Geldeinsammler müssen in den Knast

Landkreis - Sie waren nur kleine Rädchen in der Trickbetrüger-Bande. Doch während die Hintermänner verschwunden sind, standen sie nun vor Gericht.

Insgesamt kassierten sie 24.000 Euro ab, in der ganzen Region von Burghausen bis Rosenheim. Nun standen drei junge Geldeinsammler aus Litauen vor dem Amtsgericht Mühldorf. Die Hintermänner aber, die für die Schockanrufe verantwortlich sind, bleiben verschwunden - ebenso wie das Geld! Dies berichtet der Mühldorfer Anzeiger am Donnerstag.

Mit Schockanrufen gelang es ihnen ältere Damen in Panik zu versetzen und zu irrationalen Handlungen zu verleiten. So wurde etwa eine Rentnerin (67), die vor Gericht aussagte, von einem angeblichen Anwalt angerufen. Ihr Sohn habe einen Unfall verursacht und eine Frau schwer verletzt. Nun brauche er dringend Geld für die Notoperation. Im Hintergrund weinte eine Frau und weil ihr Sohn zu dem Zeitpunkt tatsächlich im Urlaub war, wurde durcheinander gebracht.  

Plötzlich stand ein Abholer vor der Tür, um der überrumpelten Dame 3000 Euro abzunehmen, mehr hatte sie glücklicherweise nicht daheim.

Nun wurden sie Männer festgenommen, doch sind es nur kleine Fische, die schnell Geld verdienen wollten. Von ihren Hintermännern hätten sie nur kurzfristig Informationen über die Einsatzorte erhalten.

Die Männer wurden nun zu Freiheitsstrafen zwischen 27 bis 30 Monaten verurteilt.

mg

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser