Feuer am Heuberg

Glutnester am Heuberg abgelöscht - Brandwache noch vor Ort

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Nußdorf am Inn - Feuerwehreinsatz am Heuberg: Am Freitag wurde eine Rauchentwicklung nahe der Bichleralm festgestellt. Die Löschmaßnahmen dauern immer noch an. 

Das wichtigste im Überblick

  • Am Freitagmorgen wurde durch eine Bergwanderin eine Rauchentwicklung nahe der "Bichleralm" gemeldet
  • Durch den böigen Wind flammten die Glutnester immer wieder auf
  • Ein Polizeihubschrauber wurde eingesetzt 
  • In der Nacht gab es eine Brandwache, diese ist noch im Einsatz
  • Die Polizei ermittelt gegen Unbekannte, die am Donnerstagabend am Brandort ein Lagerfeuer entzündet haben sollen

UPDATE Samstag, 9.35 Uhr: Feuer gelöscht, Brandwache noch vor Ort

Wie eine Sprecherin der Polizeiinspektion Brannenburg auf Anfrage gegenüber rosenheim24.de erklärte, seien die Glutnester am Heuberg inzwischen abgelöscht. Eine Brandwache sei allerdings noch vor Ort. Die Polizei ermittelt weiterhin nach dem Verursacher des Feuers. Auch ein Hubschrauber komme am Samstag nochmal zum Einsatz, da diverse Gerätschaften abtransportiert werden müssen.

Am Freitagmorgen entdeckte eine Wanderin ein Feuer nahe der Bichleralm. Die Feuerwehr bekämpfte die Glutnester daraufhin mit einem Löschhubschrauber der Polizei und einem Fußtrupp, der die Löscharbeiten vor Ort übernahm.

UPDATE 16.50 Uhr: Brandwache in der Nacht - nur noch wenige Glutnester

Eine Bergwanderin stellte am Freitagmorgen glücklicherweise beim Aufstieg zum Heuberg fest, dass nahe der „Bichleralm“ ein Feuer brannte. Es handelte sich hier um Glutnester, welche durch den böigen Wind immer wieder aufflammten. 

Es war bereits eine Fläche von circa 20 auf 20 Meter betroffen. Überwiegend brannte das Wurzelwerk der Bäume, sodass sich die Glut unterhalb des Bodens ausbreitete. 

Ein Voraufklärungstrupp der Feuerwehr kämpfte sich mit schwerem Gerät auf die Höhe der „Bichleralm" (1024 Meter) und begann umgehend mit der Brandbekämpfung. Auf Grund des unwegsamen Geländes wurde als Löschunterstützung ein Hubschrauber der Bayrischen Polizei angefordert. 

Nach anfänglichem Aufklärungsflug wurde an dem Hubschrauber vom Typ EC135 ein Außenlastbehälter angebracht, welcher mit etwa 300 Liter Wasser befüllt wurde. Das Wasser stammte aus einem nahegelegenen See und wurde durch die Feuer mit einem umweltschonenden Schaum der Klasse A angereichert. Das geschöpfte Wasser wurde dann an der sich ausbreitenden Brandstelle abgelassen und so effektiv die Glutnester bekämpft.

Der Wind spielte den Einsatzkräften aber definitiv nicht in die Karten, denn durch diesen entstanden gleich zweierlei Probleme. Durch die starken Winde war es der Hubschrauberbesatzung nicht mehr möglich weiter zu fliegen und das Feuer wurde immer wieder angefacht.

Allerdings konnte nach einer Einsatzzeit von knapp acht Stunden das ausbreiten der Glut so eingegrenzt werden, dass ein kleiner Trupp der Feuerwehr das steil abschüssige Gelände mit Hacken umgraben und per Hand löschen konnte. Gesichert wurden diese von 20 ehrenamtlichen Einsatzkräften der Bergwacht, welche die Absturzsicherung der Einsatzkräfte am Berg übernahmen.

Aktuell dauern die Löscharbeiten noch an. Allerdings konnte der Großteil der 50 ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte nach Hause geschickt werden. Auf Grund des Platzmangels ist es nur einer kleiner Anzahl an Einsatzkräften möglich die restlichen wenigen Glutnestern Paroli zu bieten. Eine Brandwache für die Nacht ist bereits gesichert.

Ein Zeuge teilte der Polizei mit, dass er am Donnerstagabend, gegen 22.30 Uhr, ein größeres Lagerfeuer in genau diesem Bereich beobachtet hatte. Daher werden aktuell Ermittlungen durch die Polizei Brannenburg, wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung, geführt. Es werden daher Zeugen gesucht, welche sachdienliche Angaben zur Brandentstehung oder möglichen Personen, welche sich am späten Abend an der "Bichleralm" aufhielten, geben können. Sie werden gebeten sich bei der Polizeiinspektion Brannenburg unter 08034/9068-0 telefonisch zu melden.

