Vater und Sohn in München angezeigt

Täuschend echte Waffe: Heikle Situation für Polizisten

München - Im Stadtteil Schwabing-West klopfte die Polizei an die Tür eines 22-Jährigen, der die Scheiben eines geparkten BMW eingeschlagen hatte. Begrüßt wurden die Beamten allerdings mit erhobene Fäusten und gezückter Schusswaffe. 

Am Sonntag, 18. Juni, gegen 2.30 Uhr, wurde ein 57-jähriger Bewohner der Schleißheimer Straße durch Lärm auf der angrenzenden Straße geweckt. Nach einem Blick aus dem Fenster stellte der Mann fest, dass die Scheiben seines geparkten BMW eingeschlagen worden waren. Er sah einen Mann von dem Fahrzeug weglaufen. 

Aufgrund der Personenbeschreibung führten die Ermittlungen zu einem 22-jährigen Mann, der in der Giselherestraße in München wohnt. Eine Nachschau an dessen Wohnadresse durch zivil eingesetzte Polizeibeamte der Polizeiinspektion 47 (Milbertshofen) erfolgte um 3.15 Uhr. 

Die Schusswaffe im Anschlag 

Erst nach mehrfachem Klopfen an der Wohnungstür sowie Rufe, mit denen sich die Beamten als Polizeibeamte zu erkennen gaben, sowie das Vorhalten des Dienstausweises am Türspion, wurde die Tür geöffnet. Hinter der Tür befanden sich zwei Personen. Der Tatverdächtige stand mit erhobenen Fäusten vor den Beamten und dessen Vater hielt eine Schusswaffe in Hüfthöhe. 

Unter Androhung des Schusswaffengebrauchs und unter vorgehaltener Dienstwaffe konnte der Vater zum Wegwerfen seiner Waffe gebracht werden. Der 56-Jährige wurde vorläufig festgenommen. Bei der Sicherstellung der Waffe, stellte sich heraus, dass es sich bei dieser um eine Gaspistole der Marke Walter P99 handelte. Diese war optisch zunächst in keiner Weise von einer echten Schusswaffe zu unterscheiden. 

Nach einer Anzeigenerstattung wurden beide Personen wieder entlassen.

Pressemitteilung Polizeipräsidium München 

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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