Miesbacher Landrat gibt Doktortitel ab

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Wird seinen Doktortitel nicht mehr tragen - unabhängig von der Entscheidung der Universität.

Miesbach - Noch ist unklar, ob Jakob Kreidl (CSU) aufgrund eines Plagiats seinen Doktortitel verlieren wird. Unabhängig davon verzichtet er nun freiwillig darauf.

Der Landrat verkündete am Donnerstag in einer Erklärung, dass er "vor einer Entscheidung der Universität freiwillig auf den Doktortitel" verzichtet. Kreidl (60) ist auch Präsident des Landkreistags.

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Plagiatsvorwurf gegen Miesbacher Landrat

Weiter heißt es in seiner Erklärung: "Aufgrund der jetzt durch mich erfolgten kritischen Prüfung meiner Dissertation musste ich feststellen, dass mir bei meiner Arbeit bedauerlicherweise eine Vielzahl an Fehlern unterlaufen ist. Nach den zu Recht strengen wissenschaftlichen Maßstäben habe ich zum Teil unkorrekt bzw. nicht vollständig zitiert und Quellenhinweise nicht in vollem Umfang aufgeführt."

Der Landrat entschuldigt sich dafür. Auf der Internetseite vroniplag wurden im März Vorwürfe gegen die Doktorarbeit "Der Kosovo-Konflikt. Vorgeschichte, Verlauf und Perspektiven. Zur Stabilisierung einer Krisenregion" laut. Auf 27 Seiten seien 50-75 Prozent Plagiatstext und auf 15 Seiten mehr als 75 Prozent Plagiatstext gefunden worden.

Laut dem Bayerischen Rundfunk macht der Landrat nun aber auch der Universität der Bundeswehr in Neubiberg schwere Vorwürfe. Zwei Professoren hätten schließlich seine Arbeit geprüft, die er 2005 abgab und keine Fehler gefunden. Außerdem habe er auch eine "strenge mündliche Prüfung" bestanden.

Quelle: rosenheim24.de

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