Verblüffende Tricks: Mentalist Horeth zu Gast

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Wie intensiv ist die Liebe eines jungen Pärchens? Beim Voodoo-Experiment will Mentalist Manuel Horeth auch im Kuko die Antwort geben.

Rosenheim/Salzburg - Münzen wegzaubern, Kaninchen aus dem Hut ziehen - alles "kalter Kaffee". Im Juni verblüfft Mentalist Manuel Horeth Rosenheim mit völlig neuen Tricks.

Auch Löffel verbiegen genügt Manuel Horeth nicht mehr. Heute verblüfft er als Mentalist sein Publikum, spielt mit den Gedanken anderer und zeigt faszinierende Experimente.

Was erwartet die Zuschauer im Kuko Rosenheim beim Auftritt von "The Mentalist?" (Dienstag, 7. Juni, sowie am 8. Juni in Traunreut)? Unter anderem jene Voodoo-Puppe und dazu ein zufällig aus dem Publikum ausgesuchtes Liebespärchen. An ihm erklärt Manuel Horeth das Phänomen "Liebe" auf unglaubliche Weise.

Die emotionale Einflussnahme, der "schöne Moment" für die Protagonisten und ihre Beobachter, die Nachhaltigkeit des Experiments - das sind die Zutaten und Ziele für ein von ihm gewolltes "Gänsehautgefühl" beim Publikum.

Voraussetzung für den Erfolg seiner Experimente ist die Glaubwürdigkeit. Dazu dienen seine Bühnenshows. "Das, was die Leute im Fernsehen erleben, muss auch live funktionieren. Das ist die Hauptaufgabe der Shows."

Was muss zuerst da sein - Protagonist oder Thema des Experiments? "Es ist richtig, dass ich schon bei der Anmoderation die Menschen beobachte und versuche, sie einzuschätzen." Die Augen der Betreffenden würden viel verraten. Wichtig für den Erfolg sei, dass sich sein Gegenüber auf den Test einlasse und darauf konzentriere.

Die Abfolge des Experiments kann variieren, kein Versuch gleicht dem anderen, ein Restrisiko bleibt. Trotz langer Erfahrung und etlicher Trainings zuvor gebe es kein Rezept fürs Gelingen. Deshalb sei man vor Fehlschlägen nicht immer gefeit. "Im besten Fall aber merkt das Publikum es nicht."

Ein Beispiel aus der Trickkiste zeigt, wie sehr das Unterbewusstsein das Handeln und Denken des Menschen beeinflusst: Mentalist und Testperson stehen sich nah gegenüber, sehen sich in die Augen. "Dadurch wird das Gesichtsfeld des Gegenübers eingegrenzt. Ich zähle dann fünf Vornamen auf. Vier-, fünfmal hintereinander in derselben Reihenfolge und kann anschließend sagen, an welchen der fünf Vornamen die Person gedacht hat."

Wie das? Jedes Mal bei Nennung des dritten Namens berührte Manuel Horeth kaum wahrnehmbar die Schulter seines Gegenübers. Das blieb in deren Gedächtnis haften.

Mehr verrät der Mentalist nicht. Nur 20 Prozent hoch sei tatsächlich der Trickanteil, 80 Prozent hingegen Beeinflussbarkeit der Gedanken, fußend auf Psychologie, Menschenkenntnis, Illusion. Vorstellbar wie das Kinderspiel "Stille Post": Der wahre Satz, der dem Ersten ins Ohr geflüstert wird und dann in viele weitere Ohren, verändert sich zu einem neuen Satz, von dem der letzte Hörer glaubt, er sei der wahre.

Der Weg, solch magische Momente entstehen zu lassen, dauerte Jahre. Dabei begann Manuel Horeth bereits als Zwölfjähriger, seine Schulkameraden mit Tricks zu erstaunen - mit den berühmten Tüchern, die sich verlängern, verkürzen, verschwinden, mit Kaninchen im Zylinder und Münzen aus Ohren. Ein Zauberbuch, das der Großvater ihm mal geschenkt hatte, hatte diese Euphorie beim jungen Manuel ausgelöst.

Geschicklichkeit schien nicht alles. Die Wahrnehmungen der Menschen ansprechen, ihre fünf Sinne, etwas hinterlassen wie ein Musiker, der mit dem Gesang auch eine Botschaft vermittelt, so wollte er sein.

In diesem Sinne und mit großem Spaß studierte er aus Fachbüchern und im Leben die Verhaltensweisen, stieß im Laufe seines 20-jährigen Bühnenlebens in den Kreis der Mentalisten vor - etwa zwei Handvoll im deutschsprachigen Raum. Und bringt mit psychologischer Technik Personen dazu, sich in ihren Wünschen und Träumen selbst zu bestätigen.

Die Echtheit der Experimente ist dabei "nur an den Reaktionen der Menschen zu messen", so Manuel Horeth, der sich nach seinem ersten Buch selbst seinen zweiten Traum erfüllte: ein "magisches" Kochbuch. Ein Rezept darin: Liebes-Carpaccio, mal beim Freund auf Gran Canaria probiert. Es hat funktioniert: "Danach habe ich meine Frau geheiratet."

Elke Wrede-Knopp (Oberbayerisches Volksblatt)

Quelle: rosenheim24.de

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