Pilotprojekt in Bayern

Neues Warnsystem soll Rettungskräften helfen

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Der Geschäftsführer des Herstellers B & E antec Nachrichtentechnik GmbH, Gerhard Baumbach, hat am 26.04.2014 bei der Freiwilligen Feuerwehr in Allersberg (Bayern) ein Funkwarnsystem für Feuerwehren in der Hand.

Allersberg - Ein neues Warnsystem soll Rettungkräften helfen, schneller zur Unfallstelle durchzudringen. Es handelt sich um ein Funksystem, dessen Zielgruppe Lkw-Fahrer sind. In Bayern läuft derzeit ein Pilotprojekt.

Mit einem neuen Funksystem wollen Rettungskräfte Lastwagen-Fahrer künftig vor Unfällen warnen und dadurch Gefahrenstellen auf Autobahnen schneller erreichen. In einem Pilotprojekt testet seit Samstag die Freiwillige Feuerwehr im mittelfränkischen Allersberg (Landkreis Roth) das Warnsystem.

Während der Pilotphase, die bis zu einem halben Jahr dauern soll, wird ein Einsatzfahrzeug mit einem etwa 5000 Euro teuren CB-Funkgerät ausgestattet. Auf dem Weg zur Unfallstelle kann es per Tastendruck die Warnansage „Achtung, bilden Sie eine Rettungsgasse, es kommen Einsatzfahrzeuge“ in den Sprachen Deutsch, Italienisch, Russisch, Tschechisch, Polnisch, Litauisch, Niederländisch und Türkisch direkt an die jeweiligen Frequenzen der Lastwagen senden.

Warnsystem über CB-Funk: Reichweite beträgt bis zu 1000 Meter

Mit CB-Funk erreiche man 75 Prozent aller Laster-Fahrer, sagte Gerhard Baumbach von der Nürnberger Firma B&E Nachrichtentechnik, die das System entwickelt hat. Die Reichweite beträgt bis zu 1000 Meter. „So haben die Fahrer im Stau genug Zeit, eine Rettungsgasse zu bilden. Und rangieren sie erst einmal, ziehen auch die Pkw-Fahrer mit.“

Hat das Rettungsfahrzeug die Unfallstelle erreicht, kann es auf eine zweite Ansage umschalten und „Achtung Gefahrenstelle“ in die Fahrerkabinen funken. Dadurch könnten die Lastwagen-Fahrer rechtzeitig reagieren und Auffahrunfälle vermeiden.

„Unser Ziel ist es, die Verkehrssicherheit deutlich zu verbessern“, sagte Baumbach. Positive Erfahrungen habe man bereits mit einem ähnlichen System gemacht, bei dem vor Baustellen Achtungsmeldungen gefunkt werden. Dadurch sei die Zahl der Unfälle um 30 Prozent zurückgegangen.

dpa

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