Kalte Silvesternacht schließt drittwärmstes Jahr ab

Wetter-Experte warnt: „Wir haben den schlimmsten aller Fälle!"

Oberbayern - Eine frostige Silvesternacht bringt das drittwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraussichten zu Ende. Doch gerade in der Nacht der Feuerwerke sind die Luftverhältnisse nicht ideal für Knaller und Co.

Pünktlich zu Silvester wird es endlich richtig Winter. Denn eine frostige Nacht wird am Dienstag das drittwärmste Wetterjahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 beenden. Nur noch getoppt von 2014 und 2018 gab es dieses Jahr sogar einen neuen Hitzerekord. Zum ersten Mal stieg die Temperatur in Deutschland auf über 42 Grad, berichtet Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net


Ganz unumstritten sei dieser Rekord zwar nicht, dennoch könne man sagen, dass das Jahr 2019 eines der heißesten bekannten Jahre war. Auch der Dezember war bisher bei um die drei Grad ungewohnt mild. 

Zum Jahresende dagegen wird das Wetter nochmal ruhig, die Westwetterlage ist vorbei. Nun kommt das Hoch Wiltrud auf uns zu und das bringt sonnige Tage und klare Nächte mit sich. Auf den Bergen kann es dabei zehn bis elf Grad warm werden, in tieferen Lagen dagegen wird es vor allem nachts kalt und frostig. Das liegt vor allem am hohen Luftdruck, der kaum Windbewegungen aufkommen lässt und so die Luftmassen nicht durchmischt. 


Auch Nebel und Dunst werden in den kommenden Tagen immer wieder auftreten. Besonders an Silvester kann dieser sogar noch zunehmen, weil sich an den vielen Feinstaubpartikeln, die in die Luft geblasen werden, Feuchtigkeit anlagert und damit noch mehr Nebel verursacht. „Wir haben den schlimmsten aller Fälle! Wir blasen tonnenweise Feinstaub in die Luft und die Atmosphäre hat aktuell keine Durchmischung. Das Hoch sorgt für windarmes Wetter. Damit staut sich der ganze Feinstaub in der Luft und wir erstmal kaum abgebaut. Damit baut sich über Stunden und Tage hinweg eine richtig ungesunde Luftmasse auf", warnt Dominik Jung.

Im Landkreis Rosenheim sinken die Temperaturen in den kommenden Nächten auf bis minus ein Grad, tagsüber dagegen wird es bei sonnigem Wetter bis zu sieben Grad warm. Nur vereinzelt ziehen Wolken auf. 

Der Kreis Traunstein und das Berchtesgadener Land müssen sich auf nächtliche Temperaturen von minus zwei Grad einstellen, auch hier wird es tagsüber fast sieben Grad wärmer und sonnig. 

In den Landkreisen Altötting und Mühldorf wird es nachts sogar minus drei Grad kalt, am Tag klettern die Temperaturen trotz Sonnenschein nicht über vier Grad.

jv

Quelle: rosenheim24.de

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