Ermittler vergleichen Fälle

Tötete Franziskas Mörder auch eine Studentin?

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Blick auf den Rathei-Weiher zwischen Zell und Karlshuld im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen (Bayern) am 17.02.2014. Am Vortag hatten zwei Angler in dem Weiher die Leiche von Franziska gefunden.

Kufstein/Neuburg a.d. Donau - Hat Franziskas Mörder auch noch eine Studentin in Kufstein auf dem Gewissen? Die Ermittler prüfen derzeit mögliche Parallelen der beiden Fälle.

Nach dem Sexualmord an einer Zwölfjährigen in Neuburg a.d. Donau untersuchen Ermittler in Tirol mögliche Parallelen zum Fall einer in Kufstein getöteten Studentin. „Das ist Routine, dass wir bei Gewaltverbrechen ähnliche Fälle in einem Umkreis von 500 Kilometern überprüfen“, sagte der österreichische LKA-Chef Walter Pupp am Samstag und bestätigte damit einen Bericht der „Augsburger Allgemeinen“. „In beiden Fällen wurden Mädchen erschlagen.“

Die Leiche der zwölfjährigen Franziska war am 16. Februar bei einem Baggersee in Neuburg westlich von Ingolstadt aufgefunden worden. Wenige Stunden später nahm die Polizei einen 26-Jährigen auf der Flucht fest. Er hat den Mord gestanden. Nun soll die DNA des Tatverdächtigen mit Spuren des Falles in Kufstein abgeglichen werden. Das Ergebnis soll in einigen Wochen vorliegen.

Polizisten prüfen, ob der Verdächtige zum fraglichen Zeitpunkt in Österreich war

Am 12. Januar hatten österreichische Polizisten am Ufer des Inns die Leiche einer 20-jährigen Französin entdeckt, die aus der Gegend von Lyon stammte und vier Monate im Rahmen eines Austauschprogrammes in Kufstein studiert hatte. Freunde und Studienkollegen hatten die junge Frau zuvor als vermisst gemeldet. Todesursache waren laut Obduktion heftige Schläge auf den Kopf. Taucher fanden schließlich die Tatwaffe, eine Eisenstange, im Inn.

„Wir wissen ja nicht einmal, ob der Verdächtige zum fraglichen Zeitpunkt in Österreich war“, sagte Pupp der Nachrichtenagentur APA. „Aber selbstverständlich werden wir dem nachgehen.“

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dpa

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