Großeinsatz bei Marktschellenberg

250 Retter ziehen Jugendliche nach Rafting-Unfall aus Ache

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Mit Schwimmwesten ausgestatteten Jugendlichen sprangen panisch ins Wasser und trieben ab.
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Marktschellenberg - Die Berchtesgadener Ache führt derzeit Hochwasser. Als es dort am späten Vormittag auf Höhe des Schellenberger Wehrs zu einem Rafting-Unfall kam, lief sofort ein Großeinsatz mit 250 Kräften an:

UPDATE, 15.25 Uhr: Bilder

Bilder vom Rafting-Unfall in Marktschellenberg

UPDATE, 13.45 Uhr: Pressemeldung Kreisbrandinspektion

Glimpflich verlief ein Rafting-Unfall, der sich am Donnerstag auf der Berchtesgadener Ache in Marktschellenberg ereignet hat. Als der Anlandeversuch eines mit neun Personen besetzten Rafting-Boots missglückte, sprangen die Insassen ins Wasser und wurden durch die derzeit starke Strömung augenblicklich mitgerissen. 

In der Folge entwickelte sich ein Großeinsatz der umliegenden Rettungsorganisationen, in dessen Verlauf alle Personen durch Raftguides bzw. Einsatzkräfte von Feuerwehr und Wasserwacht gerettet werden konnten. Lediglich eine Person erlitt dabei leichte Verletzungen. 

Wie durch ein Wunder kam es zu keinen schwereren Verletzungen oder gar Todesfällen. An den Rettungsmaßnahmen waren insgesamt rund 250 Kräfte von Wasserwacht, Feuerwehr, Rettungsdienst, Kriseninterventionsdienst und Polizei aus dem Berchtesgadener Land und dem benachbarten Salzburger Land beteiligt.

Pressemeldung Kreisbrandinspektion BGL

UPDATE, 13.25 Uhr: Einsatzbericht des BRK

Die mit Schwimmwesten ausgestatteten Jugendlichen sprangen panisch ins Wasser und trieben ab. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften aus dem Berchtesgadener und dem Salzburger Land suchte den Fluss vom Ufer aus und aus der Luft bis zur Mündung in die Salzach ab, wobei sich letztlich nach rund einer halben Stunde herausstellte, dass niemand weiter abgetrieben worden war. 

Die Einsatzkräfte konnten alle Insassen am Wehr in Marktschellenberg über die Uferböschung zum Glockenweg retten und dann am Sparkassen-Parkplatz am Marktplatz sammeln, wobei ein Mädchen mit einer Armverletzung per Rettungswagen in die Kreisklinik Berchtesgaden eingeliefert werden musste; die psychisch aufgelösten Jugendlichen wurden vom Kriseninterventionsdienst (KID) des Roten Kreuzes betreut.

Im rund eineinhalbstündigen Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren Marktschellenberg (mit Löschzügen Ettenberg und Scheffau), Grödig, Hallein und Berchtesgaden (mit Löschzug Au) und die Tauchergruppe der Feuerwehr Bad Reichenhall, die Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG´n) der BRK-Wasserwachten aus Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Freilassing-Ainring, Laufen-Leobendorf und Obing, der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) aus dem Landkreis Traunstein, die Österreichische Wasserrettung (ÖWR) aus Salzburg, Bischofshofen und Wallersee, die SEG´n der BRK-Bereitschaften Bad Reichenhall und Berchtesgaden, der Kriseninterventionsdienst (KID) des Roten Kreuzes, die Sanitätseinsatzleitung mit Unterstützungsgruppe, der reguläre Rettungsdienst mit vier Notärzten, vier Rettungswagen, zwei Krankenwagen und dem Salzburger Notarzthubschrauber „Christophorus 6“.

Wasserwacht-Einsatzleiter Franz Kurz koordinierte vom Eishöhlen-Parkplatz aus den aufwendigen Sucheinsatz und konnte schließlich Entwarnung geben, als definitiv feststand, dass niemand mehr vermisst wird. Zeugen hatten zunächst angegeben, dass auch weiter flussabwärts noch Menschen im Wasser treiben. Insgesamt waren rund 60 Menschen mit mehreren Rafting-Booten unterwegs, wobei nur ein Boot übers Wehr gespült worden war.

Pressemeldung BRK Berchtesgaden

UPDATE, 12.30 Uhr: Beim Anlegen überspült

Ein Sprecher der Polizeiinspektion Berchtesgaden teilte auf Anfrage von BGLand24.de mit, es seien acht Personen beim Anlegen mit dem Boot übers Wehr gespült worden. Die Personen seien vom Boot ins Wasser gesprungen und abgetrieben, haben sich jedoch größtenteils selbst ans Ufer retten können. Eine Person sei bei dem Unfall wohl leicht verletzt worden.

Die Rafting-Gruppe habe laut Informationen von vor Ort aus etwa 60 Personen bestanden. Nur eines der Boote sei verunfallt. Die Gruppe stammte wohl aus Venezuela.

Erstmeldung:

Mehrere Personen befinden sich im Wasser, bestätigte ein Sprecher der Feuerwehr Marktschellenberg. Feuerwehr, Wasserwacht und BRK seien vor Ort. Kinder und Jugendliche seien ins Wasser gefallen. Wie die Bayernwelle berichtet, gebe es keine Verletzten.

Weitere Details zu dem Unfall sind derzeit noch nicht bekannt.

Quelle: BGland24.de

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