Am Rathaus

Plakat-Aktion in Mühldorf wegen fehlendem Schriftzug?

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Dieses Plakat hing am Sonntagmorgen am Mühldorfer Rathaus.

Mühldorf - Nach der Plakat-Aktion am Rathaus ermittelt die Polizei weiterhin nach den Verantwortlichen. Der Hintergrund der Aktion kann momentan nur vermutet werden.

Update, 15.15 Uhr

Leser von innsalzach24.de wiesen die Redaktion darauf hin, dass die Plakataktion ein Protest gegen einen dieses Jahr am Rathaus fehlenden Schriftzug sein könnte. Bisher stand dort "Gesegnete Weihnacht" zu lesen. Nun sind es nur noch zwei Mühlradl und Sterne. 

Gegenüber dem Wochenblatt rechtfertigte Zollner dies bereits Anfang Dezember auf Nachfrage damit, dass das jetzige Weihnachtsdesign nicht mehr zum Schriftzug passe. Eine Nachrüstung des Schriftzugs mit jetzt verwendeten LED-Lampen sei nicht möglich gewesen.

Erstmeldung

"Wir ermitteln derzeit noch gegen Unbekannt", erklärte eine Beamtin der Mühldorfer Polizeiinspektion auf Nachfrage von innsalzach24.de. "Ein Kollege war gleich, nachdem das am Sonntag bekannt geworden ist vor Ort und hat das Plakat abgenommen", erläuterte die Beamtin, "Aber wer da konkret dahinter steckt, wissen wir noch nicht." 

"Gesegnete Weihnachten - Identitäre Bewegung" stand auf dem großen gelben Plakat, das am Sonntagmorgen plötzlich am Mühldorfer Rathaus hing. Es war vermutlich in der Nacht dort aufgehängt worden. Ein offizielles Bekenntnis der Gruppe zu der Aktion gibt es noch nicht.

Es ist nicht das erste Mal, dass das Thema "Identitäre Bewegung" Mühldorf beschäftigt. Im November beschäftigte die "Nikolaus-Affäre" die Gemeinde. Der Nikolaus-Darsteller Peter Mück wurde durch dei Bürgermeisterin auf Grund eines Likes für einen Facebook-Post der Bewegung entlassen. Als Bedienung für eine Wiedereinstellung nannte sie eine Distanzierung von der Bewegung. Zwar tat Mück dies, verzichtete aber gleichzeitig auf eine Fortbeschäftigung als Nikolaus.

Im Zuge dessen machten auch Rücktrittsforderungen gegen das Gemeindeoberhaupt die Runde, die diese aber auf einer Bürgerversammlung deutlich zurückwies.

Hinweis der Redaktion:

In der ursprünglichen Meldung hieß es, dass sich Nikolaus-Darsteller Peter Mück geweigert habe, sich von der Identitären Bewegung zu distanzieren. Dies ist nicht korrekt. Vielmehr hatte sich Mück ausdrücklich von der Bewegung distanziert. Weiterhin enthielt der Artikel ursprünglich die Formulierung, es habe Rücktrittsgerüchte um Bürgermeisterin Marianne Zollner gegeben. Auch dies ist nicht korrekt, es waren Rücktrittsforderungen durch Kritiker der Bürgermeisterin. 

Quelle: innsalzach24.de

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