Nächster Boom kommt erst nach dem Jahr 2015

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Zukunftsforscher Erik Händeler mit Wirtschaftsjunioren-Vorsitzendem Dominik Mertl und Anton Kathrein.

Landkreis/Rosenheim - Die seit 1953 bestehenden Wirtschaftsjunioren Rosenheim (WJR) verstehen sich als "führendes Netzwerk für junge Unternehmer und Führungskräfte in Stadt und Landkreis Rosenheim".

Dominik Mertl, Kreissprecher der Wirtschaftsjunioren Rosenheim, legte zu Beginn der Jahreshauptversammlung seinen Rechenschaftsbericht ab. Sein Stellvertreter Felix Finsterwalder, zuständig für Mitgliederbetreuung, stellte den neu gestalteten Flyer "Who's Who" vor. Vorstandsmitglied Alexander Schungl, zuständig für das Ressort Bildung, Wirtschaft und Öffentlichkeitsarbeit, sprach die Themen "Unternehmertag, Bevölkerungsbefragung und geplante Wirtschaftsakademie" an und gab einen Ausblick auf die Aktivitäten des laufenden Jahres.

Vorstandsmitglied Sabine Pledl päsentierte "den Duft der großen weiten Welt" der nationalen und internationalen Konferenzen und Meetings, auf denen die Rosenheimer Wirtschaftsjunioren direkt oder über das Netz eingebunden sind.

Der zweite und größere Part auf der Jahreshauptversammlung war dem Themenkomplex "Die Geschichte der Zukunft: Sozialverhalten heute - der Wohlstand von morgen" gewidmet. Referent war der bekannte Zukunftsforscher, Bestseller-Autor und Journalist Erik Händeler. Händeler ist Verfechter der Wirtschaftstheorie des russischen Ökonomen Nikolai Dimitri Kondratieff, der überzeugt ist, dass Verbesserungen im realen Umfeld des Menschen als Motor der ökonomischen Entwicklung zu sehen seien.

Zukunftsforscher Händeler postuliert deshalb in seinen Büchern, dass "wer ganzheitliche Erklärungen für die wirtschaftliche Situation sucht und Strategien für die Zukunft, dem bietet Ökonom Kondratieff einen faszinierend anderen Blick auf globale Wirtschaftsgeschehnisse". Der russische Ökonom entwickelte die "Theorie der langen Konjunkturwellen", die unter der Bezeichnung "Kondratieff-Zyklen" in die Wirtschaftswissenschaften eingegangen ist.

Im Gegensatz zur in der Mitte des vorigen Jahrhundert vorherrschenden Theorie des britischen Ökonomen John Maynard Keynes, dass mit monetären Stellgrößen wie Geldmenge und Staatsausgaben die Nachfrage und damit die Volkswirtschaften gesteuert werden könnten, untermauert die Kondra-tieffsche Wellentheorie, dass allein durch sogenannte Innovationssprünge der Weg aus der Rezession führe.

An einigen Beispielen untermauern Ökonom Kondratieff und seine Anhänger die "Theorie der langen Konjunkturwellen". So stellten beispielsweise die Entwicklung der Dampfmaschine, der Einsatz der Eisenbahn als Transportmittel und auch der Einsatz von Computern zur Bewältigung der Informationsflut eine jeweils "epochale Innovation und Investition" dar, die dann stets aus der Rezession geführt habe.

Referent Erik Händeler zeigte sich vor den Wirtschaftsjunioren überzeugt, dass anhand der empirisch erarbeiteten "Kondratieff-Zyklen" ein "Blick in die Zukunft" gewagt werden könne, um den Wohlstand von morgen sichern zu können. Protagonisten der "Kondratieff-Zyklen", zu denen Zukunftsforscher Händeler zählt, meinen, der nächste Wirtschaftsboom käme erst nach dem Jahr 2015 und lasse sich aus dem sechsten Kondratieff-Zyklus erkennen. Der Innovationsschub sei im Bereich des Gesundheitswesens zu sehen, wodurch die Arbeitsplätze von morgen gesichert werden könnten.

Deutschlands derzeit bekannteste Physikerin und Analytikerin, Dr. Angela Merkel, wird im Internet dahingehend zitiert, dass sie Erik Händelers Buch gelesen habe, dass sie die Analysen ausgezeichnet fände, aber nicht in jeder Prognose mit dem Buch übereinstimme. Erik Händelers Antwort ist ebenfall im Internet nachzulesen.

je/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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