Neuer Gerätewagen für die Feuerwehr

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Neuer mobiler Einsatzwagen für die Rosenheimer Feuerwehr.

Rosenheim - Die Feuerwehr bekommt einen neuen Gerätewagen für Atem- und Strahlenschutz. Unter anderem kann damit bei schwierigen Einsätzen die Versorgung der Feuerwehrleute mit Atemluft gesichert werden.

Es ist mit Kosten von knapp 350.000 Euro zu rechnen, der Landkreis beteiligt sich.

Wenn gefährliche Stoffe auslaufen oder brennen, kann der Einsatz ohne Atemschutz die Gesundheit der Feuerwehrleute gefährden. Mit dem neuen Fahrzeug wird der Nachschub von 24 Atemschutzgeräten ständig gewährleistet. Zudem ist es mit einer Messtechnik ausgestattet, das radioaktive Strahlung und andere gefährliche Stoffe nachweisen kann. Schon bisher verfügte die Rosenheimer Feuerwehr über eine solche Einrichtung. Es gilt aber inzwischen als technisch veraltet. "Lange Zeit brauchte man es nicht, aber wenn man es im Ernstfall braucht, muss es vorhanden sein", sagt Stadtbrandrat Hans Meyrl. Die Atemschutzgeräte funktionieren ähnlich wie beim Tauchen. Bereitgestellt wird für schwierige Einsätze sozusagen "Atemluft in Flaschen".

Der Haupt- und Finanzausschuss des Stadtrats hatte mit der Zusage für die Anschaffung zunächst gezögert, weil aufgeflogen war, dass drei verschiedene Hersteller von Feuerwehrfahrzeugen über Jahre hinweg Preisabsprachen getroffen hatten. Das Bundeskartellamt hat dafür im Februar Bußgelder in einer Gesamthöhe von 20,5 Millionen Euro ausgesprochen.

Vielen Kommunen ist durch die verbotenen Preisabsprachen ein großer finanbzieller Schaden entstanden. Ob die Stadt Rosenheim finanziell geschädigt wurde, ist derzeit noch nicht bekannt. Entsprechende Verfahren werden momentan über die kommunalen Spitzenverbände betrieben.

Diese Verfahren sind langwierig. Sie können sich über Monate und Jahre hinziehen. Das Ergebnis wollte die Stadt aber nicht abwarten, um zu gewährleisten, dass die Feuerwehr beim Atem- und Strahlenschutz weiterhin auf dem neuesten Stand ist. Darüber hinaus sei aufgrund der speziellen Anforderungen an einen Gerätewagen für Atem- und Strahlenschutz nur mit einem eingeschränkten Bieterkreis zu rechnen. Am Kartell beteiligte Firmen kommen nach Auskunft der Stadt dafür nicht in Betracht. Nach Rücksprache mit dem Bayerischen Städtetag kann daher das Rosenheimer Fahrzeug beschafft werden.

Im aktuellen Haushaltsplan stehen 220.000 Euro für den Gerätewagen. Vom Freistaat Bayern ist ein Zuschuss in Höhe von 73.000 Euro zu erwarten. Der Landkreis Rosenheim, der nicht über einen solchen Wagen verfügt, beteiligt sich mit 43.800 Euro.

Das Fahrzeug hat eine Aufbauzeit von voraussichtlich acht Monaten.

re/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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