Neue Messe: Beinahe perfekt

Rosenheim - Rund 53.000 Besucher haben die Neue Messe 2010 in Rosenheim besucht. Damit liegen die Veranstalter zwar deutlich unter dem selbst gesteckten Ziel von 60.000 Besuchern, trotzdem sind sie zufrieden.  **Messe-Special**

Die Veranstalter sind zufrieden, denn: Die Aussteller machten gute Geschäfte:

Messe-Special:

rosenheim24.de/neuemesse

Die Konkurrenz in den vergangenen Wochen und Monaten war groß: Landesgartenschau, Herbstfest, Bad Feilnbacher Apfelmarkt und zahlreiche Kirchweihfeste. "Die Veranstaltungsvielfalt in der Region Rosenheim ist enorm", erklärt Peter Kinold. Nicht zuletzt darin sieht der Messe-Macher einen Grund für das Verfehlen der ambitionierten 60.000-Besucher-Marke. Aber auch die wirtschaftliche Stärke im Süden und Osten Oberbayerns, wo praktisch Vollbeschäftigung herrsche, habe dazu geführt, dass vor allem unter der Woche weniger Besucher als erwartet durch die Messe-Hallen schlenderten. Kinold: "Die Leute haben an den Werktagen einfach keine Zeit, eine Messe zu besuchen".

Dennoch ist Kinold mit der Publikumsresonanz zufrieden. Zum einen, weil die letztjährigen Besucherzahlen übertroffen wurden, obwohl im Jahr 2008 ein Feiertag mehr im Messe-Programm enthalten war. Und zum zweiten, weil die Aussteller auf der Loreto-Wiese gute Geschäfte machten. "Die Themen Wellness, Energiesparen und hochwertiges Wohnen kamen bei den Verbrauchern sehr gut an", fasst Kinold zusammen.

Regionale Aussteller und ein interessantes Rahmenprogramm: Petra Einhoff alias "Dr. Sabine Eckstein", die Pathologin der TV-Serie "Rosenheim Cops" untersuchte am Wochenende auf der Neuen Messe das begehbare Darmmodell der Romed-Kliniken.

Auch wenn in den nächsten Tagen und Wochen noch analysiert werden müsse, wo genau die Gründe für die schwächelnde Besucherzahlen während der Woche zu finden sind, sieht sich Kinold mit seinem Konzept auf einem guten Weg. Klar, gibt er zu, falle es immer schwerer, sich angesichts unzähliger Spezialmessen und Verbraucherinformationsveranstaltungen von der Konkurrenz abzuheben. Entscheidend sei aber die Regionalität und der Unterhaltungswert einer Messe. "Wir haben sehr viele regionale Anbieter. Außerdem bieten wir viel Abwechslung, die Neue Messe ist auch für Familien interessant. Bei uns stimmt der Mix." Die hervorragende Resonanz auf das Rahmenprogramm gibt Kinold recht: Im Streichelzoo und der Orchideenschau drängten sich begeisterte Besucher.

Autogrammstunde der "Rosenheim Cops":

Neue Messe: Autogrammstunde der "Rosenheim Cops"

Oliver Döser, Vorstandsmitglied im Wirtschaftlichen Verband Rosenheim und OVB-Geschäftsführer, spricht mit Blick auf die Neue-Messe-Bilanz 2010 ebenfalls von "einer runden Sache". Natürlich, so Döser, "hätten wir gerne 60.000 Besucher gesehen." Aber er sei zufrieden, nicht zuletzt deshalb, weil die Zahlen der Vor-Messe erreicht beziehungsweise sogar leicht übertroffen wurden.

Samba-Trommler "Via Jante":

Samba-Trommler von "Via Jante" auf der Messe

Für Kinold und Döser ist nach der Messe aber schon wieder vor der Messe - der Neuen Messe 2012. Kinold: "Es ist immer traurig, wenn man die Arbeit von 18 Monaten in acht Tagen abbauen muss." Doch seine "Stadt auf Zeit" soll ja - vermutlich im Herbst - 2012 erneut ihre Tore öffnen. "Wir müssen jetzt bald den Termin festlegen."

Der begehbare Darm:

Der begehbare Darm auf der Neuen Messe

Geklärt ist aber schon heute die Frage, welchen Namen das "Messe-Kälbchen" tragen soll, das am vorvergangenen Sonntag das Licht der Welt erblickt hatte: Gabi soll das Tier nach dem Willen der rosenheim24-User heißen. Peter Kinold prophezeit dem Tier daher eine illustre Patin: "Ich bin optimistisch, dass die Oberbürgermeisterin die Patenschaft übernehmen wird."

Starbulls auf der Neuen Messe:

Starbulls auf der Neuen Messe

Stefanie Zipfer (Oberbayerisches Volksblatt)

Quelle: rosenheim24.de

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