Auf Grund der vorherrschenden Trockenheit weist die Polizei erneut darauf hin, dass es überaus gefährlich ist, nahe eines Waldes ein offenes Feuer zu entzünden. Die Brannenburger Polizei richtet einen Appell an die Vernunft eines jeden Einzelnen, sich verantwortungsvoll beim Umgang von offenen Feuerstellen in der Umwelt zu verhalten. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Bergwacht sowie die Einsatzkräfte der Polizei würden mit ihrem Einsatz ihre eigene Gesundheit aufs Spiel setzen, um den Fehler anderer auszubaden.

UPDATE 14.05 Uhr: Löscharbeiten noch nicht abgeschlossen 

Auf Anfrage von rosenheim24.de teilte die Brannenburger Polizei mit, dass die Löscharbeiten weiterhin laufen. 

Währenddessen gilt in unserer Region weiterhin die amtliche DWD-Warnung vor Sturmböen in den Bergen. Oberhalb von 1500 m ist mit Böen bis zu 80 km/h zu rechnen. Auch wenn der Heuberg darunter liegt, dürften kräftige Winde die Löscharbeiten der Glutnester natürlich behindern. 

UPDATE 13.40 Uhr: Leserreporter filmt Löscharbeiten

Lesereporter Günter Ertl aus Nußdorf hat am Freitag ebenfalls die Löschaktion am Heuberg mitbekommen. Spontan filmte er dabei einige Videosequenzen und sandte unserer Redaktion die YouTube-Links zu:

UPDATE 12.50 Uhr: Bilder vom Einsatz

Bilder vom Brand am Heuberg 

UPDATE 12.40 Uhr: Löscharbeiten laufen noch immer

Auf Anfrage der Redaktion, erklärte eine Sprecherin der Polizei Brannenburg, dass die Löscharbeiten noch immer laufen. Noch immer sei die Ursache nicht vollständig geklärt.

Fünf bis sechs Glutnester verursachen derzeit eine starke Rauchentwicklung am Heuberg nahe der Bichler Hütte. Ein Hubschrauber ist im Einsatz und löscht die Glut. Zudem ist ein Fußtrupp der Feuerwehr unterwegs, um sich vor Ort einen Überblick über das Ausmaß des Schadens zu verschaffen.

UPDATE 10.30 Uhr: Doch nur ein Hubschrauber

Laut Informationen von vor Ort verzichten die Einsatzkräfte nun doch auf den zweiten Hubschrauber. Ein Hubschrauber reiche wohl aus, um die Glutnester abzulöschen. Der Hubschrauber fliegt mit einem sogenannten Rucksack, der in den Inn "getaucht" und dadurch mit Wasser gefüllt wird. Dieses befördert der Pilot dann an den Berg, wo es auf die Glutnester gekippt wird.

Feuerwehr und Polizei warteten am Nußdorfer Sportplatz auf die Hubschrauber.

UPDATE 10.05 Uhr: Zweiter Hubschrauber angefordert

AM Freitagvormittag, gegen 8.40 Uhr, wurde über die Integrierte Leitstelle ein Brand im Bereich der Bichler Hütte am Heuberg mitgeteilt. In schwer zugänglichem Gelände, etwa 300 Meter unterhalb der Wasserwand in einem Steilhang, ist ein Waldgebiet, knapp 20 x 20 Meter, in Brand geraten. 

Im Augenblick könnenfünf bis sechs Glutnester mit starker Rauchentwicklung festgestellt werden, die von einem Polizeihubschrauber abgelöscht werden. Ein Fußtrupp der Feuerwehr befindet sich auf dem Weg zur Brandstelle. Ein zweiter Hubschrauber wurde zur Unterstützung angefordert.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Erstmeldung:

Am Heuberg wurde Rauch gesichtet, bestätigt die Polizei Brannenburg. Hubschrauber seien aktuell unterwegs zum Einsatzort, der sich in unwegsamem Gelände befinde. "Das Ausmaß kann derzeit noch nicht abgeschätzt werden", äußerte eine Sprecherin der Polizei. 

Feuerwehr und Polizei warten am Nußdorfer Sportplatz auf die Hubschrauber.

Laut Informationen von vor Ort ist wohl ein Grillfeuer auf der Reichbichler Alm nicht richtig abgelöscht worden. Die Hubschrauber werden am Nußdorfer Sportplatz mit Wasser betankt, bevor sie zum Löschen auf den Berg geschickt werden.

+++ Weitere Informationen folgen! +++

Quelle: rosenheim24.de

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