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Ermittlungen

LKA: Zugang zu Drogen via Internet noch immer zu einfach

Polizei
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An der Tür von einem Streifenwagen steht der Schriftzug „Polizei“.

Nach Ansicht führender Drogen-Ermittler hat sich das Internet zu einem riesigen Absatzmarkt für Rauschgift entwickelt. „Trotz vieler Anstrengungen ist es immer noch zu leicht, über das Internet an gefährliche Drogen heranzukommen“, sagte der Vizepräsident des bayerischen Landeskriminalamts (LKA), Guido Limmer, am Dienstag bei einer internationalen Experten-Tagung in Fürth.

Fürth - Es sei wichtig, die Internetdienstleister in die Pflicht zu nehmen.

Das LKA hat sich eigenen Angaben zufolge in den vergangenen Jahren sehr stark im Kampf gegen den Vertrieb von neuen psychoaktiven Substanzen (NPS) im Internet engagiert. Diese Drogen würden von den Händlern als hippe und angeblich legale Lifestyleprodukte beworben. „Tatsächlich ist der Konsum von NPS absolut lebensgefährlich, es besteht jederzeit die Gefahr einer Überdosis“, warnte Limmer.

Die Vermarktungsstrategie der Drogenhändler sei aber sehr erfolgreich und im Internet würden damit Millionenumsätze erwirtschaftet: Mit wenigen Klicks und ohne spezielle Vorkenntnisse können laut Limmer hochgefährliche Drogen ohne jede Alterskontrolle bestellt werden. Das LKA habe daher gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt (BKA) eine breite Allianz geschaffen und sei im Rahmen eines von der EU-Kommission geförderten Projekts gegen die Online-Händler vorgegangen. „Die größten Webshops haben wir dadurch vom Markt gedrängt“, sagte Limmer.

In Fürth tagt noch bis Mittwoch die AG Südost, ein internationales Netzwerk internationaler Drogenermittler. Dazu gehören Chefermittler von Polizei, Zoll und Staatsanwaltschaften aus 24 Staaten sowie Experten von Interpol, Europol und Eurojust. Eingeladen hatten das LKA und die US-amerikanische Drug Enforcement Administration. dpa

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