Er soll eine Frau misshandelt haben

Maria Baumers Ex-Verlobter wieder in Haft

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Maria Baumer

Regensburg - Der Ex-Verlobte von Maria Baumer, die vor zwei Jahren verschwunden war und dann tot aufgefunden wurde, sitzt erneut in Haft. Er soll eine junge Frau misshandelt haben.

Gegen den 30-jährigen Krankenpfleger wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Er gilt als dringend tatverdächtig und sitzt seit Montag in Untersuchungshaft, wie der Regensburger Oberstaatsanwalt Wolfhard Meindl bestätigt.

Es handle sich dabei um zwei Fälle, die wenige Wochen zurückliegen. Dabei wurde wohl ein Medikamentenmix an eine Frau verabreicht, in dem Barbiturate enthalten waren - die wirken einschläfernd bis narkotisierend. Der Beschuldigte selbst hat sich laut Oberstaatsanwalt zum Vorwurf nicht geäußert. Die Frau stammt aus seinem Umfeld, er lebt aber nicht mit ihr zusammen. Laut mittelbayerische.de meldete sie sich danach bei der Polizei, weil sie morgens aufgewacht war und sich nicht erklären konnte, was passiert war.

Auch im Fall Baumer wurde über die Verabreichung von Drogen spekuliert. Beweisen ließ sich dies sich aber nicht, da von Maria Baumer nur noch ein Skelett gefunden wurde. Woher ihr Ex-Verlobter die Barbiturate und Psychopharmaka hatte, ist unklar. Doch er arbeitete zuletzt als Krankenpfleger und war zum Zeitpunkt des Verschwindens Medizinstudent.

Als es um den Vermisstenfall seiner ehemaligen Verlobten Maria Baumer ging, war er schon einmal in Haft gewesen, wurde dann aber wieder entlassen. Baumers Skelett war im September 2013 in einem Wald bei Regensburg gefunden worden, die 26-Jährige galt über ein Jahr lang als vermisst. Warum sie gestorben ist, konnte bislang nicht ermittelt werden.

Die Polizei ist daher immer noch mit den Ermittlungen beschäftigt. Mit der Vermisstenakte habe die aktuelle Verhaftung des 30-jährigen Krankenpflegers allerdings nichts zu tun. Im Fall Baumer war aber auch spekuliert worden, dass die junge Frau Medikamente bekommen hatte. Denn sie hatte ebenfalls über Gedächtnislücken geklagt und soll deswegen Kontakt zu einem Arzt gehabt haben, wie mittelbayerische.de schreibt.

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