Uhren nachts von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt

Zeitumstellung 2017: Ab jetzt gilt wieder die Winterzeit!

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München/Landkreis - In der Nacht war es wieder so weit: Die Uhr wurde auf die Winterzeit umgestellt. Doch wird bei der Zeitumstellung im Herbst die Uhr vor- oder zurückgedreht? Hier finden Sie alle Infos zur Zeitumstellung.

Alle Jahre wieder die gleiche Prozedur im Herbst: Im Oktober werden die Uhren umgestellt - und zwar am letzten Wochenende des Monats. In der Nacht auf Sonntag war es nun wieder so weit. Die Uhr wurde um 3 Uhr um eine Stunde auf 2 Uhr zurückgedreht.

Das heißt: In dieser Nacht haben wir eine Stunde Schlaf geschenkt bekommen. Es bedeutet aber auch: Künftig wird es eine Stunde früher dunkel.

Mit der Winterzeit gilt in Deutschland wieder die sogenannte Normalzeit. Diese wird auch Mitteleuropäische Zeit (MEZ) genannt und hat eine Differenz von genau einer Stunde zur Weltzeit.

Zeitumstellung: Warum wird das überhaupt gemacht?

Bis 1977 war die Winterzeit noch die einzige Zeit in Europa. Dann beschloss die Europäische Gemeinschaft - der Vorläufer der heutigen EU - die Einführung der Sommerzeit. Seit 1980 werden auch in der Bundesrepublik Deutschland im März die Uhren eine Stunde vor und im Oktober eine Stunde zurückgestellt. Die Einführung der Sommerzeit war eine Nachwirkung der Ölkrise des Jahres 1973. Durch die Zeitumstellung hoffte man, Strom sparen zu können: Eine Stunde mehr Tageslicht sollte eine Stunde weniger künstliches Licht aus der Steckdose bedeuten.

Mittlerweile gilt die Vorstellung, wonach die Sommerzeit dem Energiesparen dient, längst als widerlegt. Das Bundesumweltamt erläutert in einer Stellungnahme: "Durch das Vor- und Zurückstellen der Uhren sparen wir keine Energie: Zwar knipsen die Bürgerinnen und Bürger im Sommer abends weniger häufig das Licht an, allerdings heizen sie im Frühjahr und im Herbst in den Morgenstunden auch mehr – das hebt sich gegenseitig auf."

"Die Zeitumstellung führt zu keiner spürbaren Einsparung von Energie", sagt auch Robert Hienz, Geschäftsführer der E.ON Energie Deutschland. Unternehmen befürworten die Abschaffung der Zeitumstellung ebenfalls, da sie keine positiven Auswirkungen auf ihren Energieverbrauch sehen.

Auch der Bundesverband für Energie- und Wasserwirtschaft stellt sich hinter die Kritik an der Sommerzeit: "Die deutsche Energiewirtschaft kann seit Jahren keine Sparwirkung durch den Dreh am Zeiger erkennen", heißt es in einer Pressemitteilung. Für die Gegner der Umstellung gibt es jedoch eine positive Nachricht: Die EU-Kommission prüft aktuell Forderungen nach einer Abschaffung der Sommerzeit!"

dpa/tz/mw

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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