neon - Prävention und Suchthilfe

Rosenheim - Die Beartungsstelle ,,neon – Prävention und Suchthilfe" bietet Hilfe für Drogenkonsumenten und deren Angehörige.

Letzte Woche stellte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans (FDP) den Jahresbericht der Deutschen und Europäischen Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht vor.

„Die Erkenntnisse decken sich mit den Erfahrungen die wir in unserer täglichen Arbeit mit Konsumenten illegaler Machen“ so Ludwig Binder, Berater bei neon. So ist der Konsum von Cannabis zwar gegenüber dem letzten Jahr leicht zurückgegangen, im Durchschnitt der vergangen Jahre aber auf konstant hohem Niveau. So hat im vergangenen Jahr jeder Zehnte zwischen 18 und 39 Jahren mindestens einmal gekifft. Die Drogenbeauftragte meint dazu, dass „der positiven Gesamtentwicklung jedoch die Zahl der problematischen und intensiven Konsumenten von Cannabis gegenüber steht, die offensichtlich nicht zurückgeht. Diese Gruppe müssen unsere Präventionsanstrengungen gezielt in den Blick nehmen". Diese Gruppe besonders junger Konsumenten stellt auch bei neon in Rosenheim einen Großteil der Klienten dar.

„Viele unter 20-jährige haben, wenn sie zu uns in die Beratung kommen weil sie polizeilich auffällig geworden sind oder die Eltern mitbekommen, dass da etwas nicht stimmt, bereits viele Jahre regelmäßig konsumiert“ so Binder. Diesen Jugendlichen und jungen Erwachsenen bietet die Beratungsstelle Angebote der Frühintervention an, sie sollen dabei ihren Konsum reflektieren lernen und bei einer Veränderung unterstützt werden. Reicht die ambulante Beratung nicht mehr aus wird darauf hingearbeitet, dass die Betroffenen intensivere Hilfen wie eine stationäre Entgiftung oder Therapie annehmen.

Ein beunruhigende Entwicklung sieht der Bericht der Beobachtungsstelle in dem Umstand, dass der Konsum von chemischen Drogen wie Amphetamin oder Kokain zwar in Deutschland nicht zunimmt, besonders in Osteuropa in den letzten Jahren aber massiv gestiegen ist und auch in Deutschland die Verbreitung seit Jahren stabil bleibt. Ludwig Binder von neon macht die gleichen Beobachtungen: „Wir haben hier zwei Große Konsumentengruppen, einerseits besonders jüngere Klienten die diese Drogen ein paar mal ausprobieren oder nur sehr selten nehmen, aber auch sehr viele die seit Jahren regelmäßig diese Substanzen konsumieren. Besonders diese Gruppe, in der Regel Menschen zwischen 25 und 30 Jahren, braucht intensive Unterstützung um von den Drogen wegzukommen“ Wer Kontakt mit der Beratungsstelle aufnehmen will kann sich im Internet unter www.neon-rosenheim.de oder Telefonisch unter 08031-400 58 90 kostenlos und unverbindlich beraten lassen und Informationen bekommen.

Pressemitteilung neon

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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