Notarzt-Petition: Schon über 100.000 Unterstützer

+
Mehr als 100 000 Menschen fordern in einer Online-Petition einen Freispruch für den Mediziner, der einen Strafbefehl wegen Gefährdung des Straßenverkehrs bekommen hatte.
  • schließen
  • Bettina Pohl
    Bettina Pohl
    schließen

Karlshuld - Der skandalöse Strafbefehl gegen Notarzt Alexander Hatz ist weiterhin in aller Munde. Eine eigens initiierte Petition fand binnen zwei Tagen schon über 100.000 Unterstützer:

Der positive Zuspruch für Notarzt Alexander Hatz, der der kleinen Magdalena (2) das Leben gerettet hat, reißt nicht ab. Der Mediziner hatte nach dem Einsatz einen Strafbefehl vom Amtsgericht Neuburg erhalten, weil ihn ein Autofahrer angezeigt hatte, der sich angeblich bedrängt fühlte. Demnach soll Hatz nun 4.500 Euro Strafe wegen Verkehrsgefährdung zahlen und seinen Führerschein für ein halbes Jahr abgeben.

Der Fall hatte daraufhin deutschlandweit für Schlagzeilen gesorgt. Vor allem in den sozialen Netzwerken sammelte sich der Protest, außerdem wurde eine Petition ins Leben gerufen. Diese hatte am Samstagmittag schon weit über 100.000 Unterstützer. Genau genommen hatten binnen zwei Tagen - ein Mann aus Hamburg hatte die Petition am Donnerstag ins Leben gerufen - 107.340 Eingaben (Stand: Samstag, 14 Uhr) stattgefunden, die einen Freispruch für den Notarzt fordern.

Hier geht´s zum Voting für Smartphone-User!

Auch die User unserer Portale haben fleißig diskutiert, sind sich aber letztlich ziemlich einig: Notarzt Hatz muss freigesprochen werden! Über 83 Prozent (Stand ebenfalls Samstag, 14 Uhr) unserer Leser gaben in unserer Umfrage an, dass sie die Petition rückhaltlos unterstützen würden. Weitere gut 7 Prozent unserer User sind ebenfalls bereit, die Eingabe zu unterstützen, wollen sich aber nochmal genauer mit dem Sachverhalt vertraut machen. Und nur 9,2 Prozent unserer User meinten, dass Notärzte "keinen Freibrief im Straßenverkehr" erhalten sollten und lehnten die Petition ab.

Doch wie auch immer, zu entscheiden hat den Fall nun ein Gericht. Weil der 51-jährige Arzt die Strafe des Amtsgerichts nicht akzeptieren will, kommt es jetzt bald zum Prozess.

dpa/redro24/mw/bp

Quelle: rosenheim24.de

Zurück zur Übersicht: Bayern

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser