Schleusenerneuerung

Main-Donau-Kanal: Sperrung vom Tisch

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Nürnberg/Duisburg - Die im Zusammenhang mit Schleusenerneuerungen diskutierte mehrjährige Sperrung des Main-Donau-Kanals bei Nürnberg ist nach Verbandseinschätzung vom Tisch.

Das Bundesverkehrsministerium ziehe eine solche Variante nicht mehr ernsthaft in Betracht, teilte der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) am Montag in Nürnberg mit. BDB-Präsident Georg Hötte berief sich dabei auf ein Schreiben von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU).

Darin habe der Minister betont, er gehe davon aus, das diese Variante „bereits in einem sehr frühen Prüfungsstadium ausscheidet“. Zu Begründung habe Ramsauer auf die erheblichen volkswirtschaftlichen Nachteile verwiesen, die mit einer Sperrung der 170 Kilometer langen Wasserstraße zwischen Bamberg und Kehlheim verbunden wären.

Zwei Kanal-Schleusen müssen erneuert werden

Wenige Tage vor dem 20-jährigem Bestehen des umstrittenen Main-Donau-Kanals Ende September war bekanntgeworden, dass zwei Kanal-Schleusen - eine bei Nürnberg und eine bei Erlangen - wegen ihres maroden Zustandes komplett erneuert werden müssen. Der Präsident der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Süd (WSD) hatte dabei von zwei Optionen gesprochen.

Eine Option sei der Bau der Schleusen an bestehender Stelle, was eine fünfjährige Sperrung der Wasserstraße bedeuten würde. Die Alternative sei ein Neubau neben den maroden Schleusen. Diese Variante kostet nach Behörden-Angaben zwischen 160 und 180 Millionen Euro pro Schleuse. Die beiden Schleusen waren erst 2008 und 2009 saniert worden. Die Sicherheitsstandards reichten aber lediglich für zehn Jahre. Daher ist ein Neubau unumgänglich.

dpa

Rubriklistenbild: © dapd

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