Starbulls plauderten aus dem „Nähkästchen“

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Rosenheim - Die Starbulls präsentierten sich am Mittwoch auf der Medienbühne der Neuen Messe. Dabei zeigten sich Spieler und Trainer von ihrer ganz persönlichen Seite und plauderten aus dem „Nähkästchen“.

Eishockeyfans zeigten sich von diesem Messe-Beitrag des Oberbayerischen Volksblattes begeistert. Als besonderes „Schmankerl“ wurden am Schluss zehn Dauerkarten und ein Trikot mit allen Spielerunterschriften unter die Besucher gebracht.

Starbulls auf der Neuen Messe

Vorstand Wilhem Graue, Trainer Franz Steer, Nachwuchstrainer Tom Schädler und die Spieler Stephan Gottwald und Robin Hanselko stellten sich den Fragen der beiden Redakteure Thomas Neumaier und Ulrich Nathen. Die verstanden es gut, die Eishockeyprofis neben ihrer sportlichen Seite auch einmal ganz privat zu zeigen.

Stephan Gottwald und Robin Hanselko gehören zu den Vorzeigespielern der Starbulls, machten beim jüngsten Spiel gegen Freiburg wieder durch gute Aktionen und Tortreffer auf sich aufmerksam. Beide sind „Rosenheimer Eigengewächse“ und ihre Karriere bei den Starbulls begann schon früh, wie sie auf der Medienbühne erzählten.

Schon im Vorschulalter hat es beide auf das Eis gezogen. Durch eifriges Trainieren kämpften sie sich bis an die Spitze und können es jetzt manchmal noch gar nicht so richtig glauben, so weit gekommen zu sein. „Wenn man sich in einem vollen Stadion aufwärmt und begeistert angefeuert wird, ist das ein unglaublich schönes Gefühl“, erzählte Robin Hanselko und Kapitän Stephan Gottwald stimmte ihm da voll: „Jetzt spielt man da, wo man früher seine großen Idole bewundert hat. Das ist toll“.

Die bisherige Saisonbilanz fiel von beiden Spielern durchwegs positiv aus. Das Spielen in der Zweiten Liga betrachten die beiden Eishockeyspieler aber nicht unbedingt als ihr persönliches Endziel. Ehrgeizig fassen sie einen weiteren Aufstieg ins Auge.

Der steht allerdings, zumindest mit den Starbulls, in den Sternen. Denn mittelfristig betrachtet, steht nach den Worten von Vorstand Wilhelm Graue ein Aufstieg in die Erste Liga nicht zur Debatte und das aus wirtschaftlichen Beweggründen heraus.

„Das Eintrittsgeld in die Erste Liga beträgt 800.000 Euro. Das ist für unseren Verein nicht realisierbar“ , so Graue.

Sportlich gesehen würde man aber weiterhin an einem Vorwärtskommen arbeiten, denn: „Sport braucht ein Ziel. Je besser wir abschneiden, desto schöner.“

Zur Zeit stünde es dafür gut. Die Starbulls könnten sich trotz einiger Niederlagen sehen lassen, meinte auch Trainer Franz Steer: „Wir wurden noch von keiner Mannschaft vorgeführt“.

Allerdings sparte Steer auch nicht an Kritik an den eigenen Männern: „Die Starbulls bestehen aus sehr jungen Spielern. Drei Viertel haben noch keine Liga-Erfahrung. Sie müssen nun lernen, dass sie immer 100 Prozent geben müssen, sonst gibt es eben keinen Sieg.“

Mit dem Eintritt in die höhere Liga habe sich einiges im Mannschafts-Aufbau verändert. Klar sei, ohne die Mitwirkung ausländischer Spieler, gehe nun nichts mehr und die seien nicht leicht zu bekommen, vor allem angesichts der begrenzten finanziellen Möglichkeiten.

Damit auch in Zukunft möglichst viele gute Spieler aus den eigenen Reihen kommen, wird höchster Wert auf gute Nachwuchsarbeit gelegt. Dafür verantwortlich ist Nachwuchstrainer Tom Schädler. Der erinnerte sich auf der Medienbühne auch an seine eigenen Anfänge als Eishockey-Spieler zurück und gab informative Einblicke darüber, wie Kinder in diese Sportart einsteigen können und was ihre Eltern dafür an Geld investieren müssen.

Wie sich so eine Eishockeyausrüstung genau zusammensetzt, zeigte Robin Hanselko anschaulich. Er „entkleidete“ sich für die Zuschauer Schicht für Schicht. Über sein Trikot, versehen mit allen Spieler-Unterschriften, konnte sich dann eine Besucherin freuen.

wu/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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