Wirbel um Reservierungsmodalitäten

Marstall-Gutscheine verfallen nach der Wiesn

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Siegfried Able betreibt das Festzelt "Der Marstall".

München - Mit dem Marstall wird heuer ein neues großes Festzelt auf das Oktoberfest ziehen. Wie in den anderen Zelten auch, muss man für die Reservierung einen Mindestverzehr abnehmen - doch mit Ende der Wiesn verfallen hier die Gutscheine.

Wer mit seinen Freunden auf dem Oktoberfest feiern will, weiß: Ohne Reservierung geht meistens nicht. Die Reservierungsbedingungen sind in den großen Festzelten ziemlich ähnlich. Für einen reservierten Tisch mit acht oder zehn Personen muss man im Vorfeld Wertmarken für einen Mindestverzehr abnehmen. Die Preise für den Mindestverzehr schwanken von Zelt zu Zelt zwischen 28 Euro (Hofbräu) und 85 Euro (Weinzelt) pro Person. Bei dem Betrag muss so mancher Wiesn-Besucher erstmal schlucken. Doch als Trost bleibt, dass man übrig gebliebene Wertgutscheine auch nach dem Oktoberfest in den gastronomischen Betrieben der Wiesnwirte noch einlösen kann.

Doch nicht so beim Marstall. Die Betreiber des Festzeltes, die Familie Able, weichen von dieser Regel ab. "Die Wertgutscheine verfallen mit Ende des Oktoberfestes", sagt Verena Able, Tochter von Siegfried Able. Das heißt: Siegfried Able ist der einzige Wiesnwirt, der seinen Gästen nach dem Oktoberfest nicht mehr einräumt, ihre übrig gebliebenen Gutscheine beispielsweise noch in seinem See-Biergarten Lerchenau einzutauschen. Die Wut der Gäste fürchtet der Festzeltbetreiber offenbar nicht. "Wir testen das dieses Jahr mal aus", sagt Verena Able.

Die Tochter des Wiesnwirts geht ohnehin nicht davon aus, dass nach einem Abend im Marstall noch Wertmarken übrig sind. Sie rechnet vor: Eine Abendreservierung kostet pro Person 60 Euro, darin ist das Menü von 45 Euro enthalten. Bei einem Tisch von zehn Personen gibt es einen Gesamtgutschein in Höhe von 600 Euro. Am Ende wird dieser mit der Gesamtrechnung verrechnet. "Bei uns wird das Niveau sehr hoch gehalten", so Verena Able. "Deshalb verzichten wir auch bewusst auf Bier- und Hendlmarken."

Sollten die zehn Personen am Ende des Abends für weniger als 600 Euro gegessen und getrunken haben, wird ein neuer Gutschein über den Restbetrag ausgestellt. Die Gruppe hat dann die Möglichkeit, ihren Gutschein an den übrigen Tagen im Festzelt gegen Getränke oder Speisen oder im Straßenverkauf gegen Kaffee oder Ochsensemmeln einzutauschen.

Mit seinen Reservierungsmodalitäten scheint sich der Marstall an den eher teuren Festzelten wie Käfers Wiesn-Schänke und dem Weinzelt zu orientieren. Hier sind die Reservierungspreise mit 80 beziehungsweise 85 Euro pro Person am höchsten. Doch immerhin ist dort ein Einlösen der Wertgutscheine auch nach der Wiesn noch möglich.

lot

Quelle: Oktoberfest live

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