Notfalls noch ein Parkplatz

Rosenheim - Sollte die Verkehrsbelastung während der Landesgartenschau durch von Norden mit dem Auto anfahrende Besucher zu groß werden, wird die Stadt kurzfristig noch einen Park-und-Ride-Parkplatz in Westerndorf St. Peter einrichten.

Das versprach Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer im Ferienausschuss.


Derzeit richtet die Stadt im Bereich der ehemaligen Güterhallen am Bahnhof einen provisorischen Parkplatz für die Besucher der Landesgartenschau her. Dort wird Platz geschaffen für rund 290 Autos und 17 Busse. SPD-Stadtrat Robert Metzger äußerte im Ferienausschuss erneut Bedenken. Er befürchtet eine unzumutbare Belastung für die Anwohner in Westerndorf St. Peter und der Hubertusstraße, wenn auch die Besucher, die von Norden kommen, diesen Parkplatz ansteuern. Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer räumte ein, schon jetzt würden sich die meisten Beschwerden in Bürgerversammlungen für den Stadtteil Küpferling um die unzumutbare Lärmbelästigung drehen. Die Landesgartenschau-Gesellschaft habe allerdings festgestellt, dass ein Extra-Parkplatz an der Bundesstraße 15 für die aus dieser Richtung Anreisenden vor den Toren der Stadt nicht notwendig sei. Zudem wären die Mehrkosten von 300000 Euro aus Sicht der Gesellschaft unzumutbar.

Nach Erfahrungen in anderen Städten dürfte sich der durch die Landesgartenschau verursachte Anreiseverkehr hauptsächlich morgens zwischen 9.30 Uhr und 10.30 Uhr abspielen. Damit, so die OB, sei der Verkehr "antizyklisch", er falle nicht mit dem Berufsverkehr zusammen. "Wenn die Lawine aber so auf uns zurollt, dass sie unzumutbar ist, legen wir ganz schnell noch einen Parkplatz an", versicherte Bauer.


Für den provisorischen Parkplatz beim Bahnhof gibt die Stadt 70000 Euro aus. Es werden Parkscheinautomaten aufgestellt. Vor Beginn der Landesgartenschau im April und solange der Parkplatz danach betrieben wird, fließen die Einnahmen in die Kasse der Stadt. Während des Großereignisses ist die Landesgartenschaugesellschaft die Nutznießerin.

Die Einteilung der Parkplätze ist mit einfachen Holzleitplanken vorgesehen. Zum Bahngelände erfolgt eine Abgrenzung mit Maschendrahtzaun, zur Luitpoldstraße mit einer einfachen Hecke. Weil es sich ja immerhin um den Parkplatz für die Besucher der Landesgartenschau handelt, wird die Stadtgärtnerei an den Zufahrten zwei Bäume aus ihrem Bestand pflanzen.

Tiefbauamtschef Hans-Joachim Stein hatte gehofft, der Parkplatz könne Ende September in Betrieb gehen. Nach seinen Angaben stehen aber noch bestimmte Genehmigungen aus, so dass er diesen Termin nicht mit Bestimmtheit zusagen kann. Wie lange der Parkplatz über die Landesgartenschau hinaus bestehen bleibt, ist offen. Dies hängt von den weiteren Planungen am Bahnhof ab

Für diejenigen Gäste, die von Süden her anreisen, plant die Landesgartenschau-Gesellschaft rechts von der Bundesstraße 15 im Bereich des zukünftigen Gewerbegebiets "Oberfeld", gegenüber der Einmündung der Brannenburger Straße einen Parkplatz für 500 bis 600 Autos. Die Besucher erreichen die Innenstadt und damit die Landesgartenschau mit Pendelbussen.

bi/Oberbayerisches Volksblatt

Quelle: rosenheim24.de

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