Fall Alia: "Kindeswohlgefährdung"

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Nach den Streitigkeiten mit der Beförderung hat die Mutter nun eine Anzeige am Hals
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Rosenheim - Nach den Streitigkeiten über die Beförderung von Alia in die Schule nach München kämpft die Mutter nun mit einer Meldung wegen Kindeswohlgefährdung.

"Um das Wohlergehen meiner Tochter sicherzustellen, habe ich sie ja erst aus dem Transport zur Schule herausgenommen!" erklärt Magdalena H. zum Vorwurf der Kindeswohlgefährdung. Nun ermittelt das Jugendamt.

Anfang der Woche schien noch Bewegung in die Sache gekommen zu sein. Gabriele Müller, die Geschäftsführerin der Vereinigung "Helfianer" in der Nähe von Berlin, war am Montag als Vertreterin der Mutter beim Bundesfamilienministerium vorstellig geworden. Dort präsentierte sie den Fall der mehrfach schwerstbehinderten Alia aus Rosenheim vor der zuständigen Behörde. "Leider kam bei dieser Anhörung nicht viel für meine Tochter raus," so Magdalena H., die Behörde habe wieder auf die Regierung von Oberbayern verwiesen.

"Doch dann bin ich aus allen Wolken gefallen," so die Rosenheimerin weiter. Nach einem Gespräch mit einer Vertreterin der ehemaligen Schule in München, habe Magdalena H. von einer Meldung beim Jugendamt wegen Kindeswohlgefährdung in ihrem Fall erfahren. "Um das Wohl meiner Tochter habe ich im Bus gefürchtet," deswegen habe die Mutter ihre Tochter ja auch schließlich aus dem Transport genommen. Nun liegt es am Jugendamt der Sache nachzugehen.

Die Behörde sei auf Nachfrage selbstverständlich an einer schnellen Klärung des Falles interessiert. Dabei werde in engem Kontakt mit der Mutter die aktuelle Situation der kleinen Alia geprüft. Danach folge eine sozialpädagogische Einschätzung, die der Notwendigkeit nach weiteren Maßnahmen zugrunde liege. An oberster Stelle stehe dabei selbstverständlich das Wohl des Kindes, gefolgt von dem Grundsatz, dass Kinder in ihrer Familie bleiben sollten.

"Zum Glück kenne ich die betreffende Sozialarbeiterin und sie kennt mich, wir hatte noch nie Probleme miteinander," ergänzt Magdalena H. etwas erleichtert. Sie hoffe, dem Jugendamt verdeutlichen zu können, dass ihre Tochter bei ihr nicht gefährdet ist. "Ansonsten steht wohl die Polizei vor der Tür und nimmt die Kleine mit," ergänzt Magdalena H. mit zittriger Stimme. 

Alias Zustand habe sich in den letzten Wochen nicht sichtlich verbessert, zum Glück aber auch nicht verschlechtert. Einen kleinen Fortschritt gäbe es laut Magdalena H. in der Frage der neuen Schule für Alia in der Rosenheimer Gegend. Dafür benötigte Magdalena H. eine Begleitperson. Zusammen mit der Schulleiterin der PETÖ-Schule in Oberaudorf und dem Schulleiter des HPZ Rosenheim sei man im Moment dabei, die Frage nach einem Schulbegleiter für ihre Tochter zu klären.

Quelle: rosenheim24.de

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