeigt.

Update, 8.26 Uhr - Neueste RKI-Zahlen für die Region

7-Tage-Inzidenzen in Südostbayern und die Entwicklung in den vergangenen sieben Tagen (Stand: 27. Januar 2022).

Die Corona-Inzidenzen in der Region haben sich laut RKI in den vergangenen 24 Stunden unterschiedlich entwickelt. Die Stadt Rosenheim einen gewaltigen Sprung um 289 Zähler auf eine Inzidenz von 1835 gemacht. Damit ist Rosenheim nun nach Dachau (Inzidenz 2112) auf Platz 2 der bayerischen Hotspot-Liste. Gesunken sind die Inzidenzen dagegen in den Landkreisen Mühldorf (-2) und Traunstein (-43).

Die Inzidenzen im Detail: Landkreis Altötting (von 1023 auf 1158), Landkreis Mühldorf (von 1528 auf 1526), Kreis Berchtesgadener Land (von 1039 auf 1188), Landkreis Traunstein (von 1094 auf 1051), Stadt Rosenheim (von 1546 auf 1835) und Landkreis Rosenheim (von 1442 auf 1631). Das RKI meldete für die Region einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Demnach ist eine Person im Kreis Rosenheim verstorben. Nähere Angaben zu Alter/Wohnort liegen nicht vor.

Update, 7.38 Uhr - Neue Corona-Regeln gelten in Bayern

In der Fußball-Bundesliga darf in Bayern wieder vor bis zu 10.000 Zuschauern gespielt werden. Das Kabinett beschloss am Dienstag in München damit bis auf Weiteres das Ende der Geisterspiele. Die Regelung gilt auch für andere Profiligen. Neben der Personenobergrenze von 10.000 gelten für die überregionalen Sportveranstaltungen weitere Einschränkungen: Es dürfen maximal 25 Prozent der Kapazitäten genutzt werden, die Fans müssen geimpft oder genesen und zusätzlich getestet sein (oder geboostert) sowie eine FFP2-Maske tragen. Dazu gilt ein Alkoholverbot.

Der Freistaat wagt sich damit in der heiß diskutierten Zuschauerfrage vor dem Hintergrund hoher Corona-Zahlen überraschend weit vor. Die Länderchefs hatten sich am Montag darauf verständigt, dass die Staats- und Senatskanzleien bis zum 9. Februar eine einheitliche Regelung für überregionale Großveranstaltungen vereinbaren sollen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte allerdings schon zuvor angekündigt, dass er notfalls einen Alleingang Bayerns wagen würde.

Update, 6.42 Uhr - England hebt fast alle Corona-Maßnahmen auf

Trotz hoher Corona-Fallzahlen hat England erneut fast alle noch geltenden Pandemie-Maßnahmen aufgehoben. Seit Donnerstag gilt im größten britischen Landesteil in den meisten Innenräumen keine Maskenpflicht mehr und auch die ohnehin nur bei Großveranstaltungen und in Clubs eingesetzten Impf- oder Testnachweise müssen nicht mehr kontrolliert werden. Die Empfehlung, von zu Hause aus zu arbeiten, gilt ebenfalls nicht mehr.

Die Regierung von Boris Johnson hat diese wegen der Omikron-Variante eingeführten, sogenannten Plan-B-Maßnahmen auslaufen lassen, nachdem die Zahl der Corona-Neuinfektionen seit Anfang Januar rapide gefallen war. Etliche Hinterbänkler der regierenden Tory-Partei hatten im Dezember mit einer Rebellion im Unterhaus ihre Ablehnung der Corona-Maßnahmen zum Ausdruck gebracht.

Auch für geimpfte Reisende gibt es bald weitere Erleichterungen: Vom 11. Februar fällt der bislang noch notwendige Pflichttest nach der Ankunft im Land weg. In der britischen Hauptstadt London gilt allerdings weiterhin in Bahnen und Bussen eine Maskenpflicht. Auch einige Supermärkte rufen ihre Kunden weiterhin dazu auf.

Erstmals über 200.000 Neuinfektionen gemeldet - Inzidenz über 1000

Die vom Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete bundesweite 7-Tage-Inzidenz hat exakt zwei Jahre nach dem ersten bestätigten Corona-Fall in Deutschland erstmals die Schwelle von 1000 überschritten. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 1017,4 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 940,6 gelegen (News-Ticker Mittwoch, 26. Januar). Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 638,8 (Vormonat: 222,7).

Auch die Zahl der Corona-Neuinfektionen erreichte erneut einen Rekordwert und überschritt zugleich die Schwelle von 200.000: Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 203.136 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.59 Uhr wiedergeben.

Am 19. Januar hatte die Zahl erstmals über 100.000 gelegen. Vor einer Woche waren es 133.536 erfasste Neuinfektionen. Experten gehen von einer hohen und weiter steigenden Zahl von Fällen aus, die in den RKI-Daten nicht erfasst sind, unter anderem, weil Testkapazitäten und Gesundheitsämter vielerorts am Limit sind.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 188 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 234 Todesfälle. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 9.238.931 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Mittwoch mit 4,26 (Dienstag 4,07; Montag 3,87) an. Die Zahl der Genesenen gab das RKI am Donnerstagmorgen mit 7.443.300 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 117.314.

mh/mw/dpa

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