Nach Bluttat: Ehemann des Opfers festgenommen

Röthenbach/Graz - Rund drei Wochen nach dem mysteriösen Fund einer Frauenleiche im mittelfränkischen Röthenbach hat die österreichische Polizei den Ehemann der Getöten in Graz festgenommen.

Der Mann habe sich nach seiner mehrwöchigen Flucht in einem Obdachlosenheim aufgehalten, wie Hubert Miedl vom Landeskriminalamt Graz der Nachrichtenagentur dpa am Freitag mitteilte. Der 50-Jährige habe die Tat gegenüber der Polizei zugegeben, sagte Miedl. “Es gab Beziehungs- und finanzielle Probleme.“

Der Mann war den Angaben zufolge nach der Tat mit dem Auto geflohen und hatte sich zunächst in der Steiermark in Österreich aufgehalten. Er habe einige Zeit in seinem Auto gelebt, erklärte der Polizeisprecher. Als er kein Geld mehr hatte, habe er in einem Obdachlosenheim Zuflucht gesucht. Später sei er in eine andere Unterkunft gewechselt, in der er nun gefasst wurde.

Polizeibeamte hatten Mitte April die bereits verweste Leiche der Frau in ihrer Wohnung in Röthenbach entdeckt. Bekannte der 30-Jährigen hatten die Beamten alarmiert, weil sie die Frau seit Anfang März nicht mehr gesehen hatten. Ein Obduktion hatte ergeben, dass sie Opfer einer Gewalttat geworden war. Von dem 20 Jahre älteren Ehemann fehlte seitdem jede Spur. Die Kripo Schwabach hat wegen des Verbrechens eine zwölfköpfige Ermittlungskommission gebildet; diese ließ nach dem Mann europaweit fahnden.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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