Journalist im Visier

LKA-Maulwurf: Ermittlungen eingestellt

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München - Nach einem Leck im Landeskriminalamt hat die Münchner Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen den Passauer Journalisten Hubert Denk eingestellt, der 2010 in den Besitz geheimer Akten geraten war.

Nach einem Leck im Landeskriminalamt hat die Münchner Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen den Passauer Journalisten Hubert Denk eingestellt, der 2010 in den Besitz geheimer Akten geraten war. Das bestätigte die Behörde am Donnerstag auf Anfrage. Die Suche nach dem Maulwurf im LKA aber ist nicht beendet. „Die Ermittlungen gegen Unbekannt laufen weiter“, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch.

Denk hatte 2010 in seinem Magazin „Bürgerblick“ über eine Spende des Laborarztes Bernd Schottdorf an den früheren CSU-Chef Edmund Stoiber im Jahr 2005 berichtet. Deswegen hatten die Ermittler vier Jahre lang geprüft, ob Denk die Vertraulichkeit des Wortes verletzt hatte. Die Information über Schottdorf samt Aktenauszug kam mutmaßlich aus dem Landeskriminalamt - dort ermittelte damals eine über dreißigköpfige LKA-Sonderkommission wegen Betrugsverdachts in Millionenhöhe gegen den Mediziner. Schottdorf gilt als einer der größten deutschen Laborunternehmer. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass ein bislang nicht identifizierter Polizist ein Dienstgeheimnis verriet.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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