Messe Rosenheim:

"Hochwasser kann nicht immer verhindert werden!"

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Rosenheim - In Halle 14 (Landkreishalle) informierte Ronald Zillmer vom Landratsamt Rosenheim über das frühzeitige Erkennen von Hochwasserrisiken und Vorsorgemaßnahmen.

Regierungsrat Zillmer ist der Leiter des Sachgebietes 5 des LRA, das für die öffentliche Sicherheit und Ordnung zuständig ist. Dieses arbeitet bei drohenden Katastrophen, also auch Hochwasser und Überschwemmungen, eng mit dem Wasserwirtschaftsamt, den Städten und Gemeinden sowie Polizei und Feuerwehren sowie anderen Rettungs- und Hilfsdiensten zusammen.

Zillmer erläuterte: „Hochwasser und damit auch Überschwemmungen sind Naturereignisse, die nicht in jedem Falle durch technische und bauliche Maßnahmen verhindert werden können.“ Deshalb seien die frühzeitige Warnung von Betroffenen und die rechtzeitige Mobilisierung von Einsatzkräften wichtig, um Gefahren und Schäden durch Hochwasser zu begrenzen. Für die Hochwasserwarnung an Oberflächengewässern sind die Bundesländer zuständig.

In Bayern wurde dafür der Hochwassernachrichtendienst (HND) eingerichtet. Durch Sammlung und Auswertung von Wasserstands-, Abfluss- und Niederschlagsdaten in der Hochwasser-Nachrichtenzentrale am Bayerischen Landesamt für Umwelt werden die vorstehend genannten Behörden und Organisationen über aktuelle Gefahren informiert. Meldepläne stellen sicher, dass die Informationen über die Landratsämter bis zu den betroffenen Städten und Gemeinden weitergeleitet werden. Um über das Ausmaß von Überschwemmungen einfach und klar informieren zu können, werden die Situationen mit Hilfe von vier Meldestufen beschrieben. Wie kann nun der einzelne Bürger zuverlässig das Hochwasserrisiko am eigenen Wohnort beurteilen? „Dazu“, so beantwortete der Sachgebietsleiter die Frage, „gibt es den IÜG (Informationsdienst Überschwemmungsgefährdete Gebiete)“.

Den IÜG finde man im Internet unter www.iug.bayern.de. Mit Hilfe der dort gezeigten Karten könne jeder das Hochwasserrisiko am eigenen Wohnort beurteilen und entsprechende Vorsorge-Maßnahmen treffen. Derzeit gehe man von festgesetzten, vorläufig gesicherten und weiteren ermittelten Überschwemmungsgebieten mit „unterschiedlichen Eintrittswahrscheinlichkeiten“ aus. Nach den Überschwemmungen im Landkreis Rosenheim, über die örtliche und überregionale Medien – darunter auch Rosenheim 24 – im Juni 2013 detailliert berichtet hatten, sind zahlreiche bauliche und technische Maßnahmen zum Hochwasserschutz abgeschlossen worden bzw. werden sie noch durchgeführt.

Auf Grund der zu erlangenden Informationen ist jedoch jeder Bürger gehalten, für sich, seine Familie und sein Eigentum individuelle Hochwasserabsicherungen vorzunehmen bzw. vornehmen zu lassen. Informationen zur individuellen Hochwasservorsorge findet man unter www.lfu.bayern.de: Wasser/Hochwasser: Wasser/Hochwasser.

ele

Quelle: rosenheim24.de

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