Nachbarn mit gemeinsamen Zielen

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Rosenheim - Die Berufliche Oberschule und die Hochschule Rosenheim unterzeichneten einen Kooperationsvertrag. Dadurch soll der Übergang von Schule zu Hochschule erleichtert werden.

Die Berufliche Oberschule und die Hochschule Rosenheim arbeiten in Zukunft enger zusammen. Durch die Kooperation möchten die beiden Bildungseinrichtungen den Übergang von der Schule zur Hochschule erleichtern, mehr Schüler als bisher für naturwissenschaftlich-technische Fächer begeistern und für interessierte Fach- und Berufsoberschüler zusätzliche Ausbil­dungs­­angebote schaffen. Schulleiter Michael Frowein und Hochschulpräsident Prof. Heinrich Köster unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung, in der Schule und Hoch­schule gemeinsame Ziele festhielten und konkrete Maßnahmen verein­bar­ten. Erstes gemeinsames Projekt ist die Einführung eines Zertifikatskurses im Stu­diengang Elektro- und Informationstechnik, in dem Fach- und Berufsoberschüler eine praxis­orientierte Einführung in das Fach erhalten und bereits während der Schul­zeit Hoch­schulluft schnuppern können. Die im Kurs gesammelten Leistungs­punk­te können sich die Teilnehmer nach einer späteren Einschreibung anrechnen lassen und müssen so im Studium eine Prüfung weniger ablegen.

„Seit vielen Jahren gibt es gute persönliche Kontakte zwischen der Beruflichen Oberschule und der Hochschule in Rosenheim. Um den Schülern der Beruflichen Oberschule den Übergang zur Hochschule zu erleichtern und bei der Wahl des richtigen Studienfachs zu helfen, wollen wir die Zusammenarbeit mit der Hochschule zukünftig intensivieren" erklärt Michael Frowein, Schulleiter der Beruflichen Oberschule. Auch Hochschulpräsident Prof. Heinrich Köster freut sich über die bayernweit einzigartige Zusammenarbeit: „Unser gemeinsamer Auftrag ist es, Fachkräfte für die Region aus­zubilden. Wir haben jedoch gemerkt, dass es gerade an der Schnittstelle zwischen Schule und Hochschule immer wieder Probleme gibt, die erfolgreiche Bildungs­karrieren erschweren.“ So seien etwa viele Fach- und Berufsoberschüler nicht aus­reichend darüber informiert, welche Anforderungen sie in einem Hochschulstudium er­warten. Um Informationslücken zu schließen tauschen sich nun Fachlehrer der Berufs­oberschule mit Dozenten der Hochschule aus, gleichen Lehrplaninhalte ab und berücksichtigen die fachlichen Anforderungen der Hochschule im Unterricht. Zu­dem sind regelmäßige Besuche der Schülerinnen und Schüler an der Hochschule ge­plant. Falls sich der Zertifikatskurs der Elektrotechnik bewährt, sollen weitere Zusatz­module für Schüler der Beruflichen Oberschule hinzu kommen.

Jedes Jahr entscheiden sich mehrere hundert Schüler der Beruflichen Oberschule für ein Studium in der direkten Nachbarschaft. „Damit sind wir wichtigster ‚Lieferant’ der Hochschule“, so Frowein. „Es interessiert uns sehr, wie viele unserer Absolventen das aufgenommene Studium erfolgreich ab­schließen.“ In Zukunft werde die Hochschule deshalb detailliert erheben, wann und wieso es zu Abbrüchen kommt und diese Ergebnisse an die Berufsoberschule weitergeben.

Pressemeitteilung der Beruflichen Oberschule und der Hochschule Rosenheim

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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