Fußballverband schließt zwei Spieler aus

München/Rosenheim - Zwei Verbandsausschlüsse für Spieler und 500 Euro Geldstrafe für den Verein sind das Urteil des Sportgerichts nach dem Skandalspiel bei Iliria Rosenheim.

Das Verbands-Sportgericht des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hat die beiden Spieler des FC Iliria Rosenheim, die beim A-Klasse-Spiel gegen den ESV Rosenheim am 3. Oktober 2012 den Schiedsrichter bzw. den Gäste-Trainer körperlich attackiert und schwer verletzt hatten, aus dem Bayerischen Fußball-Verband ausgeschlossen.

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Sie dürfen somit keinem Mitgliedsverein des BFV mehr angehören. Außerdem verhängte das Verbands-Sportgericht gegen den FC Iliria Rosenheim eine Geldstrafe in Höhe von 500 Euro wegen „Verletzung der Platzdisziplin“. Das Sportgericht sieht es als erwiesen an, dass der eine der beiden Spieler den Schiedsrichter durch zwei gezielte und massive Faustschläge ins Gesicht schwer verletzt hat und die Verletzungen des Gäste-Trainers durch einen gezielten Tritt des anderen Spielers in den Brust- und Bauchbereich verursacht wurden. Das Verhalten beider Spieler stellt nach der Rechts- und Verfahrensordnung des BFV eine Tätlichkeit in einem besonders schweren Fall dar.

Außerdem stellte das Verbands-Sportgericht fest, dass der Heimverein FC Iliria Rosenheim seinen Pflichten zum Schutz des Schiedsrichters und auch des gegnerischen Trainers nicht ausreichend nachgekommen ist und somit nach der Rechts- und Verfahrensordnung des BFV eine „Verletzung der Platzdisziplin“ vorliegt. Beim Strafmaß berücksichtigte das Sportgericht auch das Verhalten des Vereins nach dem Vorfall. Der FC Iliria Rosenheim hatte beide Spieler mit sofortiger Wirkung vom Verein suspendiert, sich bei den Geschädigten entschuldigt und erarbeitet seitdem mit einem Konfliktmanager des BFV Maßnahmen (z.B. vernünftiger Platzordnungsdienst, Verhaltensregeln für Spieler, Trainer und Verantwortliche), um Vorfälle zukünftig zu verhindern.

Pressemeldung Bayerischer Fußball-Verband

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa/bfv

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