Leukämiekranker aus Moosach bei Grafing

Feuerwehrmann Lucas (18) will leben - alle können helfen

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Moosach (Landkreis Ebersberg) - Von einem Tag auf den anderen war das Leben von Lucas (18) nicht mehr das gleiche. Er erfuhr, dass er an Blutkrebs leidet. Seitdem verbringt er die meiste Zeit in der Klinik. Seine Feuerwehrkameraden lassen den jungen Mann nicht im Stich. Sie organisieren eine Typisierungsaktion.

Der 18-jährige Lucas aus Moosach bei Grafing hilft gerne anderen Menschen. Er engagiert sich im Moosacher Jugendtreff, ist Mitglied im Vorstand des Kreisjugendringes Ebersberg und aktiv bei der örtlichen Feuerwehr. Jetzt braucht er selbst Hilfe. Lucas hat Blutkrebs. Seine Kameraden organisieren deshalb eine Typisierungsaktion. Sie wird am Sonntag, 19. Februar, von 11 bis 16 Uhr in der Rudolf-Obermayr-Halle durchgeführt.

Bis Ende des Jahres war das Leben von Lucas das eines ganz normalen 18-Jährigen. „Seit einem halben Jahr hat er sich schon schlecht gefühlt“, berichtet Feuerwehrkommandant Herbert Weidlich unserem Partnerportal merkur.de. Dann kam die schlimme Diagnose: Leukämie. Es folgten Untersuchungen und Chemotherapien. Zwischen den Behandlungszyklen darf Lucas nach Hause.

„Blumen sind zwar schöner als Unkraut, aber Unkraut vergeht langsamer“, macht er sich und seinen Freunden auf Facebook Mut. Jetzt kommt alles darauf an, dass ein Spender gefunden wird. Er muss dem erkrankten jungen Mann genetisch stark gleichen. Dann kann er von diesem Spender lebensrettende Hilfe erwarten in Form einer Stammzellenspende.

„Wir besiegen Blutkrebs“ macht die gemeinnützige DKMS, die aus der „Deutschen Knochenmarkspenderdatei“ hervorgegangen ist, den Betroffenen Mut. Ihr Repräsentant, Daniel Wilhelm, erklärte, dass sich inzwischen in den Dateien seiner Hilfsorganisation fünf Millionen Spender haben registrieren lassen. „Bislang ist noch kein geeigneter Spender für Lucas gefunden“, meinte er. Unmöglich ist das aber nicht. Denn Wilhelm berichtete auch davon, dass im Landkreis Ebersberg „60 Lebensretter“ registriert seien. Das sind Menschen, die bereits erfolgreiche Stammzellen gespendet haben und so eine an Blutkrebs erkrankte Person vor dem sicheren Tod bewahren konnten.

So jemanden sucht jetzt auch die Moosacher Feuerwehr für ihr Mitglied Lucas. Er soll leben, und dazu sollten sich möglichst viele Menschen aus der Dorfgemeinschaft und dem ganzen Landkreis und darüber hinaus typisieren lassen. Die Schirmherrschaft für diese Aktion am 19. Februar haben Landrat Robert Niedergesäß und Moosachs Bürgermeister Eugen Gillhuber übernommen.

Und weil jede Typisierung etwa 40 Euro Kosten verursacht, kündigten sie am Donnerstagabend an, die Aktion auch finanziell zu unterstützen. Der Landkreis gibt 1000 Euro, die Gemeinde Moosach 500. „In Vaterstetten gab es so eine Aktion schon einmal. Der Patient ist wieder gesund geworden“, kann sich Niedergesäß aus seiner Zeit als Bürgermeister von Vaterstetten erinnern.

Michael Seeholzer

Das derartige Aktionen schnell Hilfe bringen können, zeigt ein Fall aus Burghausen. Nach einer groß angelegten Typisierungsaktion inklusive der tatkräftigen Unterstützung der Burghauser Fanszene geht es mit der Genesung des 14-jährigen Federico voran. Der Nachwuchskicker des SV Wacker Burghausen befindet sich auf dem Wege der Besserung!

Quelle: rosenheim24.de

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