Neonazi-Demo: Krawalle am Stadttor

Mühldorf - Am Samstagnachmittag ist es beim Aufmarsch der Rechtsradikalen zu Auseinandersetzungen mit Linksautonomen und aufgebrachten Bürgern gekommen.

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Die von der SPD organisierte Kundgebung am Stadtplatz um 12.30 Uhr verlief rund. Parteiübergreifend war man sich einig: "Wir wollen kein braunes Gesocks in Mühldorf haben." Auch Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber war gekommen. Bürgermeister Knoblauch war "stolz auf die Bürger."

Kundgebung am Stadtplatz

Anti-Nazi-Kundgebung am Stadtplatz

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Allgemein war die Zufriedenheit groß, dass sich so viele zum Protest gegen Rechts zusammengefunde hatten. Nach der Kundgebung riefen die Veranstalter die Bürger dazu auf, noch eine Weile auf dem Stadtplatz zu bleiben. Man wolle "den Braunen zeigen, dass sie hier nicht erwünscht sind." Um Auseinandersetzungen zu vermeiden, war bereits ab 12 Uhr ein großes Polizeiaufgebot vorhanden, Absperrzäune und eine Mauer aus Einsatzwägen sollten dafür sorgen, dass die nationalsozialistischen Demonstranten nicht mit denen der Kundgebung zusammen treffen. Um 13 Uhr sollte die Gruppe Rechter am Mühldorfer Bahnhof ankommen und wurde spätestens gegen 14 Uhr am Stadtplatz erwartet. Dort hätten sie eine Kundgebung gegen das Mühldorfer Asylheim abhalten wollen. Doch es kam anders:

Warten auf die rechten Demonstranten - Tumult am Stadttor

Warten und Krawalle am Stadttor

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Neonazi-Demo in Mühldorf

Gegen 15 Uhr trafen die Rechtsextremen - umringt von vielen Polizeikräften - mit Verspätung in der Mühldorfer Altstadt ein. Doch durch das Stadttor schafften sie es nicht. Eine Gruppe Linksautonomerstellte sich den Rechtsextremen in den Weg und blockierte das Tor. Das Polizeiaufgebot versuchte noch, die neuangekommenen Demonstrantenam Stadttor vorbei über den Stadtwall zu leiten, kam allerdings nicht weiter als 200 Meter. An dieser Stelle kam es dann zu einigen Auseinandersetzungen zwischen den aufgebrachten Bürgern und Linksautonomen und den Rechtsextremen. An einigen Stellen hatten die Beamten Mühe, die menschliche Absperrung zwischen Rechts und Links aufrecht zu erhalten. Nachdem der rechtsextreme Zug auch am Stadtwall nicht weiterkam, drehte die Polizei um und geleitete die Neonazis wieder aus der Stadt heraus zum Bahnhof. Von dort sollten die Rechtsradikalen auf dem gleichen Weg die Stadt verlassen haben, wie sie auch ankamen - mit dem Zug.

mw/ds

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © ds

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