Snowboarder vor Erfrierungstod gerettet

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Neukirchen - Am Teisenberg krachte am Montag ein Snowboarder gegen einen Baum. Laut BRK hatte der 23-Jährige unwahrscheinliches Glück.

Ein 23-jähriger Snowboardfahrer aus dem Berchtesgadener Land hat sich am frühen Montagabend schwer am Oberschenkel verletzt, als er vom Teisenberg in Richtung Skilift Neukirchen abfuhr.

Die Erstmeldung:

Drei Stunden bis zur Rettung

Rund 200 Meter unterhalb des Gipfels ruschte er auf einem Baumstumpf aus und prallte gegen einen Baum. Einsatzkräfte der Bergwachten Teisendorf-Anger und Bad Reichenhall und der Notarzt des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ versorgten den Mann medizinisch und brachten ihn per Akja und Geländewagen ins Tal.

Der junge Mann war zuvor zusammen mit seinem Hund mit Schneeschuhen vom Skilift Neukirchen aus aufgestiegen und dann mit dem Snowboard in nordwestliche Richtung abgefahren. 

„Dabei hatte er riesiges Glück, dass er noch bei Bewusstsein war und einen Notruf absetzen konnte, da am Teisenberg stellenweiseweise überhaupt kein Handyempfang möglich ist“, berichtet Bereitschaftsleiter Georg Wimmer.

Für weitere Flüge war es zu dunkel

Der 23-Jährige schaffte es gegen 16.40 Uhr noch selbst bei der Leitstelle Traunstein anzurufen und den Rettungshubschrauber „Christoph 14“ zu sich zu lotsen. Die Besatzung konnte die Einsatzstelle rasch ausmachen und im letzten Tageslicht Notarzt und drei Bergretter rund 200 Meter vom Patienten entfernt absetzen. Für weitere Flüge war es danach bereits zu dunkel.

Fotos von der Rettung des Snowboarders

Rettungsaktion am Teisenberg

Die Einsatzkräfte versorgten den Mann und brachten von Neukirchen-Lochmühle aus mit zwei All-Terrain-Vehicles (ATV) weitere Ausrüstung und Helfer in die Nähe der Unfallstelle. Der Patient wurde dann im Akja über die stellenweise vereiste Abfahrt bis zur Forststraße abtransportiert und mit einem Bergwacht-Geländewagen zur Tankstelle Neukirchen gefahren, wo ihn gegen 19 Uhr Uhr eine Rettungswagen-Besatzung des Roten Kreuzes übernahm und zum Klinikum Traunstein transportierte.

Der Hund war noch am Gipfel

Der Vater des Verunfallten stieg noch am Abend mit Tourenskiern auf, um den Hund zu suchen, den er schließlich am Gipfel fand und wohlbehalten ins Tal bringen konnte.

Insgesamt waren zehn Einsatzkräfte der Bergwachten Teisendorf-Anger und Bad Reichenhall rund drei Stunden lang gefordert.

„Der junge Mann hatte riesiges Glück, dass er noch selbst Hilfe anfordern konnte und nicht erst später als vermisst gemeldet wurde. Eine zeitintensive Suchaktion hätte er wegen seiner schweren Verletzung und der Kälte wohl nicht überlebt“, berichtet Wimmer.

Pressemeldung BRK Kreisverband Berchtesgadener Land

Quelle: BGland24.de

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