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Präsenzunterricht, aber viele Vorgaben in Bayern

Maskenpflicht, Tests & Co.: Das sind die Corona-Regeln fürs neue Schuljahr

Erster Schultag nach den Ferien in Nordrhein-Westfalen
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Zum Schuljahresbeginn gilt an Bayerns Schulen Maskenpflicht - auch am Sitzplatz.

München/Landkreis - Am Dienstag (14. September) beginnt in Bayern das neue Schuljahr. Und Corona wird ein weiteres Jahr ein beherrschendes Thema bleiben - das ist sicher. Masken und Tests bleiben an der Tagesordnung. Lehrerorganisationen sehen dennoch Mängel bei der Vorsorge.

Update, 14. September, 6.15 Uhr:

Sechs Wochen hatten Kinder und Jugendliche in Bayern Sommerferien - nun kehrt der Alltag zurück. Rund 1,64 Millionen Buben und Mädchen gehen ab Dienstag wieder in die Schule, darunter 121.000 Erstklässler. Um eine mögliche Ansteckung zu vermeiden, setzt der Freistaat auf Maskenpflicht und Coronatests an den Schulen (News-Ticker Dienstag, 14. September).

Auch im bayerischen Kabinett (10 Uhr) steht am Dienstagvormittag der Schulstart im Mittelpunkt. Dabei dürfte es unter anderem um die Frage gehen, wie Schülern, die älter als 12 Jahre sind, in den kommenden Wochen Impfangebote gemacht werden können und wie bei Jüngeren die Infektionsgefahr möglichst gering gehalten werden soll.

Zum Beginn des Schuljahres ist für den Ablauf des Unterrichts nicht mehr primär die Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen binnen einer Woche maßgeblich, sondern die Auslastung der Krankenhäuser. Bei jüngeren Menschen sind die Krankheitsverläufe verglichen mit Älteren zwar meist weniger problematisch. Gleichwohl gibt es aber auch hier Risiken, auch hinsichtlich möglicher Langzeitfolgen.

rosenheim24.de hat die wichtigsten Regeln im Überblick zusammengefasst:

Wo müssen Schüler Masken tragen?

In den „ersten Unterrichtswochen“ gilt generell in allen Innenräumen der Schulen wieder die Maskenpflicht. Auch am Arbeitsplatz im Klassenzimmer dürfen Kinder und Jugendliche diese nicht absetzen, sofern sie nicht mindestens eineinhalb Meter vom Sitznachbarn entfernt sind - selbst wenn sie geimpft sind. An Grundschulen reicht eine einfache Mund-Nasen-Bedeckung aus, ab der fünften Klasse ist eine medizinische Maske gefordert.

Die Maßnahme solle insbesondere Infektionen durch Reiserückkehrer verhindern, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) bereits am Ende des vergangenen Schuljahres. Er forderte die Eltern auch auf, die Kinder auf jeden Fall in den Tagen vor dem Schulstart noch einmal testen zu lassen. Wie lange die Maskenpflicht konkret gelten soll, ist bislang nicht bekannt.

Werden die Kinder weiterhin in der Schule getestet?

Die bereits aus dem vergangenen Schuljahr bekannten Schnelltests bleiben. Drei Mal die Woche (Mo./Mi./Fr.) sollen sich alle Kinder und Jugendlichen an weiterführenden Schulen selbst testen. Für die Grundschüler sowie Kinder in Förderzentren, die sich zwei Mal die Woche testen müssen, wird es, spätestens nach einer Übergangsphase, allerdings neue Tests geben. Bei ihnen sollen dann die sogenannten PCR-Pooltests zum Einsatz kommen, sobald die logistischen Voraussetzungen dafür geschaffen sind. PCR-Tests gelten als zuverlässiger als die sonst üblichen Schnelltests. Diese Tests gelten dann auch für die Teilnahme am öffentlichen Leben.

Wie funktionieren diese neuen „Lollitests“?

Die Kinder sollen künftig zwei Mal pro Woche die sogenannten Lollitests machen - statt drei Schnelltests. Jedes Kind lutscht dafür dann an zwei Tupfern. Zunächst werden dann im Labor die Proben von allen gesammelt - also als Pool - untersucht. Findet sich ein Hinweis auf eine Infektion in der Klasse, werden die zweiten Proben der Kinder einzeln analysiert, um die Betroffenen zu finden und die Schulen sowie Eltern vor dem Schulbeginn am nächsten Tag zu informieren.

Ob dies bereits in der kommenden Woche flächendeckend so funktioniert, ist noch unklar. Piazolo hat zugesagt, dass die Pooltests „rasch nach Unterrichtsstart“ beginnen würden. Zumindest noch im September sollen diese überall möglich sein.

Werden auch die Kinder in den Kitas getestet?

In den Kindertagesstätten sind keine Pooltests geplant. Das Sozialministerium setzt auf freiwillige Selbsttests, die die Eltern zu Hause bei ihren Kindern durchführen sollen. Dazu sollen weiterhin Berechtigungsscheine von den Einrichtungen verteilt werden, die in Apotheken eingelöst werden können. „Mit jedem Berechtigungsschein erhalten die Familien für einen Zeitraum von jeweils fünf Wochen zehn Selbsttest-Kits pro Kind“, erklärte das Ministerium.

Müssen möglicherweise ganze Klassen in Quarantäne?

Dies soll nach Beratungen der Gesundheitsministerkonferenz (GMK) vermieden werden. „Wir alle wollen so wenig Quarantäne wie möglich“, sagte Bayerns Gesundheitsminister und GMK-Vorsitzender Klaus Holetschek (CSU). Der Präsenzunterricht solle so weit wie möglich stattfinden können. Grundsätzlich soll bei einem Corona-Fall nicht mehr für die gesamte Klasse Quarantäne angeordnet werden. In der Regeln sollen nur das betroffene Kind und das von dem die Ansteckung ausging in Quarantäne. In Einzelfällen kann auch für symptomfreie Kinder, die als wirklich ENGE Kontaktpersonen ausgemacht wurden, Quarantäne angeordnet werden. Dabei handele sich immer um Einzelfallentscheidungen, wie Piazolo erklärte.

Diese Quarantäne-Regeln gelten jetzt für Schüler in Bayern

Sind die Lehrer mit den Maßnahmen zufrieden?

Zumindest mehrere Lehrerverbände sehen das Konzept der Staatsregierung nicht als ausreichend an. Die Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Lehrerverbände, in der vier Einzelverbände vertreten sind, bemängelt, dass es auch nach drei Corona-Wellen kein „klares Gesundheitskonzept für unsere Schulen“ gebe. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisiert ebenfalls die Pläne der Ministerien. Die GEW bemängelt beispielsweise wie die Arbeitsgemeinschaft, dass bislang nicht ausreichend Luftreiniger in den Klassenzimmern zur Verfügung stünden.

mz/mw/dpa

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