Trachtler und bayerische Fahnen im Landtag

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München - Seit zehn Jahren besteht nun die Vereinigung der bayerischen Trachtler. Deshalb trafen sich der bayerische Trachtenverband e.V. im Maximilianeum und würdigten das Ereignis.

Vor 10 Jahren ging ein langgehegter Wunsch vieler Trachtler in Erfüllung: Die beiden großen bayerischen Trachtenverbände schlossen sich zu einem Dachverband zusammen. Aus diesem Anlass versammelten sich im Lesesaal des Maximilianäums in München die Vertreter des Bayerischen Trachtenverbandes e.V. und seiner 22 angeschlossenen Gauverbände um in einer kleinen Feierstunde dieses historische Ereignis zu würdigen.

In seiner Begrüßungsrede freute sich Landesvorsitzender Max Bertl über die Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste aus ganz Bayern. Mit großer Freude begrüßte er den Vertreter des Hauses Wittelsbach, Prinz Ludwig von Bayern, den Hausherrn Landtagsvizepräsidenten Reinhold Bocklet, den Staatsminister für Wissenschaft, Forschung und Kunst Dr. Wolfgang Heubisch, die Vertreter der Landtagsfraktionen, die Bezirkstagspräsidenten von Ober- und Niederbayern Josef Mederer und Manfred Hölzlein, sowie die Ehrenvorsitzenden des Bayerischen Trachtenverbandes Otto Kragler und Otto Dufter. 

Otto Dufter wurde mit der Lehrer-Vogel-Medaille in Gold ausgezeichnet.

Umrahmt von den Fahnen und Standarten der Mitgliedsverbände würdigten Reinhold Bocklet und Dr. Wolfgang Heubisch den nun seit 10 Jahren bestehenden großen Dachverband mit mehr als 165.000 bayerischen Trachtenträgern und Brauchtumspflegern als Aushängeschild des Freistaates Bayern. Ein besonderes Lob erteilte Heubisch für die Jugendarbeit im Bayerischen Trachtenverband. Die mehr als 100.000 Kinder und Jugendlichen aus allen Teilen Bayerns, zusammengeschlossen in der Bayerischen Trachtenjugend, garantieren die Zukunft unserer Kultur und den Fortbestand unseres Brauchtums über die nächsten Generationen. Die ehrenamtliche Arbeit die hier geleistet wird, ist mustergültig und prägend für die Zukunft unseres Landes. Mit bedauern stellte der Minister fest, dass drei Gauverbände fehlen.

Es bleibe zu hoffen, dass diese bald wieder unter das Dach des Bayerischen Trachtenverbandes zurückfinden werden. In seiner Festansprache ging der Ehrenvorsitzende Otto Dufter auf die historischen Hintergründe der Verschmelzung der beiden Trachtenverbände ein, die fast 90 Jahre lang immer wieder angestrebt wurde, aber auf Grund unterschiedlichster Umstände und Widrigkeiten erst im Jahre 2002 verwirklicht werden konnte. Eine besondere Überraschung hatte der Landesvorsitzende für Otto Dufter parat. Unter stehenden Ovationen aller Anwesenden überreichte er seinem Amtsvorgänger die höchste Auszeichnung des Bayerischen Trachtenverbandes, die „Lehrer-Vogl-Medaille“ in Gold. Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde durch Musikanten der Münchner Schule für Bayerische Musik – Wastl-Fanderl-Schule, die auch den anschließenden Stehempfang mit wohlklingender bayerischer Volksmusik untermalten.

Nach einer Einführung in die Arbeit des Bayerischen Landtags und einem kleinen Rundgang durch das Hohe Haus hatten die Trachtler noch Gelegenheit, im Plenarsaal mit dem Minister zu Diskutieren.

Quelle: rosenheim24.de

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