Schwerer Unfall in München-Großhadern

Rettungswagen gegen Audi: War das Martinshorn an?

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Schwerer Unfall am Mittwochabend in Großhadern.
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München - Schwerer Unfall am Mittwochabend im Stadtteil Großhadern: Beim Zusammenstoß eines Rettungswagens und eines Audi gab es drei Schwerverletzte. Die Straße musste über vier Stunden gesperrt werden.

UPDATE, 12.40 Uhr - Polizeimeldung:

Am Mittwoch, 12. Juli, gegen 17.30 Uhr, fuhr ein 60-jähriger Fahrer eines Krankentransporters aus Österreich von Slowenien nach München, um einen Patienten, der sich auf der Trage befand, in ein dortiges Krankenhaus zu bringen. Der Patient wurde während der Fahrt von einem Arzt begleitet und der Fahrer nutzte Sonder- und Wegerechte. Das Blaulicht war eingeschaltet. Ob akustische Signale zum Unfallzeitpunkt benutzt wurden, bedarf weiterer Ermittlungen.

Der Krankenwagen befuhr zum Unfallzeit die Würmtalstraße stadtauswärts und wollte in die Waldwiesenstraße nach links abbiegen, wobei die Ampel für diese Fahrtrichtung Rotlicht anzeigte. Zur selben Zeit fuhr eine 77-jährige Münchnerin mit ihrem Audi ebenfalls auf der Waldwiesenstraße und wollte die Würmtalstraße geradeaus überqueren. Für sie zeigte die Ampel Grünlicht an.

Der Fahrer des Krankentransportes ließ die erforderliche Sorgfalt außer Acht und kam nicht zum Stillstand im Kreuzungsbereich. Er übersah die von rechts kommende Münchnerin mit ihrem Auto und kollidierte mit dieser. Durch die Wucht des Aufpralls kippte der Krankentransporter auf die linke Seite und schlitterte weiter über die Kreuzung. Das Dach stieß danach gegen einen Lichtmast, so dass die Beleuchtungseinrichtungen des Mastes auf die Fahrbahn stürzten.

Die Autofahrerin, der behandelnde Notarzt sowie der Patient wurden durch den Zusammenprall schwer verletzt und mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Der Fahrer des Krankentransportwagens wurde leicht verletzt und ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Der Beifahrer des Krankentransportwagens blieb unverletzt.

An beiden Fahrzeugen entstand wirtschaftlicher Totalschaden und sie mussten vom Unfallort abgeschleppt werden. Der Lichtmast wurde so schwer beschädigt, dass dieser durch die Feuerwehr abgeschnitten werden musste. Die Staatsanwaltschaft München I ordnete ein unfallanalytisches Gutachten an.

Der Kreuzungsbereich wurde für eine Dauer von viereinhalb Stunden vollständig gesperrt und der Verkehr wurde abgeleitet.

Pressemeldung Polizeipräsidium München

Die Erstmeldung:

Um 17.37 Uhr ging nach Angaben unseres Partnerportals tz.de der Notruf ein, wonach sich der schwere Unfall an der Ecke Würmtalstraße/Sauerbruchstraße ereignet hätte. Ein Rettungsfahrzeug aus der Steiermark in Österreich war auf einer Rückholfahrt aus Slowenien unterwegs zum Krankenhaus Großhadern. Wie die Polizei mitteilte, war der Rettungswagen mit Blaulicht unterwegs und fuhr dort bei Rot in die Kreuzung ein. Das Martinshorn war nach ersten Erkenntnissen nicht eingeschaltet.

Eine Münchnerin fuhr zur gleichen Zeit mit ihrem Audi ebenfalls in die Kreuzung Würmtalstraße/Sauerbruchstraße ein, wo die beiden Fahrzeuge ineinander krachten. Der Rettungswagen kippte auf die Fahrerseite um.

Schwerer Unfall mit Rettungswagen in München

Im Rettungswagen befanden sich zwei Sanitäter sowie ein Patient, ein 78-jähriger Mann, und der Notarzt. Der Patient, der durch eine Vorerkrankung bereits schwer krank gewesen war, kam nach dem Unfall schwerstverletzt in den Schockraum einer Münchner Klinik. Auch die Audi-Fahrerin wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Die restlichen Beteiligten wurden leicht verletzt.

tz/mw

Quelle: rosenheim24.de

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