Neubau bei Schön Klinik in Vogtareuth

"Sicherheit für die Kleinen und Kleinsten"

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(v.l.) Dr. Alexander Hauenschild, Carla Naumann, Dr. Markus Hamm, MdL Klaus Stöttner, Christopher Schön, Dieter Schön, Ruth Nowak, Dr. Susanne Nolte-Schön, Dr. Tim Guderjahn, Dr. Michael Knapp und Rudolf Leitmannstetter, Bürgermeister der Gemeinde Vogtareuth bei der feierlichen Eröffnung des neuen OP-Gebäudes am Dienstag
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Vogtareuth - Für rund 50 Millionen Euro errichtete die Schön Klinik in den vergangenen Jahren ein neues OP-Gebäude. Das Ergebnis wurde am Dienstag offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt: 

Nach drei Jahren Bauzeit und einem Investitionsvolumen von 48 Mio. Euro, wurde am Dienstag der neue OP-Trakt der Schön Klinik in Vogtareuth feierlich eingeweiht. rosenheim24.de hatte bereits vorher die Möglichkeit, sich die neuen Arbeitsräume der Ärzte genauer anzusehen.

Mit ihren vielen unterschiedlichen Fachabteilungen bietet die Klinik im Zentrum des Landkreises Rosenheim ein spezialisiertes Angebot. "Wir sind kein Grund- und Regelversorger, sondern verfügen über viele Spezialgebiete", erklärte Klinikleiter Dr. med. Tim Guderjahn zur Position des Hauses im Gesundheitssystem. Dennoch präsentiere sich die Schön Klinik mit rund 1.300 Mitarbeitern, 240 mehr als noch im Vorjahr, und einem Jahresumsatz von um die 110 Mio. Euro als einer der größeren Arbeitgeber in der Region. Mit der massiven Investition in das neue OP-Gebäude samt Intensivstation und Steril-Anlage im Kellergeschoß, wolle man auch künftig "in der ersten Liga mitspielen". "Das wird nicht die letzte Investition am Standort Vogtareuth gewesen sein", gab Guderjahn dabei einen kurzen Ausblick auf künftige Pläne.

Mehr Komfort für Patienten und Ärzte

Bei einer jährlichen Operations-Kapazität von 6.500 Patienten soll der Neubau auf dem Gelände in Vogtareuth in erster Linie die vorhandene Infrastruktur erweitern und mittelfristig ersetzen. Statt wie bisher über 8 OP-Säle, verfügt die Klinik nun über insgesamt 12 Räume, in denen Patienten versorgt werden können. Zusätzlich haben die Planer der neuen Räumlichkeiten auf die Wünsche der Ärzte gehört und einige Abläufe im täglichen Betrieb optimiert. "Das sogenannte "Rüsten", die Vorbereitung der Werkzeuge, die die Ärzte für die Operationen benötigen, war vorher erst möglich, nachdem der Patient operiert und der Saal aufwendig sterilisiert wurde. Die Instrumente wurden dann direkt im OP hergerichtet", erklärte Klinikleiter Guderjahn.

Jetzt sind diese vorbereitenden Maßnahmen bereits parallel zum Betrieb möglich. Ein eigens angelegter "steriler Flur" verbindet die OP-Säle mit einem gesonderten Raum, in dem diese Arbeit erledigt werden kann. Der Vorteil: Keine Wartezeit für die Ärzte und Arbeit ohne Druck für die Assistenten. Zudem wird durch diese Anordnung gewährleistet, dass kontaminiertes Material nicht mit sterilem Gut in Verbindung kommen kann. "Ein weiterer Sicherheitsmechanismus, der Weg der Instrumenten-Aufbereitung führt nur in eine Richtung, wie eine Einbahnstraße", verdeutlichte der Klinikleiter.

Doch auch für die Patienten bietet der Neubau ein neues Plus an Komfort. "Alle Intensivpatienten haben Einzelzimmer. Zudem wird gewährleistet, dass es möglichst kurze Wege gibt, um Transport-Traumata zu minimieren", erklärte der stellvertretende Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie, Dr. med. Marcus Burgau. Ein Schockraum mit separatem Computertomograf und zusätzliche Sicherheit durch neueste Überwachungs-Features runden das Angebot der Klinik ab.

Bilder vom Rundgang durch den OP-Trakt der Schön Klinik in Vogtareuth

Rundgang durch das neue OP-Gebäude

Investitionen in den vergangenen 3 Jahren: 60 Mio. Euro

"Gerade für die Kleinen und Kleinsten wollen wir hier höchste Sicherheits-Standards", bestätigte auch Dr. med. Manfred Kudernatsch, der Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie und Epilepsie-Chirurgie. Von modernster Narkose-Technik über Neuro-Navigation bis hin zur Roboter-Technik fänden zahlreiche Werkzeuge Verwendung, um möglichst schonende Eingriffe zu ermöglichen. Dabei könnten im größten der neuen Säle mit rund 60 Quadratmetern, mühelos bis zu 10 Personen im OP arbeiten.

Parallel zum neuen OP-Gebäude wurde auch ein zusätzlicher Neubau, speziell für Kinder, geplant und realisiert. Für insgesamt 12 Mio. Euro wurde der Trakt bereits im vergangenen Jahr nach einer Bauzeit von 24 Monaten fertig gestellt. In den sogenannten "Eltern-Kojen" können die Begleitpersonen während des gesamten Krankenhaus-Aufenthalts ihrer Kleinen in deren nähe wohnen und schlafen.

Quelle: rosenheim24.de

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