Noch zu hohe Baudichte

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Der erste Preis ging an das Münchner Architekturbüro Färbinger und Rossmy, wobei besonders die Platzgestaltung im Nordteil gefiel.

Rosenheim - Die Entscheidung beim Ideenwettbewerb für das Stadtquartier am Mühlbachbogen ist am Freitagagbend gefallen. Die Jury vergab drei Preise sowie eine Anerkennung.

Dabei sollen aus Sicht der Bauherrin, der Gemeinnützigen Rosenheimer Städtebau- und Sanierungsgesellschaft (GRWS), sowohl der erste als auch der zweite Preis noch weiterentwickelt werden.

Wettbewerbsgegenstand waren ein städtebaulicher Entwurf für Wohngebäude im Geschosswohnungsbau, Gewerbe-Mietflächen, einen Einkaufsmarkt für die Nahversorgung und eine vier-gruppige Kinderkrippe im Zuge des Quartierumbaues zwischen Altstadt und Inn sowie Ideen für die Freiflächengestaltung entlang des Mühlbaches.

Die Wohngebäude waren für qualitätsvolle Eigentumswohnungen und Betreutes Wohnen zu konzipieren. Für diese waren an kritischen Stellen Wohnungsgrundrissnachweise erforderlich.

Das Wettbewerbsgebiet ist einer von 25 Standorten, die derzeit für 15 zusätzliche Hortgruppen untersucht werden; über eine mögliche Kinderkrippe im Wettbewerbsgebiet ist noch nicht entschieden. Aus diesem Grund war ein Alternativvorschlag an der gleichen Stelle wie die Kinderkrippe mit gleicher Geschossfläche, jedoch einer anderen Nutzung - nicht jedoch Wohnen - erforderlich. Weiterhin war zu berücksichtigen, dass die Realisierung voraussichtlich in mehreren Phasen geschehen wird.

15 Architekturbüros waren eingeladen, zehn haben städtebauliche Entwürfe abgegeben. Das Preisgericht vergab drei Preise und sprach eine Anerkennung aus. Mit dem Architektenwettbewerb soll eine städtebauliche Konzeption gefunden werden, die als Grundlage für die Entwicklung des Stadtquartiers Am Mühlbachbogen dient.

Die beiden besten Entwürfe überarbeiten

Auf Grundlage der städtebaulichen Konzeption, die der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird, wird ein Bebauungsplan erstellt. Bevor es zur Entscheidung im Aufsichtsrat der GRWS, im Bauausschuss und im Stadtrat kommt, welche städtebauliche Konzeption der baulichen Entwicklung Am Mühlbachbogen zugrunde gelegt wird, sind noch Überarbeitungen der erst- und zweitplatzierten Architekturbüros an ihren Entwürfen erforderlich.

Mit einer neuen Straßenführung innerhalb des Quartiers überraschte der zweite Preisträger, das Rosenheimer Büro Guggenbichler.

Beide städtebauliche Konzeptionen schlagen entlang des geöffneten Mühlbachs eine locker gruppierte Wohnbebauung vor, bei der im Zusammenhang mit dem Freiflächenkonzept eine sehr hohe Wohnqualität in unmittelbarer Nähe zur Altstadt Ost realisiert werden könne, hieß es in der Begründung der Jury. Beide Arbeiten hätten die hohen schalltechnischen Anforderungen gut bewältigt, die durch die Emissionen der angrenzenden Gewerbebetriebe verursacht werden.

Der erste Preisträger, das Münchner Büro Färbinger und Rossmy, überzeugte das Preisgericht mit einer "selbstverständlichen Platzausbildung im Norden des Stadtquartiers". Nördlich des geplanten Nahversorgers werde durch einen interessanten Baukörper ein überzeugender, städtebaulicher Raum vorgeschlagen mit gelungener Umlenkfunktion zur Straße In der Schmucken und den Naherholungsflächen an Mangfall und Inn.

Das Rosenheimer Büro Guggenbichler und Wagenstaller habe mit einer neuen Straßenführung innerhalb des Stadtquartiers Am Mühlbachbogen überrascht. Diese Erschließungsvariante biete interessante stadträumliche und funktionale Perspektiven.

Beide Entwürfe schlügen aber für das Stadtquartier Am Mühlbachbogen relativ hohe Bebauungsdichten vor. Dieses Bauvolumen werde in der Überarbeitungsphase sicherlich zu überprüfen sein.

Ausstellung morgen im Rathausfoyer

Alle zehn Wettbewerbsarbeiten werden ab morgen, Dienstag, im Foyer des Rathauses öffentlich ausgestellt. Ausstellungsdauer ist von Dienstag bis Freitag, 10. Dezember, und Montag, 13., bis bis Mittwoch, 15. Dezember, zu den üblichen Öffnungszeiten des Rathauses.

Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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