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Nach Zwischenfall in London: Eine Verletzte bei Evakuierung - Polizei gibt Entwarnung

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War Morddrohung ein Missverständnis?

Auf Flucht vor Mann: Polizei findet Frau mit vier Kindern auf A8

Bernau am Chiemsee - Ein kurioser Fall beschäftigt die Rosenheimer Fahnder. Eine syrische Frau flüchtet aus Dänemark vor ihrem Mann. Dann gibt es ein Happy End auf der A8.

Eine aufregende Nacht hatten die bayerischen Schleierfahnder der Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim am Mittwoch auf der Autobahn A8 in Richtung Salzburg. Um 4 Uhr entdeckten sie einen Peugeot 307 mit dänischem Kennzeichen, den sie bereits seit Dienstag auf ihrer Fahndungsliste ganz oben stehen hatten.

Die dänischen Kollegen baten per internationalem Fahndungsersuchen um Hilfe. Eine schwangere Frau (29) syrischer Abstammung hatte sich laut Polizeilage mit ihren vier kleinen Kindern im Alter von zwei bis elf Jahren in Dänemark in ein Frauenhaus geflüchtet.

Ihr 38-jähriger syrischer Ehemann hatte angeblich gedroht, die gesamte Familie umzubringen und die Leichen in eine Kühltruhe zu stecken, falls sie sich von ihm tatsächlich trennen will.

Am Sonntag verschwand die Frau samt Kindern ohne Nachricht aus dem Frauenhaus - spurlos. Es bestand die Befürchtung, dass der Ehemann sie aus der Schutzeinrichtung gelockt hatte, um seine Drohung wahr zu machen. Auch er war ab diesem Zeitpunkt nicht mehr aufzufinden.

Als die Rosenheimer Schleierfahnder am Dienstagmorgen um 4 Uhr das Auto des Ehemanns bei Rosenheim sichteten, zogen sie mit Hilfe der Polizeieinsatzzentrale mehrere Streifen zusammen und stellten das Auto bei Bernau sicher.

Entgegen der Befürchtung einer Entführung und Bedrohung gaben sich die Insassen, Ehepaar mit Kindern, gut gelaunt. Alle freuten sich auf einen vierwöchigen Urlaub in der Türkei und das Treffen mit Familienmitgliedern. Sie zeigten sich lediglich erstaunt über das große Polizeiaufgebot und enorme Interesse an ihnen und ihren Eheproblemen.

Das Ehepaar wurde getrennt zur die Dienststelle der Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim gebracht und mittels Dolmetscher über die amtlich bekanntgewordenen Drohungen in Dänemark und ihr "Verschwinden" befragt. Parallel nahmen die bayerischen Polizisten telefonischen Kontakt mit den dänischen Kollegen auf.

Letztendlich konnte die Familie einige Stunden später ihre Urlaubsreise fortsetzen, nachdem zweifelsfrei feststand, dass keine Bedrohungslage bestand, alle freiwillig im Auto in Richtung Türkei saßen und Frau wie Kinder wohlauf und unversehrt waren.

Pressemitteilung der Polizeiinspektion Fahndung Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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