Olympia 2018 findet in Pyeongchang statt

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Durban - Nur Blech statt Gold: München ist mit seiner Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 gescheitert. Diese finden in Pyeongchang statt. 

Update vom 20. März 2017: Die Olympischen Winterspiele 2018 sind bekanntermaßen nach Pyeongchang vergeben worden. Relativ neu dagegen ist, dass weder die ARD, noch das ZDF die Übertragungsrechte für die Spiele haben werden. Die sind nämlich an Discovery gegangen, was bedeutet, dass Eurosport die Winterspiele zeigen wird. Wir erklären Ihnen, was es für den Zuschauer bedeutet, dass Olympia 2018 live im TV bei Eurosport gezeigt wird.

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Die Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) entschieden sich bei ihrer Wahl des Gastgebers für das südkoreanische Pyeongchang. Im Milliardenpoker um Olympische Spiele fiel Deutschland damit schon zum vierten Mal seit den Sommerspielen 1972 durch. Der damalige Gastgeber München wurde um die historische Chance gebracht, als erste Stadt nach den Sommerspielen auch Winterspiele auszurichten. Es ist aber nicht auszuschließen, dass die Stadt für 2022 einen erneuten Anlauf unternimmt.

Die XXIII. Olympischen Winterspiele sollen vom 9. bis 25. Februar 2018 stattfinden, gefolgt von den XII. Paralympics (9. bis 18. März). Deutschland ist wieder nur Zuschauer. Vor und nach den Spielen 1972 in München hatten sich auch Garmisch-Partenkirchen (Winter 1960), Berchtesgaden (Winter 1992), Berlin (Sommer 2000) und Leipzig (2012) bemüht - sie waren von den Mitgliedern des IOC zum Teil schon fast ignoriert worden. Neben München 1972 hatten bislang nur Garmisch-Partenkirchen (Winter 1936) und Berlin (Sommer 1936) Olympische Spiele in Deutschland ausgerichtet.
Um das vor Monaten noch schier Unmögliche möglich zu machen, hatte „München 2018“ wenige Stunden vor der Wahl noch einmal alle Register gezogen. Bei der Schlusspräsentation gab es deutliche Worte, große Gefühle, bewegende Bilder sowie eine charmante und leidenschaftlich argumentierende Katarina Witt. „Es war eine wundervolle Präsentation, sehr emotional und enthusiastisch. Besser kann man es nicht machen. Wir wissen, dass wir hier das Blatt wenden müssen, und ich bin sehr optimistisch, dass wir alles getan haben, damit das am Ende auch gelingt“, sagte der ebenfalls beteiligte Bundespräsident Christian Wulff nach der 45-minütigen Aufführung. Das Happy-End blieb aus. Witt weinte nach der Bekanntgabe der Entscheidung sogar (siehe Fotostrecke oben).

„München 2018“ hatte im Endspurt alles getan, aber das Blatt war nicht mehr zu wenden. Auch die deutlichen Worte von DOSB-Präsident und IOC-Vize Thomas Bach halfen nicht. „Es geht nicht darum, wie oft sich jemand beworben hat“, betonte er mit einem Seitenhieb auf die zwei gescheiterten Bewerbungen von Pyeongchang. München 2018 werde die „olympische Marke vergolden“, versicherte Bach, doch seine Vision von einem „Festival der Freundschaft“ fand im IOC nicht so viele Befürworter wie das großzügige Versprechen von „Neuen Horizonten“, das Pyeongchang dem IOC gegeben hatte. Einen faden Beigeschmack rief und ruft allerdings der Umstand hervor, dass Pyeongchangs Unterstützer Samsung auch ein Hauptsponsor des IOC ist.

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Die Spiele in Pyeongchang werden die dritten Winterspiele in Asien sein. Zuvor waren zwei Mal die Japaner Gastgeber gewesen, 1972 in Sapporo und 1998 in Nagano. Südkorea empfäng die Jugend der Welt zum zweiten Mal nach 1988, damals war die Hauptstadt Seoul Schauplatz der Sommerspiele. Inklusive der Sommerspiele 1964 in Tokio, das für 2016 scheiterte und sich für 2020 erneut bewerben will, und 2008 in Peking geht die Flagge mit den fünf Ringen zum fünften Mal nach Asien - ein weitgehend unerschlossener Wintersport-Markt, mit dem Pyeongchang in der Bewerbungsphase mehr oder weniger offen geworben hatte.

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Gegen die Vision von Spielen der „Neuen Horizonte“ hatte München mit Emotionen angekämpft. Thomas Bach, DOSB-Präsident und Vizepräsident im IOC, versprach Romantik und Gefühle, nicht nur Reibach und Geld. Er wollte die anderen Herren (und Damen) der Ringe davon überzeugen, dass Olympia nach den riskant erscheinenden Vergaben an das russische Sotschi (Winter 2014) und die brasilianische Metropole Rio de Janeiro (Sommer 2016) eine kurze Pause brauche, einen „sicheren Hafen“. Er ist gescheitert, unklar ist, welche Auswirkungen dies auf seine mögliche Bewerbung um die Rogge-Nachfolge 2013 hat.

Und München? Oberbürgermeister Christian Ude hat die Frage nach eine erneuten Kandidatur im Falle einer Niederlage immer von sich geschoben, eine Wiederholung der Bemühungen aber auch nicht ausgeschlossen. Ude selbst wäre dann nicht mehr im Amt, 2014 muss sich der 65-Jährige aus Altersgründen zurückziehen. Zunächst aber wird die bayerische Landeshauptstadt ihre Wunden lecken müssen. 33 Millionen Euro kostete die Bewerbung, am Ende fehlten aber immer noch etwa 6,5 Millionen Euro aus der Privatwirtschaft. Die Lücke wird wohl die öffentliche Hand schließen müssen.

sid

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