Eine Gefahr für die Allgemeinheit?

München/Bad Aibling - Bei ihrer Fahrweise hätte es viele Todesopfer geben können. Seit gestern muss sich eine rasende Putzfrau vor dem Landgericht verantworten.

Nikolina B. (27) jagte ihren Renault mit Höchstgeschwindigkeit erst durch München, dann über die A8 und provozierte mit ihren mörderischen Überholmanövern beinahe einen Unfall. Seit gestern wird der rasenden Putzfrau vor dem Landgericht München der Prozess gemacht.

Ihren Führerschein hatte Nikolina B. schon Ende 2011 abgeben müssen, nachdem sie im Münchener Stadtgebiet mit Tempo 100 geblitzt worden war. Sie flüchtete vor der Polizei, düste bei Rot über Ampeln. Fußgänger hechteten im letzten Moment zur Seite. Sie wurde in die Psychiatrie eingewiesen, kam aber bald wieder frei.

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Am 12. November setzte sich Nikolina B. wieder ans Steuer ihres Renault, wieder ging es mit Tempo 120 durch München, wieder hatte sie die Polizei auf den Fersen, die ihr mit Blaulicht folgte. Mit 160 Sachen ging es durch die Landeshauptstadt, bald setzte sich die Jagd auf der A8 fort. Bei irrsinnigen Überholmanövern wechselte sie permanent die Fahrspuren. Oft wich sie auf die Standspur aus - mit 230 km/h!

Erst an der Ausfahrt Bad Aibling war die Wahnsinnsfahrt zu Ende. Nikolina B. wechselte von der ganz linken Spur abrupt auf den Verzögerungsstreifen und konnte nicht mehr bremsen. Der Laguna prallte gegen die Leitplanke, Totalschaden. Nikolina B. blieb dabei unverletzt.

"Ich hatte Angst, wieder nach Haar zu kommen", sagte sie gestern vor Gericht. Doch genau darum geht es in dem Prozess: Weil sie "für die Allgemeinheit gefährlich ist", so die Anklage, soll die 27-Jährige in einer Klinik untergebracht werden.

ebu/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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