Münchner Studentin verurteilt 

Freund beim Sexspiel mit Kreissäge getötet: Das Urteil

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Die wegen Mordes angeklagte Gabriele P. sitzt auf der Anklagebank des Münchener Landgerichts.
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München - Mit einer Handkreissäge tötete eine Frau ihren damaligen Freund beim Sex. Mord oder Totschlag? Das Urteil im Prozess gegen die 32-Jährige ist am Freitagmittag gefallen: 

UPDATE, 12.10 Uhr: 

Weil sie ihren Freund mit einer Handkreissäge umgebracht hat, ist eine Studentin zu zwölf Jahren und sechs Monaten Haft verurtei lt worden. Das Landgericht München sprach die 32-Jährige des Totschlags an ihrem damaligen Lebensgefährten schuldig.

Damit folgte das Gericht dem Plädoyer der Verteidigerin, die im Gegensatz zur Staatsanwaltschaft keine lebenslange Freiheitsstrafe wegen heimtückischen Mordes gefordert hatte. Nach Überzeugung des Gerichts hat die Angeklagte den Mann Ende 2008 in Haar bei München beim Sexspiel mit der Kreissäge getötet.

dpa

Vorbericht:

Eine heute 32 Jahre alte Pädagogin hat vor Gericht gestanden, ihren Freund beim Sexspiel getötet zu haben. Mit einer Handkreissäge, so die Staatsanwaltschaft, attackierte sie Ende 2008 seinen Oberkörper und trennte ihm - wohl als er nach den heftigen Schnitten schon tot war - den Kopf ab. Mit einer zugeklebten Taucherbrille auf dem Kopf war er an sein Bett gefesselt. Nun soll am Freitag gegen 11.30 Uhr das Urteil gefällt werden.

Der Prozess hatte Mitte Februar begonnen. Am vergangenen Freitag wurden vor dem Landgericht München I die Plädoyers gehalten. Die Anklage hatte lebenslange Haft für die damalige Freundin des Opfers gefordert - wegen heimtückischen Mordes.

Verteidigerin plädiert auf Totschlag

Die Verteidigerin der Angeklagten plädierte auf Totschlag und eine Freiheitsstrafe von zehn Jahren. Die Tat sei nicht aus Heimtücke geschehen, sagte sie im Anschluss an ihr rund einstündiges Plädoyer. Dass das Opfer während der Tat wehrlos war, könne man nicht beweisen.

Als Tatmotiv gab die Angeklagte Angst vor ihrem Lebensgefährten an. Ihr damaliger Freund habe sie jahrelang gedemütigt und zu Sexspielen gezwungen, die sie nicht wollte. Sie könne sich nach wie vor nur daran erinnern, "die Kreissäge nach vorne gedrückt zu haben", sagte sie vor Gericht. Wie es dazu gekommen sei, wisse sie nicht.

Erst 2016 kam die Tat ans Licht. Mit ihrem neuen Freund hatte die Angeklagte den Toten im Garten ihrer Wohngemeinschaft vergraben. Der Verlobte sitzt deswegen bereits im Gefängnis.

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jg

Quelle: rosenheim24.de

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