Unterwössener nach Baltic-Sea-Rallye wieder daheim

Bleibende Eindrücke: "Norwegen war gewaltig, Murmansk grausig"

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Von links: Markus Auer, Thomas Mühlberger und Dominik Schönfelder aus Brem bei Unterwössen.
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Unterwössen - Gut zwei Wochen waren sie ohne Route, Navi oder GPS unterwegs rund um die Ostsee und am Nordkap: Nun erzählen drei Unterwössener Burschen von ihren Erlebnissen. 

Die Regeln waren hart, aber Markus Auer, Thomas Mühlberger und Dominik Schönfelder aus Brem bei Unterwössen haben die "Baltic Sea Rallye" dann doch gemeistert: Keine fixe Route, kein Navi, kein GPS, unterwegs mit einem alten Subaru Baujahr 1996 - und ob sich im Niemandsland rund um den Nordkap immer eine Tankstelle finden lässt?

50 Teams mussten unterwegs aufgeben

"Alles hat geklappt, wir haben nur einmal ein Ersatzbirndl fürs Auto gebraucht. Eigentlich brutal, dass sonst nichts kaputt gegangen ist", erzählt Markus Auer. Am Samstag rollte man wieder durchs offizielle Ziel in Hamburg, wo auch der Startpunkt war, am Montag um 1.30 Uhr nachts waren die drei dann wieder im Chiemgau - und wurden mit einem Plakat begrüßt: "Willkommen dahoam, Brem-City-Team."

Fotos: Drei Unterwössener bei Baltic Sea Rallye rund um die Ostsee

Nicht bei allen lief es so reibungslos: "Von den 200 Teams mussten 50 unterwegs aufgeben", so Markus Auer. Durch zehn Länder ging die Rallye: Von Hamburg aus nach Norwegen, über Schweden ans Nordkap und von dort über Russland, die baltischen Staaten und Polen zurück in die Hansestadt. 

Um die 500 Kilometer sind die drei täglich im Schnitt gefahren, insgesamt hat ihr alter Subaru jetzt 10.500 Kilometer mehr auf dem Buckel. Auch Tankstellen habe man immer gefunden, nicht mal den Reservekanister habe man gebraucht: "Jeden Tag in der Früh haben wir uns ein Ziel gesetzt, wohin wir ungefähr kommen wollen - und meistens haben wir das auch geschafft."

Das hat sich eingebrannt

Ein altes Gefängnis in Estland.

Am ungewöhnlichsten war es für die drei Unterwössener in Russland und in Polen: Drei Stunden Ein- und fünf Stunden Ausreisezeit musste man an der russischen Grenze verbuchen. Russland war auch das einzige Land, wo man mit Englisch chancenlos war: "Und in Murmansk war's grausig und vollgemüllt." Wegen der Strapazen an der Grenze habe man dann auch auf den Abstecher nach Königsberg verzichtet. 

"Am schönsten war es auf jeden Fall in Schweden und Norwegen. Das ist gewaltig! Die Lofoten muss man gesehen haben", erzählt uns Markus. Er berichtet von schnurgeraden Straßen, 20 Kilometer geradeaus ohne auch nur einem Auto zu begegnen: "Und auf den Lofoten gibt es die beste Internetverbindung überhaupt, drei Mal so schnell wie bei uns."

xe

Quelle: chiemgau24.de

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