Neue Deko für das Kuko

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Aus solchen Elementen besteht die neue Dekoration im Kuko.

Rosenheim - Das Kultur- und Kongresszentrum bekommt eine neue Balldekoration. Die alte Deko hat nach knapp 30 Jahren ausgedient.

63.000 Euro sagte der Ferienausschuss des Stadtrats zu für außerplanmäßige Ausgaben im Kultur- und Kongresszentrum (Kuko). Bei der für die Besucher auffälligsten Veränderung geht es um die Balldekoration. Die alte hat ausgedient. Nun wird eine neue angeschafft, die mit Lichteffekten spielt.

Die alte Dekoration mit weißen Stoffbahnen, die an großen Gestellen von der Decke hingen, war nach knapp 30 Jahren nicht mehr zu gebrauchen. Sie war Zeugin unzähliger Bälle, im Fasching, zu Silvester und zu anderen festlichen Gelegenheiten. Die Montage war jedesmal aufwändig. Auch der Klappmechanismus, über den die Position der luftigen Bahnen bestimmt wurde, war in die Jahre gekommen und funktionierte nicht mehr. Für die neue Balldekoration genehmigte der Stadtrat 20.000 Euro.

Die geplante neue Dekoration besteht aus jeweils zwei Ringen, einer mit einem Durchmesser von 3,50 Metern, der andere mit 1,80 Meter. An den Kreisen hängt ein Fadenvorhang. Der Clou sind LED-Leuchten, die diese Fadenvorhänge in unterschiedlichen Farben anstrahlen. Damit lassen sich die verschiedensten Stimmungen zaubern. Vier dieser Deko-Elemente mit festlichem Kronleuchter-Charakter will das Kuko anschaffen, nur ist sich Kuko-Chef Peter Lutz noch nicht sicher, ob das Geld im ersten Anlauf schon für die LED-Leuchten reichen wird. Möglicherweise lassen sich diese erst in einem zweiten Schritt finanzieren.

Der neue Saalschmuck soll sich schneller auf- und abhängen lassen. Die alten Elemente zu montieren war so zeitaufwändig, dass sie von Weihnachten bis zum Faschingsende hängenblieben, unabhängig davon, was sich in der Halle abspielte. Das irritierte manche Veranstalter, die die Halle in dieser Zeit etwa für Tagungen gebucht hatten. Nur "mal schnell" für einen Galaabend den Saal festlich zu schmücken, war nicht möglich. Lutz hofft, dass das Kuko mit der neuen Deko flexibler auf die Wünsche seiner Kunden reagieren kann.

Bei Brandschutz heute höherer Standard

Auf den Betrag von 23.000 Euro für den Posten "HD-fähiger Beamer" reagierte der CSU-Fraktionsvorsitzende Herbert Borrmann im Ferienausschuss mit Skepsis. Lutz überzeugte ihn jedoch mit Hinweis darauf, dass beispielsweise für die Tiefsee-Ausstellung nächstes Jahr im Lokschuppen spektakuläre Filmaufnahmen zur Verfügung gestellt werden, die nur über Beamer mit professioneller Technik zur Geltung kommen. Zudem sagt er, es sei noch nicht sicher, ob ein einziger Beamer für 23.000 Euro oder drei entsprechend günstigere angeschafft werden. Dies hänge vom Konzept der Tiefessee-Ausstellung ab. Auch bei Fachtagungen im Kuko würden häufiger Beamer benötigt, die Bilder in größter Qualität auf die Leinwand werfen. Diese müssten bei Tageslicht auch noch aus einer Entfernung von 20 oder 30 Metern gut zu sehen sein.

Weitere 20.000 Euro steckt die Kultur- und Kongress GmbH in Software zur Disposition von Werbung und Kundenwerbung. Die Mitarbeiter müssen in der Lage sein, sich jederzeit einen Überblick über 50 Werbeflächen für rund 300 Veranstaltungen zu verschaffen. Das, so Lutz, sei "von Hand" inzwischen nicht mehr möglich.

Die 63.000 Euro entnimmt die Stadt dem Topf, der bereitgestellt ist für den zweiten Bauabschnitt der Generalinstandsetzung des Kuko. Dieser kann in Angriff genommen werden, wenn das nue Brandschutzkonzept vorliegt. Dies ist erst im November der Fall, deshalb kann das Kuko auf die vorsorglich im Haushalt 2011 eingestellten Mittel zugreifen. "Natürlich ist unser Haus nach wie vor sicher", erläutert Lutz. Doch die Anforderungen hätten sich in den letzten Jahrzehnten zum Teil grundlegend geändert und seien höher als vor 30 Jahren. Wenn es etwa früher Standard gewesen sei, für die Sprinkleranlage 10.000 Liter Wasser vorzuhalten, seien es heute vielleicht 20.000 Liter: "Und wenn das so ist, müssen wir überlegen, wo wir das speichern können und ob die Rohre noch den entsprechenden Durchmesser haben." Solche Dinge werde das Brandschutzkonzept klären.

re/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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