Eine Halle unter Strom

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Da gibt es viel zu sehen: ein Bild von gestern Nachmittag.

Rosenheim - Die Messebesucherin aus Frasdorf kommt in Halle 7 gleich zur Sache: "Mia mächatn auf da Wedaseitn neie Fensta neimacha", sagt sie. So läuft die Messe aus Sicht der Aussteller:

Fünf Minuten später, steht am Stand der Schreinerei Wolf (Heufeld) eine neue Kundin im Auftragsbuch. Kein Wunder, dass Gambos zufrieden ist: "Das Interesse ist groß, speziell an neuen wärmedämmenden Fenstern. Der Aufwand für die Messe rentiert sich", zieht der Mann im hinteren rechten Eck der Halle 7 nach sechs von neun Messetagen in Rosenheim eine positive Bilanz. Er befindet sich in der Halle, die quasi unter Strom steht: Dort dreht sich alles um die Themen Energie, Sanieren und Geld sparen - auch 20 Meter weiter links bei Lukas Zollner von der Firma "Energie Kraft Süd" aus Ainring. Der Fotovoltaik-experte hätte sich dagegen mehr Resonanz erwartet.

So ist es heuer wie immer: Manche Aussteller sind begeistert, andere etwas enttäuscht. Aber sie alle hoffen nun auf ein Finale mit idealem Messewetter: keine Sonne, aber auch kein Regen. "Die letzten Tage war es zu warm", sagt Rudolf Pielmeier vom ADAC-Stand, während er sich eine Schweißperle von der Stirn wischt. Bis einschließlich Sonntag, täglich von 9 bis 18 Uhr, geht es auf der Loretowiese noch rund.

Mittendrin auf der Messe Rosenheim: die neuesten Automodelle.

Wer den Eingang am Kapuzinerweg nimmt, muss sich nicht lange herantasten an die Messe 2012: Von der Kasse geht es direkt hinein in schicke Wohnwelten aus Teakholz und Marmor, danach vorbei an den Schoko- und Zimtballen der heimischen Konditoren. Ein süßer Einstieg in die bunte Messewelt, in der über 300 Aussteller auf dem Freigelände und in 14 Hallen alle Register ziehen: Natürlich gibt es auch Deftiges und Saures; Luxuriöses, Nützliches, Alltägliches. Man kann sich einen Rasenmäher oder Staubsauger kaufen, natürlich auch ein Auto, ja sogar - nach dem Motto "Freiheit statt Miete" - ein Haus bauen lassen; sich aus der Hand lesen lassen, Arbeit suchen oder ein Bankkonto eröffnen.

Die Branchen, die in der warmen Jahreshälfte boomen, haben Anfang Mai natürlich einen zeitlichen Vorteil. Die Markise für die Terrasse muss jetzt her, der neue Kaminofen hat dagegen noch Zeit. Kein Wunder, dass sich manche Aussteller gerne wieder einen Herbsttermin - so wie vor zwei Jahren - wünschen. Aprilwetter gibt es aber auch in der Politik. So hat den Herstellern der Photovoltaikanlagen die jüngste Kürzung der Förderungen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Rentiert es sich jetzt noch, Kollektoren aufs Dach montieren zu lassen? Wer das wissen will, ist auf der Messe richtig.

ls/Oberbayerisches Volksblatt

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Quelle: rosenheim24.de

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